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Chansons im City Club: „Es gibt keine Märchen mehr“

Am 24. Oktober um 20.30 Uhr gestalten Rebekka Reinholz und Silvia Amberger im City Club (Konrad-Adenauer-Allee 9) einen Liederabend

Rebekka Reinholz und Silvia Amberger besuchten gemeinsam den Leistungskurs Musik am Gymnasium bei St. Anna, danach trennten sich ihre Wege. Rebekka Reinholz absolvierte ein Schauspielstudium in Wien, Silvia Amberger studierte am Augsburger Leopold-Mozart-Zentrum Klavier und setzt derzeit ihre Studien in Trient für einen Masterstudiengang fort. Mit ihren Chansons im City Club finden die beiden zu ihren Augsburger Wurzeln zurück und präsentieren unter dem Motto „Es gibt keine Märchen mehr“ ein vielschichtiges Chanson-Repertoire. – Der Eintritt beträgt 12 Euro (10 Euro ermäßigt).



DEL: Straubing schlägt Augsburg

Bei den Augsburger Panthern wechseln sich Siege und Niederlagen derzeit in schöner Regelmäßigkeit ab. So auch an diesem Wochenende: Nach dem Heimsieg gegen die DEG am Freitag gab es für den AEV bei Schlusslicht Straubing Tigers bei der 2:3-Niederlage keine Punkte. Die Treffer für die Panther erzielten Michael Davies (14.) und Thomas Holzmann (36.). Für Straubing waren Jeremy Williams (21.), Mike Zalewski (31.) und Levko Koper (42.) erfolgreich.

Cundari wieder dabei

Mike Stewart konnte gegen die Tigers wieder auf Verteidiger Mark Cundari zurückgreifen, der für Derek Dinger ins Team rückte. Die Anfangsphase gehörte aber den Hausherren, die besser ins Spiel fanden.

Die erste Möglichkeit hatte Straubing aber ausgerechnet während eines Augsburger Powerplays, als Zalewski bei einem Konter an Jonathan Boutin scheiterte (5.). Während des gleichen Überzahlspiels hatte auch der AEV die erste gute Möglichkeit, aber White fand seinen Meister in Drew MacIntyre (5.). Im zweiten Powerplay klappte es aber: Die Scheibe lief gut durch die eigenen Reihen und am Ende zog Davies ab und traf zur mittlerweile nicht unverdienten Pantherführung (14.).

Davies trifft zur Führung

Wenige Sekunden später wäre diese Führung aber fast Makulatur gewesen, denn Koper hatte gleich zweimal aus kurzer Distanz den Ausgleich auf dem Schläger. Boutin parierte aber jeweils stark (15.).

Kurz nach Beginn des 2. Drittels gelang den Straubingern der erste Treffer. Trevor Parkes scheiterte noch und im Gegenzug  schloss Williams einen Konter nach gerade einmal 21 Sekunden im Mitteldrittel eiskalt ab (21.). Beide Teams neutralisierten sich in der Folgezeit, bis Straubing das Spiel drehte. Bei einem eher harmlosen Angriff erwischte Zalewski den sonst fehlerfreien Boutin auf dem falschen Fuß und netzte zum 2:1 ein (31.).

Straubing dreht das Spiel

Doch die Panther schlugen zurück und kamen fünf Minuten vor der zweiten Sirene zum Ausgleich. Daniel Schmölz brachte den Puck hart zur Mitte, Holzmann hielt den Schläger dazwischen und traf im dritten Spiel in Folge (36.).

Mit dem 2:2 ging es auch in den dritten Spielabschnitt, wo erneut die Tigers den besseren Start erwischten und zum zweiten Mal in Führung gingen. Nach schöner Vorarbeit von Austin Madaisky stand Koper völlig frei und schoss aus kurzer Distanz ein (42.). Die Panther legten als Reaktion auf den Rückstand wieder den Vorwärtsgang ein, hatten aber bei einem Lattentreffer von Parkes großes Pech (48.).

