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Sonntag, 23.02.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

Kulturpolitik

Sanierung Staatstheater: SPD-Fraktion hält an der Alternative Gaswerk fest

Die SPD-Fraktion ist angesichts der zu erwartenden hohen Kosten für den Bauteil 2 (Neubau) des Staatstheaters davon überzeugt, dass das Gaswerk als Standort eine echte Alternative ist.

„Es gibt bis dato keine konkreten Aussagen, wie hoch die zu erwartenden Kosten für den Neubau sein werden. Fakt ist aber, dass trotz einer Überplanung, sprich Reduzierung der (Brutto-)Geschoßfläche des Neubaus Mehrkosten auf die Stadt Augsburg zukommen werden. Es leuchtet auch überhaupt nicht ein, weshalb vor zwei Jahren gegenüber dem Augsburger Stadtrat argumentiert wurde, dass für einen ordnungsgemäßen Betriebsablauf 28.000 Quadratmeter dringend benötigt werden, wenn jetzt 21.000 Quadratmeter ausreichen sollen. Da sind noch zu viele Fragen offen und die Zeit drängt“. So äußert sich Dr. Florian Freund, SPD-Fraktionsvorsitzender in einer Pressemitteilung.

Die SPD-Fraktion bringt aufgrund der befürchteten Mehrkosten eine dauerhafte Bespielung des Staatstheaters auf dem Gaswerkgelände ins Spiel: „Für die Ertüchtigung des Gaswerks wurden bisher weit über 100 Millionen Euro investiert. Dieses Geld wurde insbesondere für die Ertüchtigung des Ofenhauses und auch des Parkdecks verwendet, also für das Staatstheater. Diese Kosten müssen zur Theatersanierung herangezogen werden,“ so Freund.

SPD-Oberbürgermeisterkandidat Dirk Wurm bläst ins gleiche Horn: „Der vom Augsburger Stadtrat beschlossene Kostenrahmen für die Sanierung des Staatstheaters in Höhe von 189 Millionen Euro muss eingehalten werden. Die SPD-Fraktion wird einem überteuerten Neubau nicht zustimmen.“ Ungeklärt für Wurm auch der Gedanke, was mit dem Gaswerkareal passiert, sollte das Staatstheater ausziehen: „Alleine mit der Nutzung des Ofenhauses durch die freie Künstlerszene und mit dem Modular ist ein dauerhafter Betrieb auf diesem riesigen Gelände nicht sichergestellt. Um den Betrieb auf dem Gaswerk zukünftig kostendeckend bespielen zu können, muss ein großer Ankermieter, wie das Staatstheater dauerhaft ansässig sein. Wenn der größte Teil des Gaswerkareals brachliegt, wird es für die Stadt schwierig die freie Künstlerszene zu unterstützen. Durch millionenschwere Investitionen hat sich das Gaswerkareal von einer Industriebrache zu einem Kreativquartier weiterentwickelt.“

Um zu verhindern, dass sich die ehemalige Industriebrache nicht zu einer „Kulturbrache“ entwickelt, hält OB-Kandidat Wurm und die SPD-Fraktion an der Alternative der 2. Spielstätte des Staatstheaters auf dem Gaswerkareal fest.

 

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André Bücker: Es macht keinen Sinn, auf Dauer im Gaswerk zu bleiben

André Bücker, Intendant des Staatstheaters Augsburg, positioniert sich im Gespräch mit Jürgen Kannler bezüglich der Augsburger Theatersanierung. Für die DAZ ein Grund sich zu verneigen, denn schließlich steht aktuell das gesamte Bauteil 2 auf dem Prüfstand. Das Interview erschien zuerst in a3kultur und darf freundlicherweise von der DAZ “nachgedruckt” werden. “Ich gehe heute davon aus, […]

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Historische Feste: CSU geht auf Dirk Wurm los

