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Dienstag, 21.01.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

Sport

FCA vs. Dortmund: Großes Spiel, bittere Niederlage für Augsburg

Der FCA hat am 18. Spieltag der Fußballbundesliga gegen Borussia Dortmund mit 3:5 verloren. In einer von beiden Seiten leidenschaftlich offensiv geführten Partie lagen die Augsburger 1:0 (zur Pause) , dann 2:0 (kurz nach der Pause) und schließlich mit 3:1 (55.) in Front. Dann kam Erling Haaland und der FCA ging unter.

FCA-Trainer Martin Schmidt setzte in der Offensive wieder auf “Tanker” Frederik Jensen und in der Mitte verteidigte unverständlicherweise erneut Tin Jedvaj, während der bessere Innenverteidiger, nämlich Felix Uduokhai, auf der Bank Platz nehmen musste.

Die Brechtstädter standen während des gesamten Spiels meistens sehr hoch und störten die Borussen tief in deren Hälfte, was zu Folge hatte, dass sich die spielstarken Gäste im Spielaufbau und in der Tempoaufnahme schwer taten, aber zu viel Platz hatten, wenn sie die erste Augsburger Defensiv-Linie überwinden konnten. So war nach einem langen Ball Thorgan Hazard im Augsburger Strafraum völlig frei, scheiterte aber an FCA-Torwart Tomas Koubek (4.). Wenig später hatte Marco Reus eine Riesenchance, als Jadon Sancho zurücklegte und der BVB-Kapitän aus kurzer Distanz den Körper nicht richtig hinter den Ball bekam (8.).

Dortmund vergibt eine Großchance nach der anderen

Die Borussia glänzte technisch und spielte schnellen Kombinationsfußball, blieb im Abschluss aber schwach – der FCA hielt mit Leidenschaft und Laufstärke dagegen. Und er kam nach und nach sogar zu Torchancen, doch den Direktschüssen von Baier und Richter fehlte die Präzision. Dann schoß Ruben Vargas ein Tor (21.), das in seiner Entstehung mit einer Abseitsstellung ermöglicht wurde, doch im Grunde wurde der FCA an die Wand gespielt: Sancho hatte viel Platz, als sein Schuss von der Strafraumgrenze knapp über die Latte ging (28.) und nur eine Minute später zielte erneut Reus freistehend aus kurzer Distanz daneben (29.). Hätten die Dortmunder nach 30 Minuten 3:0 geführt, wäre das Spiel entschieden gewesen, ohne dass sich jemand darüber gewundert hätte. Doch es sollte anders kommen, ganz anders.

Augsburg geht 1:0 in Führung

Nach einem schweren Hazard-Patzer, der Vargas in den Lauf passte, ließ Vargas auf der linken Seite Gegenspieler Lukasz Piszczek stehen und legte dann von der Grundlinie zu Florian Niederlechner zurück, der mühelos einnetzte: 1:0 für den FC Augsburg. Ein Resultat, das den Spielverlauf auf den Kopf stellte (34.). Mit der Führung im Rücken gaben die Augsburger das Pressing auf (ohnehin die falsche Taktik!), zogen sich zurück, verschoben gut und ließen bis zur Pause kaum noch etwas zu – und setzten wirkungsvolle Nadelstiche nach vorne (die richtige Taktik!). Philipp Max hatte bei einem Freistoß die Idee, das Leder nicht lang in den Strafraum zu schlagen, sondern schoß hart und flach in die Torwartecke, doch BVB-Torwart Roman Bürki war aufmerksam genug und entschärfte das krumme Ding (45.).

