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DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 16.07.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Kulturpolitik

Historische Feste: CSU geht auf Dirk Wurm los

Der Wahlkampf macht es möglich: Die CSU will den Fortbestand der „historischen Feste“ in Augsburg sichern und feuert dabei eine schwere Breitseite gegen Ordnungsrefent Dirk Wurm (SPD), der nach Sozialreferent Stefan Kiefer (SPD), Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) und Bildungsreferent Hermann Köhler (CSU) zum „neuen Watschenmann“ des Regierungsbündnisses „ernannt“ wurde.

So sah der Park am Roten Tor nach dem letzten historischen Fest aus © DAZ

Wie der Berichterstattung der Augsburger Allgemeinen vom 3. Juni 2019 zu entnehmen sei, sei weder eine konzeptionelle noch organisatorische Neugestaltung der Historischen Bürgerfeste erreicht worden. Auch eine erfolgsversprechende Handreichung durch das Ordnungsreferat – zuständig für die Koordination der Historischen Feste in Augsburg – zur Konzeption eines solchen Festes sei nicht erfolgt. „Diesem für alle Seiten unzufrieden stellenden Agieren soll ein Neuanfang unter inhaltlicher Federführung des Kulturreferates erfolgen“, so giftet die CSU gegen einen von ihr mitgewählten Referenten der Augsburger Stadtregierung. Gemeint ist Dirk Wurm, der nach Auffassung der CSU seine Zuständigkeit an Kulturreferent Thomas Weitzel abgeben soll.

„Was lange währt, wird niemals gut: So könnte man die seit Jahren andauernden Gespräche des zuständigen Ordnungsreferenten mit der IG Historisches Augsburg e.V. betiteln. Trotz Referatszuständigkeit und Sensibilisierung für die schwierige Situation der IG sind die Versuche der Dachorganisation der erfolgreichen und überregional aktiven historischen Vereine und Akteure der Stadt bei ihrer Neuaufstellung zur Hand zu gehen, erfolglos verlaufen.“ Mit diesem Monstersatz wettert die CSU gegen Dirk Wurm, der für die SPD als designierter Oberbürgermeisterkandidat gegen die CSU-Kandidatin Eva Weber antreten soll.

Die CSU-Fraktion schlägt nun „als letzten Rettungsanker“ vor, „dass die Verwaltung die IG in die Lage versetzt, ein zukunftsfähiges Konzept für die kommenden 10 Jahre zu erarbeiten“, so der Fraktionsvorsitzende Bernd Kränzle.  Die CSU-Fraktion im Augsburger Rathaus hat aus diesem Grund einen Antrag an Oberbürgermeister Kurt Gribl gestellt, die Neukonzeption und organisatorische Unterstützung in neue Hände zu geben.

„Ein neuer Festzyklus soll im Kontext von kulturhistorisch bedeutenden Daten der Augsburger Geschichte aufgesetzt werden. Der erste Aufschlag könnte bereits 2021 umgesetzt werden“, so der kulturpolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Andreas Jäckel. Im Jahr 2021 steht für Augsburg das 500-jährige Jubiläum der Fuggerschen Stiftungen an. Die Fürstlich und Gräfliche Fuggersche Stiftungs-Administration bereite aus diesem historischen Anlass ein weitreichendes Programm für das Jahr 2021 vor, das in Abstimmung mit dem Kultur- und OB-Referat auch die Einbindung der IG Historisches Augsburg e.V. vorsehe. Gespräche dazu haben mit den Vorständen der IG Historisches Augsburg e.V. bereits stattgefunden und deren Zustimmung gefunden.

„Zum Beispiel könnte im Rahmen des Festjahres rund um den historischen, authentischen Ort „Fuggerei“ in der Jakobervorstadt ein neues Stadtviertelfest initiiert werden, das bis in die Roten Torwallanlagen reicht“, so CSU-Stadtrat Benedikt Lika. Diese Konzeption könne unter Zuhilfenahme der veranstaltungserfahrenen städtischen Tochtergesellschaft „Augsburg Marketing“ erfolgen, die durch die Ausrichtung der Augsburger Sommernächte große Erfahrungswerte in der Veranstaltungsorganisation habe, wie es in einer Pressemitteilung der CSU heißt.

Entsprechende Gespräche hat das Kulturreferat unter Referent Thomas Weitzel bereits initiiert. „Ich freue mich, wenn endlich etwas vorangeht“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Leo Dietz, „damit die IG das längst versprochene Veranstaltungskonzept dem Stadtrat vorlegen kann.“ 

Gleichzeitig solle dem Verein die Möglichkeit zum finanziellen Weiterbestehen ermöglicht werden, damit die organisatorische und konzeptionelle Vorbereitung bis 2021 ohne Druck ermöglicht werden könne, heißt es in dem CSU-Papier. „Für solche Gespräche hat Finanzreferentin Eva Weber bereits ein offenes Ohr signalisiert“, so der CSU-Fraktionsvorsitzende Bernd Kränzle. Übersetzt heißt das, dass der Verein aus der Stadtkasse höhere Zuschüsse erhalten solle.

Ordnungsreferent Dirk Wurm stellte die Historischen Feste unter der Regie der IG Historisches Augsburg e.V. in Frage, zumal der Verein damit Defizite machte. Ginge es nach Wurm, würde die Stadt die historischen Feste in Eigenregie durchführen.

