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Sonntag, 12.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Bildung

Die Straßen von Haunstetten: Geschichte mit Straßennamen erzählt

Jenseits der praktischen Aspekte der Adressierung und Orientierung steckt in den Straßennamen einiges an Heimatgeschichte. Sie sind teilweise Jahrhunderte alt und ihre Herkunft ist manchmal rätselhaft.

Von Wilfried Matzke

Foto: © Kulturkreis Haunstetten

Zuletzt hatte Christoph J. Haid im Jahr 1833 ein Buch über die Augsburger Straßennamen veröffentlicht. Der Stadtarchivar behandelte damals 262 Bezeichnungen. Mittlerweile findet man 1956 amtliche Namen für die Straßen, Wege und Plätze in der Stadt. Ein neues Druckwerk über alle Augsburger Bezeichnungen ist bislang nicht in Aussicht. Sicherlich auch deshalb, weil es eine Mammutaufgabe wäre. Nun aber wurde mit einem Stadtteil ein Anfang gemacht.

Das Buch „Die Straßennamen von Haunstetten“ ist kürzlich erschienen. Warum Haunstetter Straßennamen? Haunstetten kann eine äußerst interessante Geschichte vorweisen. So bildete das Haunstetter Territorium im Heiligen Römischen Reich das „Reichsstift St. Ulrich und Afra“. Haunstetten war also einst ein Mini-Staat, später eine stolze Stadt und ist nun ein bedeutender Augsburger Stadtteil.

All dies spiegelt sich in den 236 Straßennamen von Haunstetten wider. Der Stadtteil wird auch von einem starken bürgerlichen Engagement geprägt. So hat der Kulturkreis Haunstetten in den letzten Jahrzehnten mit fundierten Vorschlägen bei der amtlichen Straßenbenennung mitgewirkt.

Das führte dazu, dass in Haunstetten nicht nur die üblichen Persönlichkeiten, sondern auch einfache Bürger verewigt wurden. Der Ludwig-Gaßner-Weg erinnert zum Beispiel an einen fleißigen und hilfsbereiten Amtsboten.

Kulturkreis gibt das Buch heraus

Nun konnte der Kulturkreis Haunstetten sein Buch „Die Straßennamen von Haunstetten“ vorstellen. Tatkräftig mitgewirkt haben neben den Kulturkreis-Mitgliedern auch das Verlegerehepaar Dr. Bernd und Gabriele Wißner. Auf den 64 Buchseiten findet man neben den Erläuterungen acht Haunstetter Stadtpläne von 1938 bis 2021. Auch sie dokumentieren die Umbenennungen während der NS-Zeit und nach der Eingemeindung von Haunstetten 1972.

„Die Straßennamen erzählen kurzweilig unsere reichhaltige Historie als Dorf, Stadt und Stadtteil“, meint Jutta Goßner, die Kulturkreis-Vorsitzende. Das reich illustrierte Buch „Die Straßennamen von Haunstetten“ im großzügigen DIN-A4-Format ist beim Haunstetter Wißner-Verlag erschienen (ISBN: 978-3-95786-294-5). Man erhält es für 14,90 Euro im Buchhandel sowie in Haunstetten bei „Ihre Brille“, der „Gärtnerei Türk“ und der Stadtteilbücherei.

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