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Freitag, 03.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kulturpolitik

KARO [10]: Fünf Monate Aufbruch – und danach?

Fünf Monate Zwischennutzung, über sechzig beteiligte Initiativen und ein durchgehend volles Programm: Die Stadt Augsburg bewertet das Projekt KARO [10] im ehemaligen Kaufhaus Rübsamen als Erfolg. Doch bei aller Euphorie bleibt eine zentrale Frage offen: Was folgt daraus für die Zukunft der Innenstadt?

Von Bruno Stubenrauch

Fünf Monate lang ein Ort der Begegnung: KARO [10] in der Karolinenstraße (Foto: DAZ)

Von November 2025 bis Ende März 2026 diente KARO [10] als offener Raum für Kultur, Bildung, Soziales und Kreativ­wirt­schaft. Von Hip-Hop-Workshops über öffent­liche Chorproben bis hin zu Stadt­ent­wicklungs­debatten entstand ein viel­fältiger, niedrig­schwelliger Begegnungs­ort. Die Bandbreite der Formate zeigt: Der Bedarf an frei zugäng­lichen Räumen ist groß – ebenso wie das Interesse, diese aktiv zu bespielen.

Belebter Leerstand – Impulse für die Karolinenstraße

Auch stadtentwicklungs­politisch sieht sich die Stadt bestätigt. Temporäre Nutzungen wie KARO [10] könnten neue Dynamiken erzeugen, unter­schied­liche Zielgruppen anziehen und bislang wenig frequen­tierte Lagen beleben. Mit dem geplanten Einzug des Staats­theaters Augsburg in ein gegen­über­liegendes Gebäude wird diese Ent­wicklung zusätzlich verstärkt. Per­spek­tivisch soll eine kulturelle Achse zwischen Rathaus­platz, Karolinen­straße und Theater­viertel entstehen.

Erfolgsmodell mit offenen Fragen

KARO [10] ist nach „max neu[n]“ bereits die zweite erfolg­reiche Zwischen­nutzung im Zentrum. Die Stadt sig­nali­siert daher Offenheit für weitere Projekte dieser Art und ruft Eigentümer dazu auf, Leerstände temporär zur Verfügung zu stellen.

Doch genau hier setzt die Kritik an: Zwischen­nutzungen schaffen zwar Auf­merk­samkeit – lösen aber nicht das struk­tu­relle Problem dauerhaft leer­stehender Immobilien. Ohne lang­fristige Per­spek­tiven droht der Effekt punktuell zu bleiben.

Zwischen Signalwirkung und Realität

Das Projekt hat gezeigt, welches Potenzial in offenen Räumen steckt: kulturelle Teilhabe, neue Netzwerke und eine sichtbare Belebung der Innenstadt. Gleich­zeitig macht KARO [10] deutlich, wie sehr solche Impulse von zeitlicher Begrenzung geprägt sind. Die ent­scheidende Frage lautet daher weniger, ob Zwischen­nutzung funktio­niert – sondern, wie aus temporären Erfolgen dauer­hafte Strukturen entstehen können.

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