DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Freitag, 15.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Der Kommentar

FCA: Nicht Fisch, nicht Fleisch

Der FC Augsburg hat in der Bundesliga wieder mal ein Spiel gewonnen und steht nach fünf Spieltagen mit fünf Punkten recht ordentlich in der Tabelle. Bliebe es bei diesem Punkte-Schnitt, käme man am Ende auf 34 Punkte. Das wäre die gleiche Ausbeute wie in der Vorsaison, in der  Augsburg drei Mannschaften hinter sich lassen konnte.

Kommentar von Siegfried Zagler

Auswärts gegen Bayern und Leipzig verloren. Zu Hause gegen drei formschwache Teams zwei Remisen und einen Sieg erarbeitet. Das hört sich nicht ganz schlecht an, zumal der FCA gegen Gladbach in letzter Sekunde einen Treffer hinnehmen musste. Wäre das nicht passiert, stünde der FCA mit 7 Punkten … . Doch lassen wir das!

Dass der FCA nach 17 Pflichtspielen wieder einen Dreier einfahren konnte, hatte mehr mit der Unfähigkeit der Mainzer zu tun, als mit der eigenen Leistung. Mit Glück und nur mit Glück überstand der FCA die ersten zehn Minuten mit nur einem Gegentreffer. Wäre der zweite Treffer der Mainzer nicht vom VAR kassiert worden, wäre eine sehr verunsichert wirkende Mannschaft vermutlich zusammen mit der Stimmung im Stadion abgestürzt.

Grauenvoll auch das Augsburger Spiel nach dem glücklichen Ausgleich. Kein Tempo nach vorne, keine zielführende Pässe durch die Mitte, kaum Flankenläufe, keine ankommende Flanken, keine gewonnene Dribblings oder gefährliche Fernschüsse oder Standardsituationen. Nachdem die Mainzer nach einem guten Beginn ihren roten Faden verloren hatten, fiel auf, dass der FCA gar keinen Faden hat. Lange Bälle segelten irgendwie in die Halbräume oder auf die Außen, ohne Idee und Spielwitz kickte der FCA vor sich hin.

Die zweite Hälfte war aus Augsburger Sicht auch deshalb besser, weil die Rheinhessen kaum noch etwas zustande brachten und dabei den grottigen Auswärtsauftritten des FC Augsburg sehr nahe kamen. Dass der FCA nach dem Platzverweis von Engels über 30 Minuten mit einem Mann weniger kein Tor kassierte, hatte ebenfalls sehr viel mit der Krise der Mainzer zu tun – und mit Glück, dass ein schwerer Dahmen-Patzer nicht bestraft wurde.

Ein Sieg ist ein Sieg, ist ein Sieg! Das Publikum zeigte die letzen zehn Minuten Begeisterung, als der FCA mit Mann und Maus erfolgreich verteidigte. Und unterm Strich, war die Leistung in der zweiten Halbzeit besser als die Leistung gegen Bochum. Doch der FCA bleibt ein schwer zu nehmendes Zwischending, nicht Fisch nicht Fleisch mogelt er sich zwischen Dreier- und Viererkette durch die Bundesliga.

Weiterhin erlaubt sich die FCA-Abwehr amateurhafte Aussetzer und weiterhin will dem FCA nach vorne fast nichts gelingen. Die Auftritte des FCA sind viel zu strukturlos, um ein „Weiter so“ auch nur ansatzweise in den Mund nehmen zu können.

gesamten Beitrag lesen »



Sanierung Sporthalle: Verklärung der Langsamkeit

Stellen Sie sich vor, Sie wären der Besitzer einer Restaurantkette und ihre umsatzstärkste und wichtigste Lokalität wäre sanierungsbedürftig und kann deshalb nur noch von wenigen Gästen besucht werden. Selbstverständlich würden Sie jeden Euro zusammenkratzen, um so schnell wie möglich die frühere Besucherfrequenz wiederherzustellen. Kommentar von Siegfried Zagler Und jetzt stellen Sie sich einen anderen Besitzer […]

gesamten Beitrag lesen »



FCA: Niemand hat noch das Gefühl, dass Maaßen der richtige Mann an der richtigen Stelle ist