Parkes an die Latte

Auch danach rannten die Panther an und deckten das Tor der Hausherren mit Schüssen ein. Doch trotz einiger hochkarätiger Chancen wollte der dritte Treffer einfach nicht mehr fallen. Bis in die Schlusssekunden hatten die Gäste die Möglichkeit auf zumindest einen Punkt, nahmen auch Boutin vom Eis, aber MacIntyre ließ kein Tor mehr zu. Als Fazit lässt sich festhalten, dass den Panthern im Schlussdrittel nicht viel gelang – auch im Überzahlspiel, uns somit der Sieg der Straubinger in Ordnung geht.

Für die Panther geht es am kommenden Wochenende am Freitag bei den Iserlohn Roosters wieder um Punkte. Zwei Tage später geben die Eisbären Berlin ihre Visitenkarte im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion ab.



DEL: Panther verlieren in Straubin 3:2

Die Augsburger Panther verloren in Straubing vor 3664 Zuschauern mit 2:3 (0:1/2:1/1:0).

Michael Davies schoss die Panther in der 14. Minute in Überzahl in Führung, Thomas Holzmann konnte im 2. Drittels zum 2:2 ausgleichen. Im Schlussdrittel zeigten die Straubinger mehr Willen und wurden mit dem Glück des Tüchtigen belohnt. Ein Spielbericht folgt.



FCA: Einzelbewertung mit Trainerkritik und Publikumsbeschimpfung

Noch nie sah man nach einem Bundesligaspiel des FCA so viele Besucher aus dem Stadion eilen, in deren Gesichter Betroffenheit und Ratlosigkeit hineingeschnitzt schienen, wie in die Porträtbilder alter holländischer Meister. Als wäre man Zeuge eines schweren Unglücks geworden oder ein Opfer eines entbehrungsreichen Lebens, spiegelte sich das kaum ertragbare Geschehen auf dem Rasen in den Mienen der um Verständnis und Fassung ringenden Augsburger wider. Dabei hatte der FCA in der 9. Runde der Fußballbundesliga nur ein Spiel verloren – allerdings auf dramatische Art und Weise.

Marwin Hitz: Hielt was zu halten war. Keine Böcke und zwei gute Paraden. Note 2.

Daniel Opare: Wieder eine starke Partie des Rechtsverteidigers. Mit einer Monstergrätsche und zahlreichen gewonnen Bedeutungssprints. Note 2.

Jeffrey Gouweleeuw: Herausragend in der Abwehr, sehr gut im Aufbau. Note 2.

Philipp Max: Fand keinen Abnehmer bei Eckbällen und Flanken, nach hinten solide. Note 3.

Kevin Danso: Schlug kurz vor der Halbzeit ein spektakuläres Luftloch, zeigte sich in Halbzeit zwei als Unsicherheitsfaktor – spielte nur noch lange Bälle ins Ungefähre. Die Fähigkeit, weit Einwerfen zu können, reicht für eine gute Bewertung nicht aus. Note 4,5.

Rani Khedira: Zeigte wenig Kreativität, machte zu viele Fehler und setzte zu wenig Impulse nach vorne. Note 4.

Daniel Baier: Für ihn gilt das Gleiche wie für Khedira, nur in abgeschwächter Form. Note 3.

Michael Gregoritsch: Erste gute Partie für den FCA, auch im Spiel nach hinten mit ansprechender Leistung. Vergab zwei große Chancen, erzielte mit Glück die Führung. Doch auch für ihn gilt, was für alle Angreifer des FCA gegen Hannover galt: zu ungenau beim Abschluss wie beim finalen Pass. Note 3.

Jonathan Schmid: Eine Grottenpartie; nicht wirklich im Spiel, kann nur geradeaus laufen. Eine Schwächung, hat seine Startelfnominierung zu einem schlechten Witz verwandelt. Note 5.

Francisco da Silva Caiuby: Läuferisch und kämpferisch eine Wucht, bester Mann auf dem Platz, auch wenn er so manches Kopfballduell verlor und in Halbzeit zwei seine Physis schwand. Note 2.

Alfred Finnbogason: Eine Chance vergab er in bekannter Manier kläglich. Ein Stürmer der traurigen Gestalt. Nur in der Rückwärtsbewegung stark, nach vorne ein Holzfuß ohne Wirkung. Note 5.

