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Donnerstag, 18.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Wirtschaftspolitik

Kürzt die Stadt Augsburg ihre Managergehälter?

Der Wirtschaftsausschuss der Stadt Augsburg befasst sich heute mit einem Antrag zur Deckelung der Managergehälter in den städtischen Beteiligungs- und Tochterunternehmen. Den Antrag hat Pro Augsburg am 26. März gestellt.

Für Pro Augsburg ist das Amt des Oberbürgermeisters das Maß aller Dinge, was die Verantwortung und die Tätigkeit für die Stadt und ihre Bürger betrifft. Beim Gehalt spiegelt sich das allerdings nicht wieder. So sind führende Mitarbeiter der städtischen Beteiligungen und Tochterunternehmen wie der Stadtwerke, der Stadtsparkasse und der Wohnungsbaugesellschaft teilweise weit höher dotiert. „Nicht vermittelbar“, so Pro Augsburg in der Begründung des Antrags. Städtische Manager sollen deshalb künftig nicht mehr verdienen dürfen als der OB, der rund 120.000 Euro jährlich bezieht.

Bundesweites Thema

Das Thema Managergehälter ist auch bundespolitisch aktuell. Ende letzter Woche hat der Bundestag das „Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung“ verabschiedet. Zwar sollen Top-Manager künftig für Misserfolge und finanzielle Schäden persönlich zur Kasse gebeten werden können, bis zur Höhe von anderthalb Jahresgehältern. Außerdem wird bei außerordentlichen Geschäftsentwicklungen künftig die Herabsetzung von Vorstandsvergütungen durch den Aufsichtsrat erleichtert. Zu einer klaren Obergrenze für Managergehälter konnte sich der Gesetzgeber aber nicht durchringen. Sehr zum Bedauern von von attac, wie die Augsburger attac-info-group gestern mitteilte. attac hätte „die klaffende Einkommensschere, die sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verbreitert hat“, gerne auf ein „gesellschaftlich verträgliches Niveau“ zurückgeführt gesehen.

Der Antrag von Pro Augsburg im Wortlaut

  • Das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Augsburg ist die bedeutendste, und nicht nur in der Verantwortung, hochrangigste Tätigkeit für die Stadt und ihre Bürger. Es fällt deshalb schwer zu verstehen, dass einige Angestellte der städtischen Beteiligungen für Ihre Tätigkeiten weit höher vergütet werden. Es ist schlichtweg nicht mehr vermittelbar.
  • Die Fraktion von Pro Augsburg beantragt deshalb, künftig die Gehälter der führenden Mitarbeiter der städtischen Beteiligungen und Tochterunternehmen zu deckeln, auf maximal die Vergütung, die der des Oberbürgermeisters entspricht.
  • Die Stadt Augsburg darf kein beliebiger Selbstbedienungsladen für Angestellte im oberen Management sein! Gerade in jüngster Zeit erhalten wir Zeugnisse darüber, wie weit die Schere von Leistung und Vergütung auseinandergehen kann, auf der scheinbar nach oben offenen Richterskala der Managementgehälter. Hier gilt es nun, ein Zeichen zu setzen.

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Engineering Campus: Großprojekt im Bauausschuss

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