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DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 15.01.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Geschichte

Die europäische Dimension des Holocaust: Vortrag über die Judenverfolgung im faschistischen Italien

Vom Schutz jüdischer Bürger in den italienisch besetzten Gebieten bis zur Verhaftung der Juden in Italien (1943 – 1945)“, so lautet der Titel des fünften Teils der Vortragsreihe zur europäischen Dimension des Holocaust, die das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben seit Jahresbeginn in Kooperation mit dem Bukowina Institut an der Universität Augsburg und dem Instititut für Zeitgeschichte München-Berlin veranstaltet.

Das von Italienern eingerichtete Lager Fossoli (Carpi) fungierte 1944 als Durchgangslager für die von Einsatzkräften der Italienischen Sozialrepublik verhafteten Jüdinnen und Juden. (© Centro di Ricerca Etnografica del Comune di Carpi – Foto Gasparini)

2018 jährt sich das Datum zum 80. Mal, an dem mit den Novemberpogromen die antijüdische Politik des NS-Staates eine neue Dimension erreichte. Die im selben Jahr einsetzende Expansion des Deutschen Reichs nach Osten führte dazu, dass die systematische Ausplünderung und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung immer weitere Kreise zog. Ebenfalls im Jahr 1938 begann im faschistischen Italien ein antisemitischer Kurs, nachdem die Regierung unter der Diktatur Mussolinis Rassengesetze erlassen hatte, die den vollständigen Ausschluss der jüdischen Bevölkerung aus der italienischen Gesellschaft forderten.

Allerdings verfolgte der Fascismo zu diesem Zeitpunkt kein Programm zur Ermorderung des jüdischen Volkes, Italien verweigerte sogar die Deportation italienischer Jüdinnen und Juden an den deutschen Vernichtungsapparat. Diese Haltung des faschistischen Regimes habe sich erst nach der deutschen Besetzung Italiens im September 1943 geändert, so Dr. Sara Berger von der Fondazione Museo della Schoah in Rom, die den Vortrag in Augsburg halten wird.

Die Historikerin, Sozialpsychologin und Literaturwissenschaftlerin ist ausgewiesene Expertin auf diesem Feld. Die Historikerin und Germanistin Dr. Andrea Löw, stellvertretende Leitung des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte, wird in den Vortrag einführen.

Dienstag, 27.11.2018, 19.00 Uhr

Jüdisches Kulturmuseum/Festsaal der Synagoge

Halderstraße 6-8

86150 Augsburg

Eintritt: 5,00 / 3,00 Euro 

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Gedenkveranstaltung für Leonhart Hausmann

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten lädt zusammen mit der Stolpersteininitiative zu einer Gedenkveranstaltung am Donnerstag, den 17.5.2018 um 18 Uhr ein. Leonhard Hausmann war nach dem Einzug der Nationalsozialisten das erste Augsburger Opfer. Er war 31 Jahre alt, als er bei den ersten Verhaftungswellen von politischen Gegnern im März 1933 durch die […]

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Halle 116 bald unter Denkmalschutz?

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Vorträge zur Wechselausstellung in der Ehemaligen Synagoge Kriegshaber

Im Rahmenprogramm zur aktuellen Wechselausstellung „Eine Erinnerung ist eine Erinnerung ist eine Erinnerung? Judaica aus dem Umfeld der Synagoge Kriegshaber“ gibt es zwei Vorträge – über den Kriegshaberer Rabbiner Aron Guggenheimer zusammen mit Rabbiner Isaak Loewi aus Fürth und Samson Wolf Rosenfeld aus Bamberg und über den Jüdischen Handel vor und mit der Stadt Augsburg […]

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„Ein KZ-Außenlager ist kein Spekulationsobjekt“ – Initiative zur Halle 116 setzt Stadt unter Druck

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Leihamt schließt für immer

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Konflikte, Rüstung, Kriege – Frieden: Augsburger Friedenswochen im November

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650 Jahre Fugger in Augsburg: Stadt würdigt Wirken der Fugger

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Sensationsfund in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

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Martin Junge erhält den Preis Augsburger Friedensfest 2017

Der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfarrer Dr. h.c. Dr. h.c. Martin Junge (56), ist Träger des diesjährigen „Preis Augsburger Friedensfest“. Dies gab Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl am heutigen 8. August, dem Augsburger Hohen Friedensfest, bei der Feierstunde im Goldenen Saal des Rathauses vor rund 200 Gästen bekannt. Martin Junge wurde 1961 in Chile als […]

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