Der Wahlkampf macht es möglich: Die CSU will den Fortbestand der “historischen Feste” in Augsburg sichern und feuert dabei eine schwere Breitseite gegen Ordnungsrefent Dirk Wurm (SPD), der nach Sozialreferent Stefan Kiefer (SPD), Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) und Bildungsreferent Hermann Köhler (CSU) zum “neuen Watschenmann” des Regierungsbündnisses “ernannt” wurde. Wie der Berichterstattung der Augsburger Allgemeinen […]

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Werner Egk: Appell der Schulfamilie an den Stadtrat

“Werner Egk als Namensgeber einer Schule – gemeinsam auf dem Weg zu einer für die Schule guten Entscheidung”, so diplomatisch bittet die Schulleitung, das Lehrerkollegium und der Elternbeirat den Stadtrat um eine Umbenennung. Nachdem die DAZ um eine Stellungnahme gebeten hatte, wird sie auch im Wortlaut veröffentlicht: “Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schulgemeinschaft wurde die […]

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Werner-Egk-Schule soll weiter so heißen – Für Umbenennung gibt es im Stadtrat keine Mehrheit

Als am 1. April 2019 Stadträtin Ingrid Fink (CSU) für ihre Fraktion Beratungsbedarf in Sachen “Umbenennung Werner-Egk-Schule” anmeldete, zeigte sich der Bildungsausschuss des Augsburgers Stadtrats überrascht.  Schließlich war das Thema seit über zwei Jahren in der Stadt virulent, gab es eine unmissverständliche Empfehlung der “Kommission für Erinnerungskultur”, der die Schulleitung samt Elternbeirat folgte. Und es […]

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Bezirkstagspräsident empfängt neuen Regionalbischof

Seit Januar hat der evangelische Kirchenkreis Augsburg und Schwaben mit Axel Piper einen neuen Regionalbischof. Nun empfing Bezirkstagspräsident Martin Sailer den Kirchenvertreter in der Bezirksverwaltung in Augsburg zu einem Antrittsbesuch. „Den Wert unserer Gesellschaft können wir daran bemessen, wie wir mit schwächeren, kranken, benachteiligten Menschen umgehen“, stellte Bezirkstagspräsident Sailer fest. Einem drohenden Auseinanderdriften der Gesellschaft […]

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Eröffnung der neuen Brechtbühne im Gaswerk

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Wie geht es weiter mit dem Mozarthaus?

Was unterscheidet die Mozarthaus-Affäre von Höhmannhaus-Affäre? Dies will nun Stadtrat Volker Schafitel (FW) wissen, der eine Anfrage an Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl gestellt hat.  Von Siegfried Zagler Thomas Weitzel ist seit 2010 Präsident der Deutschen Mozart-Gesellschaft (DMG). Damals war Weitzel Kulturamtsleiter der Stadt Augsburg. Im Mai 2014 wurde Weitzel vom Augsburger Stadtrat zum Augsburger Kulturreferenten gewählt. Das […]

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DMG-Präsidentschaft und Kulturreferent: Weitzel sieht keinen Interessenskonflikt

Thomas Weitzel ist seit 2010 Präsident der Deutschen Mozart-Gesellschaft und seit 2014 Kulturreferent der Stadt Augsburg. Die Deutsche Mozart-Gesellschaft (DMG) residierte bis vor Kurzem im städtischen Mozarthaus für 3,07 Euro pro Quadratmeter. Die Gesellschaft selbst erhält jährlich 12.000 Euro Fördergelder aus dem Stadtsäckel. Darin sieht Augsburgs Kulturreferent Thomas Weitzel keinen Interessenskonflikt oder gar eine Befangenheit […]

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Mozarthaus: In-sich-Geschäft zwischen Stadt und Mozart-Gesellschaft?

Die Höhmannhaus-Affäre scheint der Stadt auf die Füße zu fallen. Während sich das OB-Referat um die Abwicklung des Disziplinarverfahrens gegen den Leiter der Städtischen Kunstsammlungen bemüht – und während Kulturreferent Thomas Weitzel die Abgleichung des vermeintlichen Schadens abzuarbeiten hat, steht Augsburgs Kulturreferent Thomas Weitzel plötzlich selbst im Zwielicht. Von Siegfried Zagler Thomas Weitzel wurde im […]

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