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Freitag, 17.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Städtebau

Augsburger Regierungskoalition will autofreie Maximilianstraße

Die Stadtratsfraktionen der CSU und der Grünen haben einen Antrag eingebracht, mit dem sie die Maximilianstraße im Rahmen eines Pilotprojekts für zunächst zwei Jahre zwischen Moritzplatz und Herkulesbrunnen weitgehend autofrei halten wollen.

Maximilianstraße: “Als Parkplatz viel zu schade.” – Foto: DAZ

Ein Kreativwettbewerb soll aufzeigen, wie der öffentliche Raum anders gestaltet werden kann. Das Projekt soll evaluiert werden mit dem Ziel, die Sperrung im Erfolgsfall zu verstetigen und auf den gesamten Straßenzug bis zum Ulrichsplatz auszuweiten.

“Wir haben hier die Möglichkeit, ein starkes Zeichen für eine nachhaltige Umgestaltung und sinnvollere Nutzung des öffentlichen Raums zu setzen – zum Beispiel mit Außengastronomie, Bänken, Spiel- oder Grünflächen. Die Maximilianstraße ist der ideale Ort, um zukunftsfähige Raumnutzungskonzepte zu erproben. Wir freuen uns auf das Pilotprojekt und sind zuversichtlich, dass am Ende des Prozesses eine dauerhaft autofreie Maximilianstraße steht”, so Deniz Anan, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und mobilitätspolitischer Sprecher der Grünen.

“Einige gute Maßnahmen und Ansätze zur Steigerung der Aufenthaltsqualität liegen bereits in der Schublade. Wir nehmen das Projekt insgesamt als echte Chance war! Mit dem Antrag zur Teilsperrung der Maximilianstraße setzen wir ein Pilotprojekt um, welches ein Wahlkampfthema unserer Oberbürgermeisterin Eva Weber war und welches in unserem Koalitionsvertrag verankert ist.” So kommentiert Leo Dietz in seiner Eigenschaft als CSU-Fraktionsvorsitzender das Projekt.

Bezüglich der großen kunsthistorische Bedeutung der Maximilianstraße sei eine veränderte Raumnutzung überfällig, sagt Verena von Mutius Bartholy, Fraktionsvorsitzende der Grünen. “Als Parkplatz ist dieser prächtige Straßenzug viel zu schade! Wir begrüßen sehr, dass ein Umgestaltung nun in greifbare Nähe rückt und damit auch alle drei Prachtbrunnen als zentrale Elemente des Augsburger Welterbes voll zur Geltung kommen würden.“

“Uns ist generell wichtig”, so CSU-Stadtrat Rolf Rieblinger, “auf die Wünsche und Interessen der Anlieger Rücksicht zu nehmen.” Eine reine Sperrung ohne konzeptionelle Grundlage wäre keine Option, weshalb die CSU auf ein schlüssiges Raumkonzept bestehe.

 

 

 

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