Ungewöhnlich lange dauerte es, bis nach der zweiten Runde des 8. Internationalen Violinwettbewerbs Leopold Mozart am Montagabend die Tür des Jury-Raums aufging. Die Überraschung: Statt der sonst üblichen fünf sind fürs Semifinale am Donnerstag sechs Teilnehmer zugelassen.
Die sechs Semifinalisten - hinten von links: Young-Uk Kim (Südkorea), Jonian Ilia Kadesha (Griechenland/Albanien), Johanna Pichlmair (Österreich) und Thomas Reif (Rosenheim). Vorne Maia Cabeza (USA/Kanada) und Ken Schumann (Köln). Foto: Christina Bleier
Im weiblich dominierten Gesamtteilnehmerfeld – auch in der zweiten Runde waren noch zwei Drittel Frauen – setzten sich vier Männer durch. „Ein außergewöhnlich hohes Niveau“ bescheinigte der Künstlerische Leiter Julius Berger allen zwölf Teilnehmern der zweiten Runde, die mit Kammermusikprüfung im Klavier-Trio, mit Avantgarde-Prüfung und zusätzlichen klassischen Werken ein wahres Mammutprogramm hinter sich haben.
Mit dem Semifinale am Donnerstag, 25. April (Teil I um 16 Uhr, Teil II um 19 Uhr), beginnen die Orchesterkonzerte im Kongress am Park. Hier sind mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Bruno Weil musikalische Höhepunkte zu erwarten. Ebenso beim Finale einen Tag später sowie beim Preisträgerkonzert am Sonntag, 28. April. Alle Wettbewerbsrunden können im Internet mitverfolgt werden: Das Medienlabor der Universität überträgt sämtliche Runden mittels Live-Stream.
Am Samstag um 16.30 Uhr endete die dreitägige erste Runde des 8. Internationalen Violinwettbewerbs Leopold Mozart. Zwölf der insgesamt 40 Teilnehmer haben es in die zweite Runde geschafft, darunter auch drei Deutsche.
„Sie alle haben uns ein außerordentlich hohes Niveau in dieser schwierigen ersten Runde präsentiert“, so der Künstlerische Leiter des Wettbewerbs, Julius Berger, der ob des internationalen Teilnehmerfeldes seine Laudatio ebenso in englischer Sprache hielt wie […]
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