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 31 25-03-03 84:22 (+62) 78
2.FC Schalke 04 31 16-08-07 49:35 (+14) 56
3.Borussia Dortmund 31 15-09-07 61:41 (+20) 54
4.Bayer 04 Leverkusen 31 14-09-08 55:41 (+14) 51
5.1899 Hoffenheim 31 13-10-08 60:44 (+16) 49
6.RB Leipzig 31 13-08-10 47:47 (0) 47
7.Eintracht Frankfurt 31 13-07-11 41:40 (+1) 46
8.Borussia Mönchengladbach 31 12-07-12 42:48 (-6) 43
9.Hertha BSC 31 10-12-09 38:35 (+3) 42
10.VfB Stuttgart 31 12-06-13 29:35 (-6) 42
11.FC Augsburg 31 10-10-11 40:40 (0) 40
12.Werder Bremen 31 09-10-12 34:38 (-4) 37
13.Hannover 96 31 09-09-13 38:47 (-9) 36
14.VfL Wolfsburg 31 05-15-11 30:40 (-10) 30
15.1. FSV Mainz 05 31 07-09-15 32:49 (-17) 30
16.SC Freiburg 31 06-12-13 26:51 (-25) 30
17.Hamburger SV 31 06-07-18 24:48 (-24) 25
18.1. FC Köln 31 05-07-19 31:60 (-29) 22
Eingewechselt: Marcel Heller (72.); Jan Moravek (88.); Ja-Cheol Koo (72.): Nur Heller wusste zu überzeugen. Koo sehr schwach und Moravek konnte dem Spiel nichts Bemerkenswertes hinzufügen.

Manuel Baum: Aufstellungsfehler (Schmid) zu spät korrigiert. Finnbogason hat in der Ersten Liga nichts verloren. Baum hat allgemein zu spät reagiert, als bei seiner Elf die Kräfte schwanden.

Publikum: Bei einem Spiel dieser Kategorie muss die Hütte voll sein. Hätte der FCA gewonnen, hätte er sich zur Tabellenspitze zählen dürfen. Bei Fußballwetter an einem klassischen Fußballsamstag nach starker Leistung in Hoffenheim bei einem Spiel mit Weichenstellungsbedeutung waren zu viele Plätze unbesetzt. Das Augsburger Publikum braucht vermutlich neue Reize. Darüber muss gesprochen werden. Die Fans im Stehblock wie immer eine Bank.

(Siegfried Zagler)



FCA: Hui und Pfui gegen Hannover

Der FC Augsburg verlor sein Heimspiel gegen Hannover 96 nach einer starken ersten Halbzeit mit 1:2. Michael Gregoritsch erzielte vor 25.971 Zuschauern die Augsburger Führung (33.). Hannovers Niclas Füllkrug drehte mit einem Doppelpack (77., 90.) das Spiel und der FCA muss sich nun den Vorwurf gefallen lassen, sich ziemlich dumm angestellt zu haben.

FCA-Trainer Manuel Baum nahm nach dem Punktgewinn in Hoffenheim gegen Hannover drei Änderungen vor: Rani Khedira, Jonathan Schmid und Michael Gregoritsch begannen für Martin Hinteregger, Ja-Cheol Koo und Marcel Heller.

Die Augsburger starteten großartig, erzeugten starken Druck, indem sie ein hochkarätiges Pressing aufzogen. In der 3. Minute setzte sich der überragende Caiuby gegen seinen Gegenspieler durch, drang in den Hannover Strafraum ein und schoss mit der Pike knapp vorbei. Wenig später traf Alfred Finnbogason, der von Michael Gregoritsch in Szene gesetzt worden war, in aussichtsreicher Position nur das Außennetz. Mit einer neuen Einwurfvariante (Danso auf Caiuby) holte der FCA zahlreiche Eckbälle heraus, die zwar alle von Max gut geschlagen wurden, aber die kopfballstarke Gästeabwehr nicht in Verlegenheit brachten. In der 10. Minute prüfte Gregoritsch Hannovers Keeper Tschauner mit einem Distanzknaller, den Tschauner nur mit Mühe abwehren konnte. Hannover erhielt von seinen 600 mitgereisten Fans keinen Support und war beim Spielaufbau überfordert.

