Wassercent kommt
Stadtwerke geben neue Abgabe an Kunden weiter
Ab dem 1. Juli wird in Bayern der sogenannte Wassercent erhoben. Auch für die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Augsburg (swa) wird Trinkwasser damit teurer. Nach Angaben der swa handelt es sich dabei jedoch nicht um eine zusätzliche Einnahmequelle des Versorgers.
Von Bruno Stubenrauch
Ab dem 1. Juli wird in Bayern der „Wassercent“ erhoben. Deshalb passen auch die swa ihre Trinkwasserpreise an (Foto: swa/ Thomas Hosemann)Der Freistaat erhebt künftig von den Wasserversorgern zehn Cent je Kubikmeter geförderten Grundwassers. Diese ziehen die Abgabe über die Wasserrechnung ein und führen sie an den Staat ab. Für die Verbraucher macht sich dies mit einer Erhöhung des Arbeitspreises um 13 Cent je Kubikmeter bemerkbar.
Für die swa ergebnisneutral
Warum aus dem „Wassercent“ auf der Rechnung 13 Cent werden, erklärte swa-Pressesprecher Jürgen Fergg auf Nachfrage der DAZ: Neben der Mehrwertsteuer seien darin auch die auf den Wasserpreis erhobene Konzessionsabgabe sowie zusätzliche Verwaltungs- und Betriebskosten enthalten. Die Maßnahme sei für die swa „ergebnisneutral“, da die zusätzlichen Einnahmen vollständig durch entsprechende Aufwendungen aufgebraucht würden.
Zusätzlich zum Wassercent erhöhen die Stadtwerke zum 1. Juli auch den Grundpreis pro Wasseranschluss. Als Gründe nennen die swa gestiegene Baukosten, Investitionen in Brunnen und Leitungsnetze sowie zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.
Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt in einem Mehrfamilienhaus rechnen die Stadtwerke insgesamt mit Mehrkosten von rund 1,80 Euro pro Monat. In einem Einfamilienhaus fällt die monatliche Mehrbelastung mit etwa 5,20 Euro höher aus.
Die Einnahmen aus dem Wassercent sollen nach Angaben des Freistaats unter anderem für den Trinkwasserschutz, eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung und Maßnahmen zur langfristigen Wassersicherheit verwendet werden.




