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Mittwoch, 22.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Augsburger Kunstförderpreisträger 2011 stehen fest

Fünf Preisträger ausgezeichnet

In seiner jüngsten Sitzung hat der Kulturausschuss die Preisträger des Kunstförderpreis 2011 der Stadt Augsburg beschlossen. Ausgeschrieben waren im Jahr 2011 die Bereiche Architektur, Ballett, Bildende Kunst, Literatur und Musik.

Die Sparte Musik, in der mehrere jährlich abwechseln, war 2011 ausgeschrieben für die Sparte Jazz und Komposition Jazz. Insgesamt nahmen 37 Bewerber teil. Die Preisträger erhalten jeweils 2.800 Euro und eine Urkunde, die im Rahmen der öffentlichen Preisverleihung am Donnerstag, 1. Dezember, um 19.30 Uhr im Goldenen Saal des Rathauses feierlich überreicht wird.

* Im Fachbereich Architektur erhielt den Kunstpreis der Architekt Armin Daam. Die Jury zeigte sich beeindruckt von drei seiner Projekte – einem Erweiterungsbau für die Grundschule Baiersbrunn, das Polizeipräsidium in Rosenheim und die Mensa für zwei Münchner Gymnasien, in denen Daam „seinen differenzierten Umgang mit dem vorgefundenen städtebaulichen Umfeld“ dargestellt habe. „Diese intensive Auseinandersetzung mit dem Bestand sowie mit den künftigen Nutzergruppen und Funktionen der Neubauten führte in jedem Fall zu einer grundsätzlichen anderen Materialentscheidung, die perfekt bis ins Detail der Innenräume konsequent durchgehalten wird.“ Die klare und sachliche Handschrift des Architekten, so die Jury weiter, sei „bei aller Verschiedenheit der Gebäude und Aufgabenstellungen deutlich ausgeprägt und gerade durch den Verzicht auf sich wiederholende Elemente unaufdringlich wiedererkennbar.“

Ballettkarriere in Berlin

* Im Bereich Ballett wurde Alexander Arnold prämiert. Die Entwicklung des Tanzes im 21. Jahrhundert, so die Jury, habe die Rolle der Männer im Tanz gestärkt. Es sei deshalb „eine große Freude, das Talent eines jungen Mannes zu erkennen.“ Arnold nutze derzeit seine lokale Bekanntheit für eine vielversprechende Karriere auf professioneller Ebene. Arnold wird studiert seit August diesen Jahres an der Staatlichen Ballettschule Berlin weiter studieren, wo er, so die Jury, „sein Potenzial ausbauen muss, um in das professionelle Tänzerleben einsteigen zu können. Die höchst konkurrenzbetonte Trainingsatmosphäre der Schule wird ihn mit anderen entschlossenen und talentierten Mitstudenten zusammenbringen. Die Jury ist überzeugt, dass Alexander die Stärke und die Willenskraft hat, weiterhin zur Spitze zu gehören und durch seine Bestrebungen auf die ganz große Bühne zu kommen.“

* Der Holzbildhauer Florian Fiener ist Preisträger im Fachbereich Bildende Kunst. Die Jury begründet dies mit der „langjährigen und werkübergreifenden Konsequenz innerhalb des künstlerischen Schaffens von Florian Fiener. Grundlage seiner Arbeiten seien „persönliche Erfahrungen, Erlebnisse, Gefühle oder Umfelder und weniger kunstimmanente theoretische Überlegungsansätze.“ Fiener gelinge es mit seinen plastischen Arbeiten, seine Ideen überzeugend und für den Betrachter nachvollziehbar umzusetzen. „Er bedient sich hierbei sowohl einer konkreten, als auch abstrakten Formensprache. Der Künstler überrascht immer wieder durch seine spielerische Herangehensweise, die absurd hintergründig und gleichzeitig auch sozialkritisch ist.“ Die künstlerische Qualität des Werkes von Florian Fiener zeige sich aber auch „in der souveränen handwerklichen Umsetzung, die sich zum einen der Oberflächlichkeit des industriellen Massenprodukts bedient und zum anderen die Spuren des ‚Gemachten‘ bewusst sichtbar werden lässt.“

Roman über eine Kindheit in Hochzoll

* Im Fachbereich Literatur wird Thomas von Steinaecker ausgezeichnet. Die Jury lobt an seinen Büchern die „Unmittelbarkeit und Konkretheit der Charakterzeichnung“, die „alltäglichen Dialoge und lebensnahen Gemütsverfassungen“ in seinem „Schreiben am Puls der Zeit“ unter Verwendung einer „biegsamen, bewusst unprätentiösen Sprache“ und geht dann auf seien Roman „Geister“ ein, der „auch ein versteckter Augsburg-Roman“ sei: Beschrieben wird „Geister“ eine Kindheit in Hochzoll zwischen Zoo und Diesel-Gymnasium. Und im Schlussbild des Romans kommt sogar ein Augsburger „Medienheld“ vor: der Räuber Hotzenplotz aus der Augsburger Puppenkiste.

