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Montag, 27.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kommunalwahl 2026

FDP kritisiert mögliche Postenvergaben im Rathaus

Nach der Wahl des künftigen OB Dr. Florian Freund (SPD) kritisiert die Augsburger FDP mögliche partei­politisch motivierte Besetzungen von Führungs­posi­tionen in der Stadt­ver­waltung. Hintergrund sind Medien­berichte über bereits kur­sierende Personal­ent­scheidungen noch vor Abschluss der politischen Verhandlungen.

Von Bruno Stubenrauch

In einer Pressemitteilung vom heutigen Montag zeigt sich die FDP besorgt, dass damit zentrale Wahl­kampf­ver­sprechen infrage gestellt werden könnten und äußert Zweifel an Trans­parenz und Verfahren. Freund habe ein Ende partei­politi­scher „Wagenburg-Mentalität“ ange­kündigt. Umso kritischer bewertet die FDP, dass bereits konkrete Namen für Leitungs­stellen gehandelt werden.

Nach Auffassung der Liberalen wider­spricht ein solches Vorgehen dem Trans­parenz­gebot und dem Prinzip der Besten­auslese. Statt partei­politi­scher Erwägungen müsse die Vergabe von Spitzen­posi­ti­onen in der Verwaltung an Quali­fikation, Eignung und Leistung aus­gerichtet sein.

Rechtlicher Rahmen: Bestenauslese

Die FDP verweist damit auf einen rechtlich ver­ankerten Grundsatz: Nach Art. 33 Abs. 2 des Grund­gesetzes müssen öffent­liche Ämter nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vergeben werden. Auch die jüngere Recht­sprechung betont, dass politi­sche Erwägungen bei der Besetzung kommu­naler Spitzen­posten nicht aus­schlag­gebend sein dürfen.

So hatte das Verwaltungs­gericht München 2025 die Beset­zung einer Refe­renten­stelle bean­standet, weil das Verfahren nicht ausreichend an der Besten­auslese orientiert war. Ent­schei­dungen dieser Art gelten seither als rechtlich angreifbar.

Forderung nach offenem Verfahren

Die FDP fordert deshalb ein trans­parentes und quali­fika­tions­basiertes Verfahren bei der Besetzung aller Leitungs­stellen. Dazu gehörten klar defi­nierte Anfor­de­rungs­profile, nach­voll­ziehbare Aus­wahl­prozesse sowie eine früh­zeitige Einbindung des Stadtrats. Eine öffent­liche Aus­schrei­bung sei dabei die „sauberste Lösung“.

Man werde die weiteren Ent­schei­dungen im Stadtrat kritisch begleiten, kündigte die Partei an. Ziel sei eine leistungs­fähige und unab­hängige Ver­waltung, deren Besetzung das Vertrauen der Bürge­rinnen und Bürger nicht gefährde.

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