Nur in einer Szene zeigte sich der FCA in Halbzeit eins nicht spielbeherrschend, als nämlich die 96er zu zweit über rechts einen Konter fuhren und Harnik im Fünfer frei zum Kopfball kam, aber nicht das richtige Timing fand. Glück für den FCA, dass Hannover nach einer bärenstarken Augsburger Anfangsphase nicht in Führung ging (20.).

In der 33. Minute erzielte Gregoritsch mit einem abgefälschten Glücksschuss das hochverdiente 1:0 für den FCA, der es nicht verstand, seine Überlegenheit gegen desolat und konsterniert wirkende Hannoveraner in einen sicheren Vorsprung auszubauen. – In der Halbzeitpause gab es unter den 25.000 Augsburger Zuschauern keinen Zweifel darüber, dass der FCA seine besten 45 Minuten seit Bundesligazugehörigkeit abgeliefert hatte – aber leider nur mit 1:0 führte.

Kurz nach Wiederanpfiff ging es flott weiter: Caiuby flankte von links in die Mitte, wo Jonathan Schmid den Ball in Rücklage nicht verwerten konnte. (47.). Wenig später vergab Caiuby eine Doppelchance: Der erste Schuss wurde von Salif Sané geblockt, den zweiten Versuch parierte Tschauner (49.). Der FCA war bei zunehmender Spieldauer kräftemäßig immer weniger in der Lage, so intensiv wie in Halbzeit eins zu pressen, weshalb die Augsburger anfingen, aus der Tiefe mit langen Bällen zu agieren – und somit die 96er zurück ins Spiel brachten: In der 67. Minute prüfte Ihlas Bebou Marwin Hitz mit einem Schuss aufs kurze Eck.

Der Ausgleich für Hannover stellte den Spielverlauf auf den Kopf: Eine Flanke von Korb erreichte den eingewechselten Niclas Füllkrug, der zum 1:1-Ausgleich für Hannover traf (77.). Der FCA schien geschockt. In der 82. Minute leistete sich Baier einen schweren Bock und zwei 96er liefen allein auf Hitz zu, der kaum Mühe hatte, die Eigensinnigkeit des ballführenden Jonathas mit einer Parade zu bestrafen.

Dann hatte Ja-Cheol Koo aus sieben Metern die Chance zur erneuten Führung für den FCA und wenig später sollte Füllkrug mit seinem Last-Minute-Treffer die Partie für Hannover entscheiden. Auf der abermals schwach besetzten Haupttribüne durfte sich Hannovers Edelfan und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder freuen.

„Wir sind sehr verärgert über diesen Spielverlauf. Wir haben in der ersten Halbzeit mehrere Großchancen liegen lassen. Die zweite Halbzeit war dann ausgeglichen und wir helfen bei beiden Gegentoren kräftig mit. Daraus müssen wir lernen. Eine gute Halbzeit reicht in der Bundesliga nicht.“ So kommentierte FCA-Trainer Manuel Baum das Geschehen. Der FCA kann sich nächste Woche am Sonntag in Bremen beweisen (15.30 Uhr).

FCA: Marwin Hitz; – Daniel Opare; Jeffrey Gouweleeuw; Philipp Max; Kevin Danso; – Rani Khedira; Daniel Baier; Michael Gregoritsch; Jonathan Schmid; Francisco da Silva Caiuby; – Alfred Finnbogason;

Eingewechselt: Marcel Heller (72.); Jan Moravek (88.); Ja-Cheol Koo (72.); –

Ausgewechselt: Rani Khedira (88.); Jonathan Schmid (72.); Alfred Finnbogason (72.); –

Auswechselbank: Andreas Luthe (TW); Gojko Kacar; Erik Thommy; Marco Richter;

Tore: 1:0 Michael Gregoritsch (33.)  1:1 Niclas Füllkrug (77.)  1:2 Niclas Füllkrug (90.).