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DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 13.11.2018 - Nr. 317 - Jahrgang 6 - www.daz-augsburg.de
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Festival

Brechtmeile: Eine kleine Sensation im Brechthaus

Die fünfte „Brechtmeile“, ein von der Stadt und der Regio Augsburg entwickeltes Format „zu Ehren des großen Bertolt Brecht“ hatte am vergangenen Wochenende zwei Überraschungen vorzuweisen.

Brecht-Collagen von Ernst Wilhelm Foto: DAZ

Zum einen, dass man Brecht auch ehren kann, wenn man bayerische Gstanzl spielt, wie es im Drunken Munkey mit dem „Haberer-Zwoagsang“ der Fall war. Das Dialektische und die darin verschrobenen Weisheiten sind sehr nah bei Brecht, besonders dann, wenn man sie so süffisant mit einem feinen ironischen Unterton vorträgt wie Siegfried und Gisela Bradl (Gesang, Gitarre und Akkordeon). Überraschend die Mackie-Messer-Ballade, von Bradl großartig interpretiert. Schade nur, dass das Publikum dieser Kneipe eher wenig Interesse an den Tag legte. Im weiteren Verlauf des Abends folgten im Brechts stilsichere Chansons von Andrea Geis, die mit ihren Interpretationen das Publikum begeisterte. Klassisch dagegen die Brecht-Revue von Lena Weixler (Gesang) und Stephanie Knauer (Klavier).

Ein angenehmer Sommerabend in der kühlen Gasse Auf dem Rain, die sich für das Label „Brechtmeile“ sowenig eignet, wie ein langstieliges Sektglas in den Händen von Oskar Maria Graf. Am Samstag war das Ehepaar Schiller mit einer poetischen Gegenüberstellung an der Reihe. Sybille Schiller stellte die Buckower Elegien dem Mariendorfer Tagebuch von Rilke gegenüber und erzählte ihre erlebte Geschichte des 17. Juni als sechsjähriges Kind.

Doch die eigentliche Sensation war die Ausstellungseröffung im hinteren Raum des Brechthauses. Die Witwe des 2006 verstorbenen Künstlers Erich Wilhelm stellte dem Brechthaus 17 Collagen ihres Mannes zur Verfügung. Waltraud Vogel-Wilhelm erzählte kurzweilig die Lebensgeschichte ihres Mannes und erklärte einige der Grafiken, die zum ersten Mal ausgestellt sind. Erich Wilhelm hat als Künstler keine Ausstellung organisiert, sein umfangreiches Werk wartet noch auf seine Entdeckung. Der erste Schritt ist unternommen.

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Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement

Ein neues Format zum Nachdenken und Diskutieren zur politischen Rolle der Autoren in einer zunehmend sich veränderten Öffentlichkeit soll drei Tage im Rahmen des Augsburger Friedensfestes die Zuhörer in den Bann ziehen. In der Reihe „Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement“ kommen einflussreiche Künstler zu Wort, um ihre Arbeit in einen politschen Kontext zu stellen. […]

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Modular soll 2019 ins Gaswerk umziehen

Die Stadtwerke setzen wichtige Impulse für Modular-Umzug 2019: Das Gaswerkgelände wird rechtzeitig festivaltauglich hergestellt. Die Stadt Augsburg und Stadtwerke stehen mit dem Stadtjugendring in enger Abstimmung, um ein attraktives und tragfähiges Konzept für das Modular-Festival 2019 auf dem Gaswerkareal zu entwickeln. Mit baulichen Maßnahmen bereiten die Stadtwerke Augsburg (swa) das Gaswerkareal für das Modular-Festival 2019 vor. […]

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Augsburger Pop-Preis ROY 2018: Die Nominierten

Seit 2012 verleiht die Stadt Augsburg ihren Pop-Preis ROY. Die diesjährige Jury – bestehend aus Vertretern der Augsburger Medien, Kulturreferent Thomas Weitzel, der Popkulturbeauftragten Barbara Friedrichs, Modular-Festival-Leiter Christoph Elwert und den amtierenden Preisträgern – hat sich nun auf je drei Nominierte in den vier Kategorien verständigt. Jede Kategorie ist mit 1000 Euro dotiert. Als Künstler […]

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Matinée zum Mozartfest: „Das mächtige Häuflein“

Sonderkonzert im Rahmen des Mozartfestes 2018 Sarah Christian und die Augsburger Philharmoniker widmen sich in der Matinée zum Mozartfest am 10. Mai 2018 der Komponistengruppe „Das mächtige Häuflein“, bestehend aus Mili Balakirew, Cesar Cui, Alexander Borodin, Modest Mussorgski und Nikolai Rimski-Korsakow. Ihrem Vorbild Michail Glinka nacheifernd, machte es sich „Das mächtige Häuflein“ zur Aufgabe, der […]

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Brechtfestival: Stadt geht auf Distanz, Grüne zeigen sich begeistert

So verhuscht wie das Gerede der Eröffnung, so verhuscht war das gesamte Festival, das in der Augsburger Innenstadt weder Festival-Atmosphäre noch übersteigertes Publikumsinteresse generierte. Das Festival-Motto „Egoismus vs. Solidarität“ wurde plakatiert, aber nicht in einen Diskurs überführt, es gab zu wenig künstlerische Höhepunkte, keine Wertschöpfung in der Rezeption und keine Annäherung an das lyrische Werk. […]

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Brechtfestival: Finale und Fazit

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Brechtfestival: Fatzernation – Amphetamin statt Amphitheater

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Brechtfestival: Maxim Gorki Theater überzeugt mit „Dickicht“

Brechts „Dickicht“ als Gastbeitrag des Berliner Maxim Gorki Theaters im Rahmen des Augsburger Brechtfestivals überzeugt und beeindruckt, weil die Spannung und Sprachgewalt des Stücks hervortritt Von Dr. Helmut Gier Bei allem thematischen Überbau und ideologischem Tiefgang stellt es immer noch die vornehmste und wirksamste Aufgabe eines Brechtfestivals dar, dem Publikum die Begegnung mit herausragenden Künstlern, […]

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Brechtfestival Literatur: Liebhaber auf der Barrikade

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Malzeit
300 Millionen
Buergerbueros