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Sonntag, 05.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Violinwettbewerb: Zwölf sind weiter

Am Samstag um 16.30 Uhr endete die dreitägige erste Runde des 8. Internationalen Violinwettbewerbs Leopold Mozart. Zwölf der insgesamt 40 Teilnehmer haben es in die zweite Runde geschafft, darunter auch drei Deutsche.

Eine Runde weiter sind – hinten von links: Young Uk Kim, Maia Capeza, Thomas Reif, Liv Migdal, Johanna Pichlmair, Jonian Ilia Kadesha, Triin Ruubeol, Ken Schumann. Vorne von links: Eunsol Youn, Haruka Nagao, Yoon Jung Yang (auf dem Bild fehlt Maxima Sophia Sitarz). Foto: Christina Bleier

„Sie alle haben uns ein außerordentlich hohes Niveau in dieser schwierigen ersten Runde präsentiert“, so der Künstlerische Leiter des Wettbewerbs, Julius Berger, der ob des internationalen Teilnehmerfeldes seine Laudatio ebenso in englischer Sprache hielt wie der Juryvorsitzende Paul Roczek, der die Ergebnisse verkündete. Zusätzlich vergab die Jury fünf Jugendförderpreise, und zwar an Ho-Hsuan Feng (Taiwan), Karen Kido (Japan), Marie Isabel Kropfitsch (Österreich), Francois Pineau-Benois (Frankreich) und Christa-Maria Stangorra (Deutschland).

Zweite Runde am Sonntag und Montag

Bereits am gestrigen Sonntag starteten die ersten sechs Teilnehmer in die anspruchsvolle 2. Wettbewerbsrunde: In der Kammermusikprüfung mussten sich die Violinisten in einem Klaviertrio von Ignaz von Beecke (1733-1803) beweisen, einem Zeitgenossen Mozarts aus dem bayerisch-schwäbischen Raum, zusammen mit Alte-Musik-Spezialist Christoph Hammer am Hammerklavier und Edward King am Cello.

Zweite neue Anforderung war die Interpretation eines Werkes, das dem Bereich der Avantgarde zugerechnet werden kann und das aus dem jeweiligen Kulturkreis des Teilnehmers stammt. Darüber hinaus spielen die zwischen 15 und 30 Jahre alten Geiger in dieser Runde eine Sonate von Mozart, Beethoven oder Schubert sowie ein virtuoses Stück freier Wahl. Die restlichen sechs Teilnehmer starten am heutigen Montag um 13 Uhr in die zweite Runde. Das Vorspielen wird live im Internet übertragen.

Hochkarätiges Rahmenprogramm

Neben dem Wettbewerb finden im Konzertsaal des Leopold-Mozart-Zentrums öffentliche Veranstaltungen mit den Juroren statt. Zu den hochkarätigen Meisterkursen und Vorträgen der sechs Juroren sind nicht nur Studenten und die ausgeschiedenen Wettbewerbsteilnehmer eingeladen, sondern jeder Musikbegeisterte, der etwas tiefer in die Geheimnisse der musikalischen Perfektion einsteigen will. Zu sehen ist außerdem die Ausstellung „Konische Streichinstrumente“ der Geigenbauer Stegmüller & Stegmüller. Der Eintritt ist frei.

» leopold-mozart-competition.de

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