Enrico Maaßen ist von den Zehen bis zu den hochgeföhnten Haarspitzen ein sympathischer und angenehmer Mensch und ein Fußballtrainer mit außerordentlichen Expertisen und einer überdurchschnittlichen Fähigkeit, analytisch über Fußball zu sprechen. Er ist für einen Fußballtrainer relativ jung und wird seinen Weg als Trainer machen, auch wenn seine erste Bundesligasaison in Augsburg weit vor Vertragslaufzeit […]

gesamten Beitrag lesen »



Kommentar: Anmerkungen zu Aiwanger und den Freien Wählern Augsburg

Wie die Freien Wähler Augsburg sich selbst und die Stadtratsfraktion Bürgerliche Mitte zerlegen Kommentar von Siegfried Zagler Nachdem FW-Stadtrat Peter Hummel aus der Fraktion Bürgerliche Mitte ausgetreten ist, besteht diese Fraktion nur noch aus vier Mitgliedern. Und es  ist durchaus vorstellbar, dass die Fraktion bald in Gänze auseinander fliegt, da eine politische wie physische Nähe […]

gesamten Beitrag lesen »



Kommentar zu Reuter: Kurze Ansage zum langen Abschied

So merkwürdig und nebulös der plötzliche Abgang von FCA-Präsident Klaus Hofmann seinerzeit war, so grausam langsam wurde von der neuen FCA-Führung um Neu-Präsident Markus Krapf der Abgang von Stefan Reuter vorangetrieben. Kommentar von Siegfried Zagler Stefan Reuter war unter den FCA-Fans seit geraumer Zeit nicht unumstritten und in den FCA-Foren häufte sich die Kritik an […]

gesamten Beitrag lesen »



Kommentar: Warum Aiwanger als Politiker keine Zukunft haben sollte

Hubert Aiwanger verkörpert die bayerische Art des Trumpismus. Der Frontmann der Freien Wähler dämonisiert die Medien, beleidigt die politische Konkurrenz, verlagert seine Reden ins Milieu des Rechtspopulismus und stilisiert sich als Opfer. Hubert Aiwanger ist vom ersten Tag seiner Ministerernennung an eine Schande für den Freistaat Bayern und die Bundesrepublik Deutschland. Die sogenannte „Flugblatt-Affäre“ belegt […]

gesamten Beitrag lesen »



Kommentar: Warum Aiwanger jenseits aller parteipolitischen Erwägungen zu bewerten ist

In der Affäre Aiwanger sind Sachverhalte zu beachten, die nichts anderes als die Schlussfolgerung zulassen, dass Hubert Aiwanger so schnell wie möglich aus Amt und Würden entlassen werden muss.  Kommentar von Siegfried Zagler Erstens hat es fast eine Woche gedauert, bis Aiwanger Worte des Bedauerns fand und sich bei denjenigen entschuldigt hat, die durch das […]

gesamten Beitrag lesen »



Kommentar: Eine Brandmauer für Aiwanger!

Das „Aiwanger-Flugblatt“ beinhaltet einen der widerlichsten Texte, die je in deutscher Sprache nach 1945 verfasst wurden. Hubert Aiwangers älterer Bruder hat sich gestern als Autor geoutet und somit Bayerns Wirtschaftsminister entlastet. Hubert Aiwanger ist demnach nicht der Autor. Sollte das zutreffen, bleibt aber immer noch die Frage offen, warum Hubert Aiwanger diese ekelhaften Pamphlete in […]

gesamten Beitrag lesen »



Kommentar: Warum die Causa Hummel politische Konsequenzen haben muss

Man mag es kaum glauben, dass in Augsburg ein Stadtrat unbehelligt weiter Politik machen kann, obwohl er eine Frau schwer beleidigt hat. Kommentar von Siegfried Zagler Das Urteil zu Stadtrat Peter Hummel liegt nun mehr als vier Wochen zurück. Hummel ist zu einer Geldstrafe von 9.900 Euro verurteilt worden, weil er eine ehemalige Parteikollegin schwer […]

gesamten Beitrag lesen »



Kane war ihr Schicksal – Und was das mit dem FCA zu tun hat – Kommentar zum Bundesligastart

Die Bundesliga ist gestern Abend mit neuem Glanz gestartet: Superstar Harry Kane ist ein erwähnenswertes Ereignis in der Hochfinanz der europäischen Spitzenligen, zu denen die Bundesliga nur wegen des FC Bayern München zählt. Von Siegfried Zagler Eine Vorlage und ein Tor steuerte Kane zum ziemlich souveränen 4:0-Sieg des FC Bayern bei – gegen ein starkes […]

gesamten Beitrag lesen »