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Samstag, 25.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Der Manzu-Brunnen: Wir legen die Lanze nochmal ein!

Vergeblich fordert Pro Augsburg seit über einem Jahr eine Lösung für den Manzu-Brunnen. Augsburg ist die Stadt des Wassers, der Flüsse und der Brunnen. Wir haben mit der Maximilianstraße nicht nur ein großartiges Ensemble, sondern auch eine durch Brunnen betonte und belebte Stadtachse.

Nun wächst eine neue Stadtachse vom Bahnhof über den freien Königsplatz zum Merkurbrunnen. Den Auftakt setzt der wasserreiche Bechteler-Brunnen am Bahnhofsvorplatz. Bisher – und noch steht er – bildet der Manzu-Brunnen das Zentrum des neuen freien Königsplatzes.

Die Brunnen spenden Augsburger Identität und sind Ausdruck unserer Lebensart, unseres Klimas und unseres Reichtums an Naturressourcen im Vorland der Alpen in der Schwäbisch-Bayrischen Hochebene.

v.l.: Bechteler-Brunnen, Manzu-Brunnen, Merkur-Brunnen

Nach Meinung von Pro Augsburg soll das Zentrum des neuen Königsplatzes ein Brunnen sein, der Manzu-Brunnen soll bleiben – eventuell verschoben oder nach dem Umbau wiederinstalliert werden. Aber die Figur ihres Wasserstroms berauben – das sollte in der Brunnenstadt Augsburg tabu bleiben. Das allerdings sahen Pläne vor. Die Figur sollte des Wassers beraubt auf einem Sockel am Rande des neuen Königsplatzes platziert werden, ein klarer faux pas, der in seiner Insensibilität eigentlich den Stadtheimatpfleger auf den Plan rufen müsste.

Der Plan veranlasste mich im Juni 2010 an Herrn OB Gribl einen offenen Brief zu schreiben und den Erhalt des Ensembles einzufordern.

Der kulturpolitische Sprecher von Pro Augsburg, Prof. Dr. Rolf Harzmann, nimmt nun auch Stellung und schlägt – wenn überhaupt eine Verlegung angedacht werden muss – einen alternativen Standort am Ulrichsplatz vor. Aber lesen sie bitte selbst:

  • „Ein groß aufgemachter AZ-Artikel vergangene Woche hat uns wissen lassen, dass die städtische Bauverwaltung ein Weiterbestehen des Manzu-Brunnens an gleicher Stelle für technisch nicht machbar hält. Schon diese Botschaft überrascht, weil die Behörde mit keinem Wort darüber informiert, dass Pro Augsburg beginnend bereits vor einem Jahr (!) und seitdem mehrfach wiederholt Lösungsvorschläge benannt bzw. beantragt hat, sich mit dieser Thematik ausreichend früh zu befassen.

     

    Die Überraschung gerät dann aber zur heftigen Verblüffung, da im gleichen Artikel mitgeteilt wird, dass man gedenke, die Brunnen-Figur zunächst einzumotten und dann – nach Rücksprache mit dem Spender (IHK) – an einem geeigneten Ort wieder aufzustellen – wohlgemerkt ohne Brunnen. Dass damit ein – übrigens herausragendes – Gesamtkunstwerk sinnentleert bzw. zerstört werden würde, scheint denen, die diesem absurden Gedanken nachhängen, nicht klar zu sein. Kunstsachverständige würden da von Banausentum sprechen, wir – selbstverständlich wesentlich mitfühlender – von einem allerdings gravierenden Fehler, den man schleunigst revidieren muss.

     

    Falls es denn tatsächlich so sein sollte, dass der – im übrigen sehr wertvolle – Brunnen aus unabweislichen technischen Gründen an seinem bisherigen Platz definitiv nicht bleiben kann (was wir bezweifeln), muss im Konsens mit der IHK ein der Bedeutung dieses Kunstwerks angemessener neuer Standort gefunden werden.

     

    Was wäre da idealer als der Ulrichsplatz (auf dem einmal vor vielen Jahren schon einmal eine Brunnenfigur gestanden hat (heute im Max-Museum)? Man stelle sich vor: Das Manzu-Mädchen mit den Füßen im Brunnenwasser – hinter sich die beiden Ulrichskirchen – blickt voller Begeisterung auf die dann in ganzer Länge wieder hergestellte Pracht der Maximilianstraße.“

 

Augsburg, 1. Juli 2011

Dr. Werner Lorbeer

Stadtrat Pro Augsburg

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