DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Freitag, 24.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Klassik trifft Zeitgeist: „HÖRT, HÖRT!“ belebt das Schaezlerpalais

Von April bis Dezember verwandelt sich das Schaezler­palais erneut in einen Ort konzent­rierter Klangkunst: Mit der Konzert­reihe „HÖRT, HÖRT!“ laden die Kunst­samm­lungen & Museen Augsburg zu elf hoch­karätigen Abenden ein, die klassi­sche Musik in histori­schem Ambiente erlebbar machen – und zugleich den Bogen bis in die Gegenwart schlagen.

Von Bruno Stubenrauch

Ein besonderes Erlebnis: Konzerte im Rokoko-Festsaal des Schaezlerpalais (Foto: M. Harrer-Jalsovec / Kunstsammlungen & Museen Augsburg)

Im Rokoko-Festsaal und im Speise­zimmer der Barock­gale­rie ent­faltet sich ein Pro­gramm, das bewusst auf Viel­falt setzt. Neben renom­mier­ten En­semb­les stehen auch Ko­ope­ra­tionen mit Augs­burger Kunst­schaf­fenden im Fokus. Der Auf­takt am 26. April führt mit „Voyage to London“ in die Klang­welt des ba­rocken Eng­lands: Flöte und Laute eröff­nen die Reihe mit einer intimen, histo­ri­schen Klangfarbe.

Auftakt und Klangreisen

Es folgen Kammer­musik­abende auf hohem Niveau. Im Rahmen des Mozart­fests er­klingt am 12. Mai „Mozart a quattro“, bevor am 14. Juni eine „Italien­reise“ mit Werken von Dowland bis Händel musi­kali­sche Land­schaf­ten Eu­ropas er­schließt.

Der Sommer zeigt sich besonders facetten­reich: Klavier­trios, ein Crossover aus Film und Klassik („An Italian Dream“) sowie barocke Glanz­lichter prägen das Programm im Juli.

Zwischen Barock und Moderne

Einen besonderen Akzent setzt das Konzert „Waves“ am 1. August im Glaspalast Augsburg. Als Teil des Begleit­pro­gramms zur Ausstellung „SHIFT OF VISION | Neue Wege der Abstrak­tion“ spannt es den Bogen vom Mittel­alter bis zur Moderne – ein bewusst gesetzter Kontra­punkt zur histo­ri­schen Klang­ästhetik des Schaezler­palais.

Ein Höhepunkt im Herbst ist das Stein-Festival vom 18. bis 20. Sep­tember, das in Koope­ration mit der Deutschen Mozart­gesell­schaft stattfindet.

Mozart in Augsburg

Im Zentrum steht die Verbindung zwischen Wolfgang Amadeus Mozart, seinem Vater Leopold Mozart und dem Augsburger Instru­menten­bauer Johann Andreas Stein. Dessen inno­va­tive Klaviere machten Augsburg im 18. Jahr­hundert europa­weit bekannt.

Die historischen Bezüge reichen bis zu Mozarts Auf­ent­halt 1777, als er auf Stein-Instru­menten im Fugger­palais konzer­tierte, bevor ihn seine Reise nach Paris führte.

Stimmungsvoller Ausklang

Den Abschluss bildet am 13. Dezember das Konzert „Still, Still!“, das mit weih­nacht­licher Musik aus verschie­denen Jahr­hunder­ten einen ruhigen, stimmungs­vollen Ausklang schafft.

Organisatorisch setzt die Reihe auf klare Struk­turen: Tickets sind aus­schließ­lich im Vor­verkauf über Reservix sowie in der Tourist-Infor­ma­tion am Rathaus­platz erhält­lich; eine Abendkasse wird es nicht geben.


Alle Termine im Detail gibt es auf der Seite der Kunstsammlungen & Museen Augsburg.