Die Freien Wähler lassen nicht locker. Heute haben Sie einen Antrag formuliert, der in der Schlacht bezüglich der politischen Verantwortung in Sachen CFS-Debakel jenseits politischer Definitionsspielräume eine Beweisführung beinhaltet.
Der Antrag der Freien Wähler beruht auf der Recherche, dass das Architekturbüro Hermann & Öttl offenbar nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) mit der Leistungsphase 2 beauftragt wurde, „obwohl – wie es aus der nachfolgend abgedruckten Begründung mit Anlagen hervor geht – auf der Planungsleistung für den Umbau des CFS auf der bereits erstellten Leistungsphase 2 von asp architekten Schneider & Partner (asp-Planung = Grundlage des Stadtratsbeschlusses vom April 2009) aufbauen, also erst mit Leistungsphase 3 beginnen sollte“, wie es im Antrag der Freien Wähler wörtlich heißt. Laut Ausschreibung, so die Stadtratsfraktion der Freien Wähler, sollte für die Architektenleistungen 2009 für die Sanierung des CFS nur die Leistungsphasen 3 bis 9 vergeben werden.
„Hermann & Öttl sind mit einer kompletten Neuplanung beauftragt worden …
Die Beauftragung von Hermann & Öttl mit Leistungsphase 2 (Vorplanung) widerspreche somit expressis verbis dem Stadtratsbeschluss vom April 2009. Unter Berücksichtigung des aktuellen Bautenstandes vor Ort und dem damaligen Stadtratsbeschluss von 2009 sei vielmehr davon auszugehen, dass Hermann & Öttl damit mit einer kompletten Neuplanung für die Sanierung des CFS beauftragt wurden, wie es in der Pressemitteilung der Freien Wähler weiter heißt.
„Aus dem Stadtratsbeschluss wurden nur noch die Bausumme und die Vorgaben für die DELTauglichkeit übernommen. Dadurch konnte weder das, vom Architekturbüro ASP-Schneider erstellte Raumprogramm mit den jeweiligen Ausbaustandards, noch die Technische Gebäudeausstattung (TGA)-Planung von Ingenieurbüro Keppler und der Erläuterungsbericht Brandschutz von Ingenieurbüro Hönninger Beachtung finden, welche allerdings sämtlich Grundlage für die Entscheidung des Stadtrates im April 2009 waren“, so die Freien Wähler.
… die mit Mehrkosten in Höhe von mehreren Millionen zu verbinden sind“
Die Verschiebung des Haupteingangs vom Süden (ASP-Schneider) in den Bereich der blauen Kappe (H+Ö) habe eine komplett neue Entfluchtungssituation ausgelöst, die mit Mehrkosten in Höhe vom mehreren Millionen Euro für die Außenanlagen beziehungsweise öffentliche Erschließung verbunden sei. Ebenfalls seien dadurch Vorberechnungen beziehungsweise Vorbemessungen des TGA-Planers für die Raumlüftungstechnik, für die Anzahl der Sanitäranlagen auf Grund der Erhöhung der Zuschauerkapazität von zirka 5.300 (ASP-Schneider) auf zirka 6.800 (H+Ö) nicht mehr zu halten gewesen, was sich nach heutigem Stand auch auf die erheblichen Mehrkosten des gesamten Umbau des CFS auswirken würde.
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