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Donnerstag, 23.06.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Messe: Hallenfoyer als Interimslösung für die Kongresshalle?

Von April 2010 bis Ende 2011 wird die Augsburger Kongresshalle saniert und fällt als Veranstaltungsort aus. Die FDP bringt nun die neue Messehalle als Interimslösung ins Spiel.

Im September 2009 wird die 19 Millionen teure, derzeit in Bau befindliche Messehalle fertiggestellt sein, das Hallenfoyer wenig später. Rechtzeitig vor der Schließung der Kongresshalle, die mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II saniert werden soll (die DAZ berichtete). Auf Antrag der Augsburger FDP soll nun geprüft werden, in wieweit das Foyer der neuen Messehalle sowie gegebenenfalls weitere Kapazitäten der Messe als Interimslösung für angefragte Kongresse, Tagungen und Veranstaltungen (Silvester, Fasching, Presseball etc.) genutzt werden könnten.

Lageplan Messegelände mit Hallenneubau

Das 2.000 m² große Hallenfoyer hat 1.200 m² Ausstellungsfläche, auf weiteren 800 m² befinden sich sanitäre Einrichtungen, Garderoben und eine Cateringküche. Zum Vergleich: Der Saal der Kongresshalle ist mit Bühne ebenfalls 1.200 m² groß, auch das Foyer der Kongresshalle hat eine Fläche von 1.200 m².

Prüfung von Alternativen unumgänglich

Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Augsburger Schwabenhallen Messe- und Veranstaltungs GmbH (ASMV), AGS, Kongresshallenbetriebs GmbH, Regio Augsburg Tourismus GmbH und bisherigen Nutzern und Partnern soll nach Vorstellungen der FDP zunächst die unabdingbaren Voraussetzungen für diese Interimsnutzung herausarbeiten, festlegen und die zusätzlichen Kosten ermitteln. Das Ergebnis soll dann dem zuständigen Fachausschuss und dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden.

Für die FDP ist die Prüfung der Kapazitäten der Messe Augsburg als Interimslösung im Interesse der zukünftigen Betreiber und der ortsansässigen Hotellerie unumgänglich. „Die Schließung der Kongresshalle bringt die Veranstalter in große Bedrängnis. Sie brauchen dringend eine adäquate Alternative“, begründet Rose-Marie Kranzfelder-Poth den FDP-Antrag. Ohne diese würde der Kongress- und Tagungsstandort Augsburg für zwei Jahre völlig ausfallen. „Ein nicht wieder gutzumachender Schaden für die Stadt Augsburg und die Region“, so die Stadträtin.