DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Samstag, 25.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Neubau des AWO Senioren­heims Augsburg-Herrenbach eingeweiht

Mit einer symbolischen Schlüssel­übergabe durch Architekt Michael Amberg (Höss Amberg + Partner) hat die AWO Schwaben am 24. Juli den Neubau des AWO Senioren­heims Augsburg-Herren­bach offiziell eingeweiht. An der Feier nahmen auch Bayerns Gesund­heits- und Pflege­ministerin Judith Gerlach und Klaus Holetschek, Fraktions­vor­sitzender der CSU-Land­tags­fraktion, teil.

Von Bruno Stubenrauch

Der offene Eingangsbereich mit viel Tageslicht und Pflanzen heißt Bewohner und Besucher willkommen

Insgesamt 22 Millionen Euro hat das Großprojekt gekostet, gefördert vom Freistaat Bayern mit rund 4,2 Milli­onen Euro nach der Richt­linie „PflegesoNah“. „Durch die staat­liche Förderung reduziert sich der Investi­tions­kosten­anteil für unsere Bewohne­rinnen und Bewohner und auch der Bezirk profi­tiert“, erklärte AWO-Präsi­dentin Brigitte Protschka. „Wir wollen älteren Menschen nicht nur einen Pflege­platz anbieten, sondern ein Zuhause, in dem sie sich sicher, geborgen und wert­geschätzt fühlen.“

Nachhaltige, lichtdurchflutete Architektur

Bereits Anfang Juni konnten alle Bewohner aus dem Altbau in den vier­stöckigen Neubau in der Matthias-Claudius-Straße umziehen. Das Haus bietet 106 Pflege­plätze und überzeugt durch eine licht­durch­flutete Archi­tektur mit großen Fenstern. Die einzelnen Etagen erhielten Augsburger Namen – „Sieben­tisch­wald“, „Fuggerei – am Roten Tor“, „Lechauen – Herrenbach“ und „Hofgarten – Botani­scher Garten“ – und wurden ent­sprechend farblich und mit Bildern gestaltet.

Nachhaltigkeit spielte eine große Rolle: Der Neubau wurde nach „KfW 40 Nach­haltig­keit“ gebaut, nach Kriterien der Deutschen Gesell­schaft für Nach­haltiges Bauen (DGNB) zerti­fiziert, mit Fernwärme beheizt und verfügt über eine Photo­voltaik­anlage sowie 700 Quad­rat­meter begrünte Dachfläche.

Pflegeplätze für unterschiedliche Bedürfnisse

Ministerin Judith Gerlach betonte: „Gute Pflege soll den Menschen ermög­lichen, sich wohl­zufühlen und Teil ihres vertrauten Umfelds zu bleiben.“ Der Neubau in Augsburg sei ein starkes Beispiel: Hier seien 106 moderne Dauer­pflege­plätze entstanden, auf unter­schied­liche Bedürf­nisse zuge­schnitten.

Im Erdgeschoss gibt es einen geschützten Wohn­bereich für 16 demenz­erkrankte Personen mit klaren Kontrasten, Orien­tierungs­hilfen und einem eigenen Geronto­garten. Eine große Dach­terrasse, Cafeteria sowie zahlreiche Aufent­halts- und Gemein­schafts­räume schaffen ein modernes Wohnumfeld.

AWO fordert verlässliche Förderung

Die AWO Schwaben nutzte die Einweihung auch für einen Appell: Vorstands­vor­sitzender Dieter Egger forderte eine regelhafte, verläss­liche Investi­tions­kosten­förderung durch die Politik, um Bewohner und Träger dauerhaft zu entlasten.

Bewohner-Treffpunkt: Jedes Stockwerk verfügt über einen offenen Küchen- und Aufent­halts­bereich (Bilder: JonsiDesign / Jonas Micheler)


Über die AWO Schwaben:

Der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Schwaben e.V. wurde 1927 gegründet und ist mit rund 100 Ein­richtungen und über 2.800 Mit­arbeiter einer der größten sozialen Dienst­leister in Schwaben. Im Mittel­punkt seiner Arbeit in den Bereichen Alten-, Kinder-, Jugend- und Behinder­ten­hilfe stehen Menschen mit ihren indi­vidu­ellen Bedürfnissen.