Eine Gartenschau für Augsburg?
Expertinnen und Experten diskutieren Chancen
Kann eine Landes- oder Bundesgartenschau Augsburgs Stadtentwicklung voranbringen? Mit dieser Frage hat die SPD-Landtagsabgeordnete Anna Rasehorn rund 30 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft zu einem Rundgang und Fachgespräch eingeladen. Oberbürgermeister Dr. Florian Freund und Umweltreferent Frank Pintsch waren ebenfalls dabei. Die Idee: Eine Gartenschau mit Schwammstadtmaßnahmen und dem Augsburger Wasser-Weltkulturerbe verbinden.
Von Bruno Stubenrauch
Anna Rasehorn und Frank Pintsch an der Kahnfahrt
Der Rundgang startete am Augustusbrunnen und führte zu weiteren Stationen des UNESCO-Wasserweltkulturerbes. Im Mittelpunkt standen mögliche Flächen, thematische Schwerpunkte und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung.
Anna Rasehorn, MdL, erklärte: „Das Thema Wasser begleitet mich seit Jahren – ob Hochwasser oder Hitze, beides hängt mit der Fähigkeit unserer Böden zusammen, Wasser zu speichern. Genau hier setzt eine Gartenschau an: Flächen werden entsiegelt – immer mit dem Anspruch, durch die Begrünung mehr Lebensqualität für die Menschen vor Ort zu schaffen. Die Diskussion heute hat mir gezeigt, dass eine große Begeisterung für die Idee vorhanden ist, die Entwicklung unserer Stadt durch eine Gartenschau voranzubringen.“
Idee steht bereits in der Kooperationsvereinbarung
Oberbürgermeister Dr. Florian Freund betonte: „Als neue Stadtregierung haben wir in der Kooperationsvereinbarung festgehalten, dass wir uns mit der Idee einer Landes- oder Bundesgartenschau auseinandersetzen werden. Erfahrungen anderer Städte zeigen: Landesgartenschauen schaffen bleibende Werte – neue Parks, Wege, Brücken und Grünräume, die über Jahrzehnte wirken. Eine Gartenschau ist kein Prestigprojekt, sondern ein Hebel für die Zukunft Augsburgs.“
Frank Pintsch, Referent für Umwelt und Ordnung, hob das Potenzial hervor: „Eine Landes- oder Bundesgartenschau ist keine Veranstaltung für wenige Monate, sondern ein Stadtentwicklungsprojekt für Jahre. Sie bietet die Chance, Entsiegelung, Begrünung und das Leitbild der Schwammstadt sichtbar umzusetzen. Zugleich können innovative digitale Lösungen zeigen, wie eine moderne Stadt funktioniert.“ Augsburg könnte damit ein starkes Zeichen für mehr öffentliches Grün, Lebensqualität und digitale Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert setzen.





