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art3kultursalon
DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 13.11.2018 - Nr. 317 - Jahrgang 6 - www.daz-augsburg.de
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Kultur

Platz für Neues: Vernetzungskongress

Am kommenden Wochenende findet im TIM ein „Vernetzungskongress“ statt

Gastbeitrag von Projektleiter Jürgen Kannler

Vor einem Jahr diskutierten wir in der a3kultur-Redaktion, wie wir den gegenwärtig in Augsburg laufenden Bürgerbeteiligungsprozess zur städtischen Museumslandschaft begleiten könnten. Nach Rücksprache mit Kulturarbeiter*innen des BBK, der Kunstsammlungen und Museen Augsburg, des Kulturreferats, von Galerien und aus den freien Szenen war klar, dass wir eine Plattform anbieten wollten, die diesen Gruppen und Institutionen die Möglichkeit bietet, sich zu präsentieren, sich auszutauschen und zu vernetzten. Die Idee des art3kultursalons als Vernetzungskongress war geboren. Mit dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum tim wurde der ideale Ort für dieses Projekt gefunden. Denn eines ist klar: Kultur braucht erste Adressen.

Innerhalb weniger Monate klinkte sich eine Reihe wichtiger Kulturorte aus ganz Bayern in das Projekt ein. Heute können wir mehr als 70 Partner, Gäste und Förderer beim art3kultursalon begrüßen. 

Doch der Salon ist nicht nur ein Forum für Fachleute, sondern wendet sich an alle, die an unseren Themen Spaß und Interesse haben. Für sie planten Student*innen der Hochschulen in Augsburg und Darmstadt fantastische Präsentationsräume für die Sonderausstellungshalle im tim. Sie lieferten wertvolle im Impulse für diesen Kongress, bei dem sich zahlreiche Kulturorte und Institutionen dem Publikum mit eigenen Räumen präsentieren. Aus der zunächst avisierten Abendveranstaltung erwuchs schnell ein Termin über einen ganzen Tag. Letztendlich stehen für den art3kultursalon nun zwei Tages- und ein Nachtprogramm im Kalender. 

Der Grund für diese Entwicklung lag in der Menge von Inhalten und Themen, die wir – nicht zuletzt auf Anregung unserer Kulturpartner*innen – beim Salon behandeln wollen. Nach und nach entwickelten sich sieben Themenstränge, denen wir in Form von Impulsvorträgen, Debatten und Workshops nachspüren werden. Dafür konnten wir hoch spezialisierte Fachleute gewinnen, diese Panels zu kuratieren.

In unserem Programm finden sich Themen wie Digitalisierung im Museumsbereich, private Sammlungen und öffentlicher Zugang, das neue Kulturschutzgesetz oder Entwicklungen in der Kunst- und Kulturvermittlung. Wir untersuchen das Zusammenspiel von Kunst und Architektur, behandeln das Reizthema Kulturarbeit und Einkommen und fragen ganz praktisch nach Raum für Kunst in unserer Region.

Die Salonnacht bietet Kulturarbeiter*innen im Wechselspiel mit verschiedenen Performances ein Forum, dem Publikum im Rahmen eines Petscha-Kutscha-Vortrags von ihren Projekten, Ideen und Perspektiven zu berichten oder aber auch zu Revolution oder Konsumverweigerung aufzurufen. Dieses aus Japan stammende Kurzformat und gibt den Sprecher*innen maximal 6 Minuten 40 Sekunden Zeit, ihr Thema zu platzieren. Dabei sind Bildprojektionen explizit gefordert. Die Moderation übernimmt ein geübter Slammaster.

Ein Erfolg wird der art3kultursalon, wenn die Themen, die hier verhandelt werden, nicht verpuffen, sondern »Platz für Neues« schaffen. Dazu gehört jedoch zuallererst, Grenzen zu hinterfragen. Grenzen zwischen Regionen, Einstellungen oder Disziplinen sind kein unverrückbares Naturgesetz. Gegebenenfalls können wir sie ignorieren und bei Bedarf auch abtragen oder einreißen. Denn allzu oft stößt man an diese Grenzen, auch im Alltag. Und das ist hinderlich, besonders beim Denken. Denn Grenzen trennen mehr, als sie verbinden.

