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Dienstag, 10.01.2023 - Jahrgang 15 - www.daz-augsburg.de

Kulturpolitik

Kulturreferat richtet Stabsstelle für Stadtgeschichte ein

Das Augsburger Kulturreferat richtet eine Stabsstelle für Stadtgeschichte ein. Cosima Götz erschließt künftig epochenübergreifend die Geschichte der Stadt

Cosima Götz © Fabian Schreyer

Im Kulturreferat der Stadt Augsburg ist eine neue Stabstelle für Stadtgeschichte geschaffen worden. Historikerin Cosima Götz wird als erste Stelleninhaberin künftig epochenübergreifend die Geschichte der Stadt Augsburg erschließen. Ihren Auftrag sieht sie darin, stadtgeschichtliche Themen insbesondere der jüngeren Zeit auszumachen, institutionenübergreifend zu recherchieren und dann gemeinsam mit verschiedenen Einrichtungen der Stadt und mit Initiativen der Stadtgesellschaft einzelne Projekte zu entwickeln und umzusetzen.

Jobbeschreibung:

Die neu geschaffene Stelle, die auf das von der Stadt in Auftrag gegebene Kulturentwicklungskonzepts zurückgeht, dient nach Aussage von Jürgen K. Enninger, Referent für Kultur, Welterbe und Sport, auch dazu, einen eigenen Sammlungsbestand zur jüngeren Geschichte und zur Gegenwart der Stadt anzulegen: „Die Grundlagen für den Aufbau einer städtischen Sammlung zur Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie der Gegenwart der Stadt, unter die beispielsweise auch die Corona-Pandemie in Augsburg, die Solidarität mit den Geflüchteten aus der Ukraine und die Klimaproteste fallen, müssen jetzt gelegt werden. Dem kommen wir mit dieser neuen Stabsstelle nach. Cosima Götz verfügt dafür über breite einschlägige Erfahrungen im Sammlungsmanagement, besonders im gegenwartsbezogenen Weiterentwickeln von Sammlungen, unter anderem am Deutschen Historischen Museum in Berlin,“ so Enninger.

Götz: Wir planen ein Netzwerk zur Stadtgeschichte

Nach Aussagen Götzs und Enningers liegt der Schwerpunkt auf partizipativen Formaten, mit Augsburgerinnen und Augsburger Expertinnen und Experten für die Stadt, insbesondere für die Stadtteile. „Wir planen den Aufbau eines Netzwerks Stadtgeschichte. In Augsburg gibt es ungewöhnlich viele Ehrenamtliche, die die Geschichte ihres Stadtteils, ihres Vereins bzw. ihrer Community, eines historischen Ortes oder einer historischen Epoche dokumentieren und oft dazu auch eigene Sammlungen angelegt haben. Hier möchten wir Kontakte und Kooperationen fördern, Unterstützungsstrukturen aufbauen – und so diese Initiativen stärken“, erklärt Götz. Außerdem soll es ein Projekt zum Thema „Gemeinschaften in Augsburg“, ein partizipatives Ausstellungsprojekt zur Frage: „Was ist Stadtgesellschaft?“ geben. Verschiedene Vereine und Initiativen sollen zeigen, was sie zusammenbringt, wie ihre Gemeinschaft funktioniert, wo es Probleme gibt, was sie sich vom „Rest der Stadt“ wünschen.

Römisches Augsburg digital

Zudem arbeitet Cosima Götz am Projekt: „Römisches Augsburg digital“ – eine digitale Anwendung, die durch städtische Mittel und durch eine Drittmittelförderung möglich ist, gemeinsam mit Verantwortlichen der Stadtarchäologie in Kooperation mit der Regio Augsburg Tourismus GmbH.

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