DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Donnerstag, 28.05.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

Vortrag

Kolonialismus: Augsburg–Kamerun, 100 Jahre später

Der Augsburger Brechtkreis bearbeitet den deutschen Kolonialismus

Polizeisoldaten in Kamerun 1891  (Quelle: www.dhm.de/lemo)

Im ersten Weltkrieg verliert Deutschland „seine“ Kolonien. Eine davon ist Kamerun, wo bis 1916 gekämpft wird. Die deutschen Soldaten geraten in Kriegsgefangenschaft, die Augsburger Presse berichtet. Vielleicht hat Brecht das vor Augen – jedenfalls lässt er in seinem 1919 entworfenen Drama „Trommeln in der Nacht“ den Kriegsheimkehrer Andreas Kragler nicht aus Frankreich oder Russland kommen, sondern aus Afrika.

Das könnte Kamerun gewesen sein, denn es gab selbst in der damaligen Fabrikstadt Augsburg gar nicht wenige direkte persönliche und geschäftliche Beziehungen zu dieser Kolonie. Der Brechtkreis findet es an der Zeit, sich mit dieser Vergangenheit und ihrem Fortwirken zu befassen. Mit Unterstützung von Evangelisches Forum Annahof und Augsburg Postkolonial beteiligt er sich im Rahmen der Afrikanischen Wochen an der Aufarbeitung. Der Musiker Njamy Sitson spricht den Kragler-Monolog und lässt afrikanische und europäische Musik zusammentreffen. Philipp Bernhard (Universität Augsburg, Augsburg Postkolonial) skizziert die durch den Kolonialismus gebotenen Karrierechancen für Siedler, Soldaten und Wissenschaftler. Jean-Pierre Félix-Eyoum (Großneffe des von den Deutschen hingerichteten Königs der Duala, Rudolf Manga Bell) spricht über seinen berühmten Vorfahren. Jean-Pierre Bamy Bamy (Gründungsmitglied von AKUA e.V., Afrikanische Kultur Augsburg und Umgebung) schildert seine Erfahrungen als Kameruner in Deutschland.  Michael Friedrichs (Brechtkreis) stellt einige Augsburger mit persönlichen Verbindungen zur Kolonie Kamerun vor.

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Eine Veranstaltung des Brechtkreises im Rahmen der Afrikanischen Wochen.
Augustana-Saal im Annahof, Freitag 29.11.2019, 19 Uhr.
Eintritt 10 €/ 8 €, Vorverkauf: Brechtshop, Buchhandlung am Obstmarkt

 

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Die Körper der Anderen

Am 24. und 25. Mai 2019 treffen sich an der Universität Augsburg Mitglieder der DSG-Sektionen „Wissenssoziologie“ und „Soziologie des Körpers und des Sports“ zum dritten Mal in ihrer Tagungsreihe „Körperwissen“ Der Körper ist immer und überall. Jedenfalls der eigene. Aber was wissen wir über ihn – sei’s bewusst, sei’s ohne darüber reflektieren zu müssen? Und […]

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Vortrag über Schwabens Papiernotgeld

Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg und der Historische Verein für Schwaben e.V. laden zu einem Vortrag von Katharina Depner zum Papiernotgeld Schwabens 1914–1923 ein. Das Papiergeld ist im Gegensatz zur langen Geschichte der Münzen eine relativ junge Erscheinung. Die ersten Banknoten in Bayern wurden 1836 ausgegeben. Eine Sonderform des Papiergeldes war das Notgeld, ein Ersatzzahlungsmittel, […]

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Keine Wasserwirtschaft ohne Vermessung

Vortrag am 7. Mai im Rathaus im Rahmen der UNESCO-Welterbe-Vortragsreihe Augsburg bewirbt sich mit seinem weltweit einzigartigen Wassermanagement-System um die Auszeichnung als UNESCO-Welterbe. Möglich waren die römischen und die reichsstädtischen Wasserbauten nur mit einer für die damalige Zeit ausgereiften Vermessungstechnik und Kartografie. Eindrucksvolle Karten und Pläne sowie Grenz- und Quellsteine zeugen noch davon. Außerdem spiegelt […]

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Wenn der Meeresspiegel steigt

Das Café Tür an Tür präsentiert am heutigen Dienstag um 19 Uhr einen politischen Reisebericht von Claudia Roth über Konsequenzen unseres Handelns am anderen Ende der Welt und die konkrete Verantwortung, die daraus erwächst. Für Millionen von Menschen weltweit ist die Klimakrise, sind auch klimabedingte Migration und Flucht längst keine theoretischen Phänomene mehr. Gerade für […]

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Auschwitz als Steinbruch

Am kommenden Donnerstag findet in Augsburg ein Vortrag statt, der sich dem Geschichtsbild und der Reflexion der NS-Verbrechen widmet. “Bestimmt der Markt, was von den Verbrechen der Nazis in Erinnerung bleibt?”, so der beunruhigende Untertitel des Vortrags von Thomas Wilms. Die Zeit der faschistischen Diktatur 1933 bis 1945 ist in den Massenmedien nach wie vor […]

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Auf Brechts Spuren in Berlin: Vortrag wird wiederholt

Der Vortrag „Der Morgen riecht immer nach Raubtieren“, der sich mit Brechts Spuren durch die Großstadt Berlin beschäftigt, wird wegen großer Nachfrage wiederholt. Dr. Michael Friedrichs biografische Brecht-Lectures zeugen von großer Kennerschaft und reichem Detailwissen. Mit detektivischer Genauigkeit zeichnet er aus Bildern, Notizen, Zitaten und anderen Artefakten ein erhellendes Bild von Brecht in seinem alltäglichen […]

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Veranstaltung „Ich, Du, Wir – Wohnungs­genossen­schaft“

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„Reden wir über Digitalisierung“

Im Rahmen einer Kooperation von Stadt, Universität und Hochschule Augsburg startet am 10. April eine öffentliche Vorlesungsreihe zu Chancen und Risiken des digitalen Wandels. Die Stadt Augsburg stellt den digitalen Wandel in den Mittelpunkt einer fünfteiligen Vortragsreihe. Professorinnen und Professoren werden über die weitreichenden Umwälzungsprozesse der Digitalisierung auf gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene referieren. Unter dem […]

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Buchpräsentation im Maximilianmuseum

Am Dienstag, 9. April, präsentiert das Maximilianmuseum die erste Monografie zum Holzbildhauer Christoph Rodt. Der Holzbildhauer Christoph Rodt, geboren um 1578 in Neuburg a. d. Kammel, ist einer der bedeutenden Künstler Schwabens. Seine Werke prägen die Region. Ausgebildet wurde er vom Weilheimer Bildhauer Hans Degler, dem Schöpfer der Altäre von St. Ulrich und Afra in […]

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