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Dienstag, 09.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Lange Nacht der Wissenschaft: Forschen, Staunen und Mitmachen – kostenlos in der Augsburger Innenstadt

Am Samstag, 4. Juli 2026, verwandelt sich die Augsburger Innenstadt von 18.30 bis 23 Uhr in eine lebendige Wissens­landschaft. Zur vierten „Langen Nacht der Wissen­schaft“ laden die Uni­versität Augsburg, die Tech­nische Hochschule Augsburg und die Stadt gemeinsam ein – der Eintritt ist frei.

Von Bruno Stubenrauch

Cover des Programmhefts

Kein Numerus Clausus, kein Stu­dien­ab­schluss nötig: Wer immer schon mal „Uni­luft schnup­pern“ wollte, be­kommt am ersten Juli­wochen­ende die beste Ge­le­gen­­heit dazu. Fünf zent­rale Orte in der Innen­stadt öff­nen ihre Türen – das Rat­haus, die Stadt­büche­rei, das Leopold Mozart College of Music, das Welt­erbe-Info­zentrum und das Maxi­milian­museum. Das Motto lautet: „Stu­dieren, Pro­bieren und Expe­ri­men­tieren für Groß und Klein.“

Den offiziellen Auftakt machen um 18.30 Uhr in der Stadt­büche­rei Ober­bürger­meister Dr. Florian Freund, Uni­versi­täts­präsi­dentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel sowie THA-Präsi­dent Prof. Dr. Dr. h.c. Gordon Thomas Rohrmair mit ihren Gruß­worten. Direkt im Anschluss folgt bis 20 Uhr das erste große High­light: der Science Slam. Wissen­schaft­le­rinnen und Wissen­schaft­ler präsen­tieren ihre Forschungs­themen in kurzen, kreativen Vorträgen – unter­halt­sam, zugäng­lich, ohne Fach­chinesisch. Moderiert wird der Abend von Horst Thieme.

Von Krebstherapie bis Drohnenschwarm

Ab 20 Uhr startet stündlich ein neues Vortrags­programm mit einem breiten Themen­spektrum. Klimaschutz-Fans erfahren, wie eine „AirTrack-Tram“ die Luft­qualität im Stadt­gebiet misst oder wie Beton zum „grünen Super­helden“ werden kann. Wer sich für Künstliche Intelli­genz inter­essiert, erfährt, warum Cyber­krimi­nalität inzwischen einen eigenen „Gangsta’s Paradise“-Soundtrack verdient – und wie Film­klassiker helfen, Techno­logie zu erklären. Aus der Medizin gibt es Einblicke in perso­nali­sierte Krebs­therapien, evidenz­basierte Natur­heilkunde sowie die Zusammen­hänge zwischen Allergien, Neuro­dermitis und Umweltmedizin.

Wer es etwas skurriler mag: Ein Mathematik-Vortrag zeigt, wie sich gefälschte Wahlen oder frisierte Wirt­schafts­daten rechne­risch entlarven lassen. Und wer glaubt, über die Römer im antiken Augsburg schon alles zu wissen, darf sich auf eine historische Über­raschung freuen.

Mitmachen, anfassen, ausprobieren

Neben den Vorträgen gibt es von Beginn bis 23 Uhr zahlreiche inter­aktive Stationen. Im Goldenen Saal des Rathauses – ja, der histori­sche Prunkraum ist tat­sächlich geöffnet – können Besuche­rinnen und Besucher live mit Chatbots experi­men­tieren, per VR-Brille in virtuelle Welten eintauchen oder einen autonomen Drohnen­schwarm beim Kräfte­messen mit einem Hunde­roboter beobachten. Begrüßt werden die Gäste dort vom humano­iden Roboter Karla. Im Unteren Fletz zeigen die Techno­logie­transfer­zentren, was in Sachen 3D-Betondruck, Wasser­stoff-Leichtbau und autonomem Fahren schon heute möglich ist – das Formula-Student-Team „StarkStrom“ der THA präsentiert seine selbst konstru­ierten Fahrzeuge.

Für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren gibt es eigene Angebote: Die KinderUni im Leopold Mozart College erklärt, wie Schmerz im Gehirn entsteht, und in der Stadt­bücherei warten ein Rätsel-Areal sowie ein Crashkurs zum fairen Umgang mit Bildern und Texten im Netz.

Praktische Infos

Das Welterbe-Infozentrum zum histori­schen Augs­burger Wasser­manage­ment­system kann bis 20 Uhr frei besichtigt werden. Die Stadt bittet darum, mit Bus, Tram oder Fahrrad anzureisen. Für das leibliche Wohl sorgen das Stadtcafé am Ernst-Reuter-Platz, eine Getränkebar von Feinkost Glück im Unteren Fletz des Rathauses sowie ein Eisstand von Space Eis im Innenhof des Leopold Mozart College. Alle Veran­stal­tungen sind kostenlos und ohne Anmeldung zugänglich.


Das vollständige Programm ist unter augsburg.de/lndw abrufbar.

Deep Link zum Programmheft (pdf 3,27 MB, via augsburg.de)