Fünf Tore in 16 Minuten: Irrer Schlagabtausch nach der Pause

Die zweite Halbzeit begann mit einem Kracher. 16 Sekunden waren gespielt, als das 2:0 fiel. Marco Richter sah, dass Bürki zu weit vor dem Tor stand, lief ein paar Meter und zog ab und der Ball schlug im langen Eck ein: 2:0 für den FCA (46.). Die Haupttribühne (eine Schande, die es nur in Augsburg gibt), war zu diesem Zeitpunkt noch ohne Zuschauer. Dieses Mal ließ die Antwort der Borussia allerdings nicht lange auf sich warten. Julian Brandt wurde im Strafraum angespielt, erdribbelte sich mit einem Kreisel Platz für einen Schuss, den man auch mal halten kann, doch von Koubeks Händen flog der Ball an den Innenpfosten und von dort prallte der Ball ins Netz. Während der BVB nun wilde Angriffe vortrug, lauerte der FCA auf Konter – und es gelang ein grandioser Konter: Über Richter und Jensen landete der Ball bei Vargas, der auf Max weiterleitete, und Max legte in die Mitte zurück, wo erneut Niederlechner richtig mitgelaufen war (55.) und aus Kurzdistanz einnetzte. Ein Supertor, ein Traumresultat, eine Mannschaft im Offensiv-Flow: Der FCA Richtung Europa League und in der virtuellen Tabelle in diesem Moment nur noch vier Punkte von Dortmund entfernt.

Der FCA hätte nach diesem Spielverlauf einen guten Trainer brauchen können. Doch von Außen kam kein Signal, als Haaland eingewechselt wurde. Zu hoch verteidigten die Augsburger ihre Führung und wurden bei diesem Spielstand im eigenen Stadion ausgekontert. Sancho spielte den kurz zuvor eingewechselten Erling Haaland frei, der zum 2:3 verkürzte (59.). Zwei Minuten später war es ein langer Ball bis knapp über die Mittellinie, den Sancho schön mitnahm und den Ausgleich besorgte. (61.) – es war der fünfte Treffer innerhalb von 16 Minuten. Der zahlreiche Dortmunder Anhang machte Stimmung auf dem Lechfeld.

Haaland killt Augsburg mit drei Treffer

Obwohl es erst Unentschieden stand, war der FCA bereits zu diesem Zeitpunkt geschlagen. Reus (62.) und Hazard (65.) hatten dicke Chancen, fanden ihren Meister in Koubek. Doch kurz darauf rauschte es ein viertes Mal im FCA-Netz. Nach einem langen Ball gegen eine erneut zu hoch stehende Viererkette sprinteten zwei Borussen allein auf das Augsburger Tor zu: Hazard umdribbelte Koubek und passte quer auf Haaland, der aus kurzer Distanz keine Probleme hatte, zum 4:3 für Dortmund einzuschieben (70.). Das war noch nicht das Ende, denn in der 79. Minute steckte Reus auf Haaland durch, der allein vor Koubek stehend mit seinem dritten Treffer das 3:5-Endresultat herstellte (79).

Am Samstag, 25. Januar, (15.30 Uhr) ist der FCA beim 1. FC Union Berlin zu Gast.

FCA: Tomáš Koubek; – Stephan Lichtsteiner; Jeffrey Gouweleeuw; Tin Jedvaj; Philipp Max; – Rani Khedira; Daniel Baier; Ruben Vargas; Marco Richter; Fredrik Jensen; – Florian Niederlechner;

Eingewechselt: Noah Sarenren Bazee (85.); Eduard Löwen (74.); –

Ausgewechselt: Daniel Baier (85.); Fredrik Jensen (74.); –

Auswechselbank: Andreas Luthe (TW); Mads Pedersen; Marek Suchý; Felix Uduokhai; Jan Morávek; André Hahn; Georg Teigl;

Tore :

1:0 Florian Niederlechner (34.)
2:0 Marco Richter (46.)
2:1 Julian Brandt (49.)
3:1 Florian Niederlechner (55.)
3:2 Erling Haaland (59.)
3:3 Sancho Jadon (61.)
3:4 Erling Haaland (70.)
3:5 Erling Haaland (79.)

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