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Werner Egk: Appell der Schulfamilie an den Stadtrat

„Werner Egk als Namensgeber einer Schule – gemeinsam auf dem Weg zu einer für die Schule guten Entscheidung“, so diplomatisch bittet die Schulleitung, das Lehrerkollegium und der Elternbeirat den Stadtrat um eine Umbenennung. Nachdem die DAZ um eine Stellungnahme gebeten hatte, wird sie auch im Wortlaut veröffentlicht: „Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schulgemeinschaft wurde die […]

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Werner-Egk-Schule soll weiter so heißen – Für Umbenennung gibt es im Stadtrat keine Mehrheit

Als am 1. April 2019 Stadträtin Ingrid Fink (CSU) für ihre Fraktion Beratungsbedarf in Sachen „Umbenennung Werner-Egk-Schule“ anmeldete, zeigte sich der Bildungsausschuss des Augsburgers Stadtrats überrascht.  Schließlich war das Thema seit über zwei Jahren in der Stadt virulent, gab es eine unmissverständliche Empfehlung der „Kommission für Erinnerungskultur“, der die Schulleitung samt Elternbeirat folgte. Und es […]

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Bezirkstagspräsident empfängt neuen Regionalbischof

Seit Januar hat der evangelische Kirchenkreis Augsburg und Schwaben mit Axel Piper einen neuen Regionalbischof. Nun empfing Bezirkstagspräsident Martin Sailer den Kirchenvertreter in der Bezirksverwaltung in Augsburg zu einem Antrittsbesuch. „Den Wert unserer Gesellschaft können wir daran bemessen, wie wir mit schwächeren, kranken, benachteiligten Menschen umgehen“, stellte Bezirkstagspräsident Sailer fest. Einem drohenden Auseinanderdriften der Gesellschaft […]

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Eröffnung der neuen Brechtbühne im Gaswerk

Am morgigen Samstag, den 12. Januar ist es soweit: Das Staatstheater Augsburg feiert die Eröffnung seiner zweiten Interimsspielstätte, der neuen Brechtbühne im Gaswerk, mit der Uraufführung von William T. Vollmanns preisgekröntem Roman »Europe Central« in der Regie von Nicole Schneiderbauer. Die neue Gastronomie Ofenhaus Augsburg begrüßt das Publikum ab 18 Uhr in den neuen Räumen. […]

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Wie geht es weiter mit dem Mozarthaus?

Was unterscheidet die Mozarthaus-Affäre von Höhmannhaus-Affäre? Dies will nun Stadtrat Volker Schafitel (FW) wissen, der eine Anfrage an Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl gestellt hat.  Von Siegfried Zagler Thomas Weitzel ist seit 2010 Präsident der Deutschen Mozart-Gesellschaft (DMG). Damals war Weitzel Kulturamtsleiter der Stadt Augsburg. Im Mai 2014 wurde Weitzel vom Augsburger Stadtrat zum Augsburger Kulturreferenten gewählt. Das […]

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DMG-Präsidentschaft und Kulturreferent: Weitzel sieht keinen Interessenskonflikt

Thomas Weitzel ist seit 2010 Präsident der Deutschen Mozart-Gesellschaft und seit 2014 Kulturreferent der Stadt Augsburg. Die Deutsche Mozart-Gesellschaft (DMG) residierte bis vor Kurzem im städtischen Mozarthaus für 3,07 Euro pro Quadratmeter. Die Gesellschaft selbst erhält jährlich 12.000 Euro Fördergelder aus dem Stadtsäckel. Darin sieht Augsburgs Kulturreferent Thomas Weitzel keinen Interessenskonflikt oder gar eine Befangenheit […]

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Mozarthaus: In-sich-Geschäft zwischen Stadt und Mozart-Gesellschaft?

Die Höhmannhaus-Affäre scheint der Stadt auf die Füße zu fallen. Während sich das OB-Referat um die Abwicklung des Disziplinarverfahrens gegen den Leiter der Städtischen Kunstsammlungen bemüht – und während Kulturreferent Thomas Weitzel die Abgleichung des vermeintlichen Schadens abzuarbeiten hat, steht Augsburgs Kulturreferent Thomas Weitzel plötzlich selbst im Zwielicht. Von Siegfried Zagler Thomas Weitzel wurde im […]

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Stadträte des Augsburger Kulturausschusses diskutieren über „Politik und Utopien“

„Politik und Utopien“ so das Thema eines Frühschoppen-Gesprächs mit den Mitgliedern des Augsburger Kulturausschusses. Im Rahmen des Kulturprogramms zum Hohen Friedensfest findet am Samstag, den 4. August, von 10 bis 12 Uhr ein Frühschoppen in Brechts Bistro (Auf dem Rain 6) statt. Es besteht die Möglichkeit zu einem Weißwurst-Frühstück oder einer vegetarischen Alternative. Von Politikern […]

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Mehr Geld für Augsburgs Live-Clubs

Kulturausschuss bewilligt 60.000 Euro Förderung für die Popkultur-Szene in Augsburg und stärkt mit dieser Maßnahme das Kultursozialticket  Um den Standortfaktor Popkultur in Augsburg zu würdigen, hat der Kulturausschuss in seiner letzten Sitzung einstimmig eine Förderung für die Augsburger Club-Szene in Höhe von 60.000 Euro beschlossen. „Popkultur ist ein wichtiger Faktor für eine urbane Großstadt. Die […]

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