 

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„Mio, mein Mio“ im Theater: Das Gute siegt immer

Wie immer um diese Jahreszeit hatte das Kinderstück Premiere, das in den nächsten Monaten von Heerscharen von Kindern in zahlreichen Schülervorstellungen besucht werden kann. Der einschlägig erfahrene Regisseur Joachim von Burchard brachte den Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren „Mio, mein Mio“ auf die Bühne des Martiniparks. Von Halrun Reinholz Astrid Lindgren hat das Buch im Jahr […]

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Staatstheater: Zauberflöte im Anflug

Als würde es sich um einen Ausschreibungszuschlag handeln, dem eine intensive Bewerbung vorausging, kündigt das Augsburger Staatstheater die anstehende Premiere (2. Dezember) von Mozarts Zauberflöte an: „Mozart’s coming home“. „Die »vatterstadt meines papa“ nannte Wolfgang Amadeus Mozart Augsburg. 2019 jährt sich der Geburtstag von Leopold Mozart zum 300. Mal. „Ein Jahr vor dem großen Jubiläum […]

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Ballettpremiere: Facetten der vier Jahreszeiten

Ricardo Fernandos Ballettensemble bietet als erste Premiere der Saison eine getanzte Kombination der „Vier Jahreszeiten“ von Philip Glass und Antonio Vivaldi als Uraufführung  Kaum eine Musik ist so bekannt wie Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, eigentlich vier Violinkonzerte, deren melodische Zuordnung zu Frühling, Sommer, Herbst und Winter längst auch Menschen geläufig ist, die nicht zu den klassischen […]

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Auf den Menschen kommt es an

„Der Lechner Edi schaut ins Paradies“ – Die jüngste Schauspielpremiere des Staatstheaters Augsburg im Gaswerk ist eine Satire über den Fortschritt und Erfindungsgeist des Menschen Das Provisorium des Provisoriums kann man derzeit beim Theater Augsburg erleben, wenn die Vorstellung beim Gaswerk angekündigt ist. Da erinnert man sich sofort an die letzte Spielzeit im Martinipark, wo […]

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Ausstellung: Mexikos magische Landschaften

Die städischen Kunstsammlungen präsentieren im „Grafischen Kabinett“ (Maximilianstr. 48) Bilder und Zeichnungen von Johann Moritz Rugendas. Das Motto: „Mexikos magische Landschaften“ Kaum ein anderer deutscher Künstler verkörpert in seinem Werk so sehr die Verbundenheit Deutschlands mit Mexiko wie Johann Moritz Rugendas (1802-1858). Rugendas, der aus einer angesehenen Augsburger Künstlerfamilie stammte, nahm zunächst als Maler an […]

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Museen: Ehrung für Emmendörffer

Der Pro Suebia-Preis 2018 geht an den Leiter des Maximilianmuseums Dr. Christoph Emmendörffer Die Dr. Eugen Liedl Stiftung hat dem Leiter des Maximilianmuseums, Dr. Christoph Emmendörffer, in diesem Jahr den wissenschaftlichen Preis ‚Pro Suebia‘ zuerkannt. Sie würdigt damit sein Engagement „für die Konzeption und Präsentation zahlreicher bedeutender Ausstellungen des Maximilianmuseums zur Kunst- und Kulturgeschichte der […]

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Letzter Vorhang: „Die Schrift ist von Gott“

Wer es noch nicht gesehen hat, hat am morgigen Sonntag noch eine Chance, dieses Versäumnis nachzuholen Die letzte Vorstellung des von Sensemble Theaterleiter Sebastian Seidel geschriebenen Stückes „Die Schrift ist von Gott“ findet am Sonntag, 21. Oktober, 16.00 Uhr auf Einladung der Gemeinde im Kirchenraum von ev. Sankt Ulrich am Ulrichsplatz statt. Das Stück verbindet […]

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Woher das Geld der Fugger kam

Neue Stationen im Fugger und Welser Erlebnismuseum beleuchten die Montanwirtschaft der Fugger:  Eine animierte Bergwerkskarte und ein „Indien-Tisch“ zeigen Bergbauorte, Transportmittel und Handelsrouten    Die Fugger waren die „Krupps der Frühen Neuzeit“. Der Handel mit Textilien und Gewürzen, der Kunst – und auch der viel beschriebene Ablasshandel waren nur „Begleitgeräusche“ des kometenhaften Aufstiegs der Augsburger […]

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