* Im Fachbereich Musik (Jazz und Komposition Jazz) schließlich wird Jan Kiesewetter ausgezeichnet. Der 28jährige Saxophonist zeichnet sich laut Jury „durch hoch entwickelte Instrumentalfertigkeit, musikalische Präsenz, Reife und Souveränität im Vortrag aus.“ Seine „faszinierende Balance im Umgang mit der Jazztradition einerseits und einer individuellen künstlerischen Konzeption andererseits“ habe ebenso gefallen wie „interessante und geschmackvolle Arrangements und Bearbeitungen von Jazzstandards“ auch „Eigenkompositionen und hohe Improvisationskunst“ haben die Jury überzeugt. Der Preisträger, so die Jury abschließend, lasse auf eine „vielversprechende Profikarriere“ hoffen.

Zusatzpreise gingen an die 18jährige Balletttänzerin Laura Mrochen und den 17-jährigen Geiger Sandor Roj.

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Biennale-Konzept: Grab unter Beschuss

Kulturbürgermeister Peter Grab ist gestern wegen seines Biennale-Konzeptes schwer unter Beschuss geraten. Die Opposition warf ihm „Unfähigkeit“ vor. Nach seinen „zahlreichen Flops – Öffnungszeiten Bücherei, Zerschlagung Stabi, KuSpo, Theatercontainer und Schließung der Komödie“ – habe Grab mit dem Biennale-Konzept einen weiteren hinzugefügt. So was nennt man dann wohl „Bauchlandung“, so Karl-Heinz Schneider (SPD), der das Scheitern des Grab-Konzeptes im vergangenen Kulturausschuss sehr markig, aber kaum inhaltlich kommentierte. „Bereits nach dem Hearing [...]

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Verfluchter Frühling im Thalia

Am kommenden Sonntag, 16. Oktober, zeigt der italienische Dokumentarfilmer Fulvio Grimaldi seinen Film „Maledetta primavera“, zu Deutsch: Verfluchter Frühling. Grimaldis Aufnahmen entstanden bei seinen Rundreisen in Libyen im April und Mai 2011 und tragen den Untertitel „Die Araber zwischen Revolution, Konterrevolution und den Angriffen der Nato“. Für den italienischen Journalisten hat nach der Befreiung von türkischer Fremdherrschaft und vom Kolonialismus nach dem zweiten Weltkrieg jetzt die dritte Etappe des Freiheitskampfes [...]

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Museum auch für die Ohren

Schüler erarbeiten Audioguide fürs tim Für Kinder wird ein Besuch im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) in Zukunft noch spannender. Dort läuft unter Umständen ein mehrmonatiges Gemeinschaftsprojekt, in dem 33 Augsburger Grundschüler zusammen mit dem tim und der „Stiftung Zuhören“ bis kommenden Februar einen Audioguide für Kinder entwickeln. Professionelle Anleitung bekommen die Mädchen und Jungs dabei von Medienprofis des Bayerischen Rundfunks. Die Schülerinnen und Schüler 3. und 4. Klasse der Luitpold-Grundschule [...]

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„Wir haben den Hunger satt“

„Wir haben den Hunger satt“ – das ist der Titel eines Vortrags des Agrarwissenschaftlers Wilfried Bommert anlässlich des bevorstehenden Welternährungstages der Vereinten Nationen. Veranstaltet wird der Vortrag von der Arbeitsgemeinschaft „Bildung und Nachhaltigkeit“ und dem Forum „Eine Welt Augsburg“ am heutigen Mittwoch, 12. Oktober, um 19.30 Uhr im Oberen Fletz des Rathauses. Thema ist sind aktuelle […]

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Staatstrojaner: Jusos Augsburg fordern personelle Konsequenzen

Der vom Chaos Computer Club sezierte Staatstrojaner beschäftigt auch die Augsburger. Zumindest die hiesigen Jusos halten die „Spitzelsoftware“ sowohl für verfassungswidrig als auch deren mehrmaligen Einsatz für strafbar. Silvio Heidbüchel, Stellvertretender Vorsitzender der Jusos Augsburg, lässt deshalb eine Strafanzeige gegen den bayrischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) prüfen. „Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik […]

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Kulturausschuss lehnt Biennale-Konzept ab

Der Kulturausschuss hat in seiner Sitzung am gestrigen Montag die Beschlussvorlage des Kulturreferenten Peter Grab „Konzept Veranstaltungsreihen in Augsburg 2012 – 2021 im Kontext mit der Haushaltskonsolidierung“ abgelehnt. „Um es nicht allzu spannend zu machen: Die CSU stimmt der Vorlage nicht zu“, so Andreas Jäckel, kulturpolitischer Sprecher der CSU nach einer phasenweise erhitzten Aussprache, in […]

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Beerdigung erster Klasse für das Biennale-Konzept

Kommentar von Siegfried Zagler Peter Grabs Biennale-Konzept war bereits nach dem Hearing am 14. September gestorben. Gestern wurde es im Kulturausschuss beerdigt. Damit ist das Grab-Konzept ohne Wenn und Aber gescheitert. Mit der Formulierung („Die vom Kulturreferat angestoßene Diskussion zur Zukunft der Augsburger Veranstaltungsreihen soll (…) weitergeführt werden“) hat der Kulturausschuss dem Kulturreferenten immerhin den […]

