Wendejahre
DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 21.05.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Theater

Die Toten haben das letzte Wort: Staatstheater Augsburg würdigt Heiner Müller

Nur einmal, aber einmalig! 

Bildnachweis: Staatstheater Augsburg

Leider, so muss hier betont werden, war die Würdigung „Die Toten haben das letzte Wort“ für den Dramatiker Heiner Müller (1929 bis 1995) nur ein einziges Mal zu sehen. Was aber die erkennbar an Sprache und hoher Schauspielkunst interessierten Besucher im Innenhof des Maximilianmuseums erleben durften, war im Doppelsinn des  Wortes einmalig. Sinnfällig unter der Adriaen de Vries-Bronze „Herkules bekämpft die Hydra“, jene mythologischen Größe, mit der sich der Dramatiker, Dichter, Essayist und Interviewpartner immer wieder auseinandergesetzt hatte, zeigten unter der Regie von Kalliniki Fili, die wechselnden Heiner-Müller-Darsteller Klaus Müller, Thomas Prazak, Sebastian Müller-Stahl, Daniel Schmidt, Ute Fiedler und Marlene Hoffmann, was den Theatermann bewegt hatte.

So  wurde ins Bewusstsein gerufen, wie der intellektuelle Geist Heiner Müller (Pseudonym Max Messer) es verstanden hatte, seinen Finger auf politische, literarische, auch die bildende Kunst betreffende Wunden zu legen. Zitate aus „Gesammelte Irrtümer 1 – 3“ verdeutlichten, dass Verstorbene vom Format eines Heiner Müller nicht tot sind und in dieser einem Irrenhaus gleichenden Welt (erste Spielszene) „das letzte Wort“ haben müssen. sc

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Käthchen von Heilbronn: Ernsthafter Klamauk mit schrägen Figuren

Kleists „großes historisches Ritterspiel“ gibt Rätsel auf: Kann eine so krude und skurrile Handlung ernst gemeint sein? Wohl eher nicht. Ist es eher als Parodie, als Klamauk oder als Märchen zu inszenieren? Von Halrun Reinholz  Mit diesen Fragen müssen sich Regisseure auseinandersetzen, die das Stück heute auf die Bühne bringen. Da gibt es einiges an Potenzial und Gestaltungsmöglichkeiten. […]

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»Mehr Drama, Baby!« – Die Theaterpädagogik-Show zum Mitspielen!

Unter dem Motto »Mehr Drama, Baby« findet am 3. Mai der fünfte bundesweite Tag der Theaterpädagogik statt. Anlässlich dieses Aktionstages hat das Staatstheater Augsburg die erste Theaterpädagogik-Show zum Mitspielen für alle Theaterbegeisterten kreiert. Die Frage »Was tun eigentlich Theaterpädagog*innen, wenn sie Theaterpädagogik machen?« wird somit theaterpädagogisch beantwortet: spielerisch, aktiv, kreativ, künstlerisch, darstellerisch, erlebnisorientiert, mit viel […]

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Theater: Die Sanierung des Großen Hauses beginnt

Am Montag, den 18. März fällt offiziell der Startschuss für die Sanierungsarbeiten des Großen Hauses im Rahmen der bis 2024 dauernden Generalsanierung des Staatstheaters. Die Kasernstraße wird dauerhaft gesperrt. Dies teilte die Stadt Augsburg am Donnerstag mit. Seit mehr als einem Jahr wurden im Großen Haus detaillierte Untersuchungen der Gebäudesubstanz durchgeführt. Jetzt starten erste Arbeiten, […]

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Tresenlesen Folge 4: »Tür auf, Tür zu«

Jahrelang hat das Schauspielensemble Augsburg die Theke und Bühne des hoffmannkellers bespielt, nun treibt die Theaterbaustelle die Künstler an die Tresen der Stadt. Hier lesen Schauspieler*innen des Augsburger Ensembles literarische Hochkultur ebenso wie populäre Gebrauchsliteratur in lockerer Atmosphäre – bei freiem Eintritt In Folge 4 geht es ums Drinnen und Draußen. Eine leibhaftige, sprechende Tür, eine […]

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Deutsch-arabisches Puppentheater im abraxas

Am Samstag, den 9. März um 15 Uhr zeigt das Kulturhaus abraxas in der Sommestraße 30 in Zusammenarbeit mit dem Freiwilligenzentrum Augsburg das Puppentheaterstück „Isaak und der Elefant Abul-Abbas“ des jüdischen Puppentheaters bubales. Es erzählt eine wahre Geschichte von einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer abenteuerlichen Reise von Bagdad nach Deutschland. Das Theaterstück ist zweisprachig auf […]

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Baal zum Brechtfestival: „Was ist er eigentlich?“

Brechts Baal: Ein komplexes, schwer zu vermittelndes Stück, an dem der Dichter immer wieder „herumgedoktert“ hat. Das Staatstheater Augsburg bringt es nun beim Brechtfestival als Beitrag zum Thema „Städtebewohner“ Von Halrun Reinholz Denn für den entfremdeten urbanen Menschen steht er auf jeden Fall. Er ist (Lebens-)Künstler und genau das ist der Ansatz von Mareike Mikat: […]

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Brechtfestival: Vom Leben auf der Straße

Ein Gastspiel des Berliner Ensembles eröffnet das Brechtfestival im Martinipark Zum dritten und letzten Mal ist Patrick Wengenroth der Macher des Augsburger Brecht-Festivals. Deshalb wird schon „beim Beginn vom Ende geredet“, wie Intendant André Bücker bei der Eröffnung launig verlauten ließ. Ein Schwerpunkt des Festivalleiters war von Anfang an die Einbindung der freien Theaterszene in Augsburg, […]

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Gottes Liebling im Schauspiel: Peter Shaffers „Amadeus“ als Beitrag des Theaters zum Mozart-Jubiläumsjahr

Die Premiere des Schauspiels „Amadeus“ am gestrigen Samstag ist gelungen, die Inszenierung im Martinipark hat das Zeug zum „Publikumsrenner“, wie DAZ-Autorin Halrun Reinholz feststellt. Mit einem „Miau“ macht sich Wolfgang Amadeus Mozart bemerkbar, bevor er die Bühne über den Zuschauerraum mit spektakulärer Akrobatik betritt und bei den Herren mit den verstaubten Perücken Verwirrung und Entsetzen auslöst. Seine […]

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Ballettpremiere Missing Link: Vielfalt in Grautönen

„Tanz ist Verwandlung des Raumes, der Zeit, des Menschen …“ Das Programmheft zum Ballettabend „Missing Link“ zitiert mit diesen Worten Augustus Aurelius. Was bedeutet es, wenn eine Ballettproduktion schon vor der Premiere restlos ausverkauft ist? Dass das Publikum den Ballett-Machern blind vertraut! In seiner zweiten Spielzeit als Ballettdirektor hat der bescheiden und sympathisch auftretende Ricardo Fernando […]

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300 Millionen
Buergerbueros
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