Neuer Stadtrat: Grüne gehen in Opposition
Die Augsburger Grünen werden nicht Teil der von OB Dr. Florian Freund angestrebten „Startmehrheit“ im Stadtrat sein. Das hat Freund der zweitstärksten Fraktion nach der Wahl mitgeteilt. Die Grünen kündigen nun an, die Opposition „kraftvoll anzuführen“ – und werfen der SPD Machtspiele vor.
Von Bruno Stubenrauch
Ergebnis der Stadtratswahl 2026 (Quelle: Stadt Augsburg
In einer gemeinsamen Erklärung von Dr. Hannah Judith, Markus Schnitzler, Fraktionschef Peter Rauscher und OB-Kandidatin Martina Wild zeigen sich die Grünen enttäuscht. „Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen“, heißt es darin. Man habe sich in Gesprächen mit SPD und CSU konstruktiv gezeigt. Statt eines breiten Bündnisses aller demokratischen Kräfte werde nun eine „Festung gegen die Grünen“ gebaut. „Statt Inhalten stehen Machtspiele um Posten und Personal im Mittelpunkt“, kritisieren die Grünen.
Untergeordnete Rolle grüner Themen
Florian Freund breche damit noch vor seiner Vereidigung sein erstes Versprechen an die Bürger. Man habe inhaltlich viele Übereinstimmungen festgestellt – etwa bei Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und Anpassung an den Klimawandel. Diese Themen spielten nun eine untergeordnete Rolle.
Die Grünen kündigen an, ihre Themen als zweitstärkste Kraft weiterhin entschlossen in den Stadtrat einzubringen. Das neugebildete Bündnis werde man fortlaufend an Transparenz und Ehrlichkeit erinnern.