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„Das Stadttheater von heute muss bereit sein, sich zu verändern“

Sebastian Seidel im DAZ-Interview über die Zukunft des Theaters Wenn man in Augsburg über die Rolle des so genannten „Off-Theaters“ spricht, fällt als erstes der Name Seidel. Dr. Sebastian Seidel hat in Augsburg Literaturwissenschaft studiert und sich bereits in den Neunzigern mit dem Germanisten-Theater über die Universität hinaus einen soliden Ruf erarbeitet. Seit mehr als […]

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Preziosen aus der Kleistschen Sprachwerkstatt

Rolf Boysen las im Großen Haus „Die Marquise von O.“ Von Frank Heindl Kraftvoll betritt er die Bühne: Rolf Boysen ist im Frühjahr 91 Jahre alt geworden – doch die merkt man ihm nicht an. Die ganze „Marquise von O.“ des Heinrich von Kleist will er lesen, und so kraftvoll, heftig und pathetisch, wie er […]

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Windenergie: Zeit, dass sich auch für die Bürger etwas dreht!

Windenergie: Zeit, dass sich auch für die Bürger etwas dreht!
Wie kann unsere Energiewende bürgernah, kommunal und zügig umgesetzt werden? Christine Kamm lädt zur Informationsveranstaltung nach Augsburg ein.

Windtagung
Samstag, 15. Oktober 2011
10 bis 14 Uhr
Forum Annahof

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Die „Zwei-Mann-Baushow“

Die „Zwei-Mann-Baushow“
Linie 6, KÖ, Hbf, CFS, Container – über 40 städtebauliche Projekte gaukeln in dieser Stadt mit viel Geld für Planung und Umsetzung einen gigantischen Gesamtumbau vor.
Für Stadtrat Stefan Quarg ein Stadtumbau auf Pump, zu Lasten der Stadtteile und ungeklärter sozialer Fragen.

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Kurznachrichten

Internationaler Museumstag in Augsburg



Am Sonntag, 17. Mai 2026, öffnen die Kunst­sammlungen & Museen Augsburg ihre Türen zum Inter­nationalen Museumstag. Der Eintritt ist in allen Aus­stellungen frei – von der Rokoko-Architektur des Schaezler­palais über die Gold- und Silber­schmiede­kunst im Maximilian­museum bis zur abstrakten Malerei in der Kunsthalle. Ein abwechs­lungs­reiches Führungs­programm von 10 bis 17 Uhr lädt zum Entdecken ein. Von Bruno […]

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Aktionstag: Fahrzeuge wiegen vor dem Urlaub



Am Samstag, 9. Mai 2026, bietet die Verkehrs­poli­zei­inspek­tion Augsburg auf dem Gelände der Auto­bahn­station Gersthofen einen Aktionstag zum Thema „Verwiegung von Fahr­zeugen des Urlaubs- und Reise­verkehrs“ an. Von 9 bis 12 Uhr können Bürger ihre Wohn­mobile, Wohnwagen oder Autos mit Anhänger kostenlos wiegen lassen – und die Beladung vor Reise­antritt anpassen. Symbolbild Hintergrund: Am 25. Mai […]

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Kirschblütenfest in Oberhausen



Drei Tage Musik, Kultur und Familie Wenn die Zierkirschen in der Ulmer Straße erblühen, wird der Helmut-Haller-Platz in Augsburg-Oberhausen zur Festzone. Das Kirsch­blüten­fest der ARGE Oberhausen lockt vom 24. bis 26. April 2026 mit drei Tagen Live-Musik, Familien­programm und kuli­nari­schen Angeboten – bei freiem Eintritt. Von Bruno Stubenrauch Bereits zum 13. Mal lädt die Arbeits­gemein­schaft der […]

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„Stille Post“: Foto- und Bilder­ausstellung im Zeughaus



Vom 1. bis 29. Mai 2026 zeigt die Foyer-Galerie im Augsburger Zeughaus die Ausstellung „Stille Post“ mit Fotografien von Gerhard Detzer und Malerei von Rolf Jähnig. Die Vernissage findet am 1. Mai um 15 Uhr statt. Von Bruno Stubenrauch Der Titel lehnt sich an das gleichnamige Gruppen­spiel an: Im Mittel­punkt stehen nicht die einzelnen Objekte, sondern deren […]

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Augsburg-Kalender 2027 von art-aux



Ein Wandkalender mit 12 Augsburg-Motiven der Fotografin und Künstlerin Claudia Specht ist in limitierter Auflage erhältlich. Der Fotokalender für das Jahr 2027 kann in den Größen DIN A5, DIN A4 und DIN A3 vorbestellt werden. Die Aufnahmen zeigen Licht­stim­mungen und Lieb­lings­orte der Stadt und sind nicht digi­tal nach­be­ar­beitet. Pro­du­ziert wird der Kalen­der auf sta­bilem Pre­mium­papier, […]

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