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Dienstag, 05.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

FCA

FCA nach weiterem Rückschlags mitten im Abstiegskampf

Aller schlechten Dinge sind drei. Auch im dritten Spiel in Folge blieb der FCA torlos. Durch die 0:2 Niederlage beim Tabellendritten Eintracht Frankfurt befindet sich der FCA plötzlich wieder mitten im Abstiegskampf, da die Konkurrenten aus Köln und Bielefeld siegreich war. 

Von Udo Legner

Zwischen Coolness und Arroganz liegt nur ein schmaler Grat. Sein zu hoch angesetzter „Panenka-Elfer“ hat die Note der Unverzeihbarkeit: Alfred Finnbogason © S. Kerpf

Im zweiten Spiel der Englischen Woche nahm FCA-Coach Heiko Herrlich im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Bielefeld gleich acht Änderungen vor. Lediglich  Keeper Rafael Gikiewicz, Felix Uduokhai und Marco Richter standen auch gegen Bielefeld in der Startelf. Dieses Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel war zum einen den gelbgesperrten Spielern (Rani Khedira und Daniel Caligiuri) und der Verletzung von Kapitän Gouweleeuw geschuldet und erklärte sich zum anderen wohl mit dem bevorstehende Keller-Duell gegen die Geißböcke aus Köln, das bereits am Freitagabend (20.30 Uhr) stattfindet.

FCA wie ausgewechselt

Erstaunlich war, dass dem FCA trotz dieser Total-Rotation lediglich in den ersten zehn Minuten die fehlende Harmonie und Abstimmung anzumerken war. Doch nach der ersten Frankfurter Drangphase spielten die Augsburger wie ausgewechselt und kämpften sich gallig in die Partie. Marco Richter (10.) und László Benes (11.) zwangen Eintracht-Schlussmann Kevin Trapp zu ersten Paraden. Dass es bis zur Mitte der ersten Halbzeit weder hüben noch drüben nennenswerte Torraumszenen gab, lag an der kompakten Defensivarbeit beider Teams. Erst in der 24. Mann wurde es für die Eintracht noch einmal brenzlig, als Pedersen eine Unaufmerksamkeit der Frankfurter Abwehr zu einer Hereingabe nutzte, die aber im letzten Moment noch geblockt wurde. Kurz darauf stand der Ex-Augsburger Martin Hinteregger gleich zweimal im Mittelpunkt des Geschehens – im positiven wie im negativen Sinn. Zuerst räumte er mit einem rüden Foul Richter ab und konnte von Glück sagen, dass es der Unparteiische Robert Schröder bei der gelben Karte beließ. 

Fußball ist Kopfsache

Diese Entscheidung erwies sich als durchaus folgenschwer, da Hinteregger nur wenig später in Anschluss an einen Eckball eine Bilderbuchflanke Kamadas mit wuchtigem Kopfball zur Frankfurter Führung (37.) verwandelte. Der Treffer des Kopfballspezialisten – zehn seiner 16 Treffer wurden mit dem Kopf erzielt – stellte den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf, lautete die Torschuss-Statistik bis dahin doch 7:2  für den FCA. 

Fazit zur Halbzeit

Ein starker Auftritt der Augsburger, die bis zum Führungstreffer der Frankfurter die besseren Torchancen hatten. Gegenüber den ersten 45 Minuten fiel die zweite Halbzeit etwas ab. Dies lag auch daran, dass die Frankfurtern bereits in der 58. Minute auf 2:0 erhöhten. Wieder war Kamada der Ausgangspunkt, dessen präziser Pass auf Kostic von der Augsburger Abwehr nicht verhindert werden konnte. Kostic war es dann, der André Silva bediente, der nur noch einnicken musste. Danach sah es ganz so aus, als sei mit diesem Treffer die Vorentscheidung gefallen. 

Kurzer Hoffnungsschimmer

Bis zur 73. Minute, in der es wie aus heiterem Himmel plötzlich einen Strafstoß für den FCA gab. Tuta touchierte eine Flanke unglücklich mit dem Oberarm und nach Heranziehen des Video-Beweises zeigte Schiedsrichter Schröder auf den Elfmeterpunkt. Der eingewechselte Alfred Finnbogason, einstiger Garant für Elfmeter-Glück, versetzte zwar Keeper Trapp, doch zum Entsetzen seiner Mitspieler, chippte er den Ball klar über den Frankfurter Kasten. Von diesem Missgeschick konnten sich die Augsburger nicht mehr erholen, auch wenn ihnen kurz vor Schluss noch ein Außenpfosten-Schuss durch Vargas (85.) gelang. So endete auch die dritte Partie in Folge ohne Torerfolg. Nach dieser Niederlage steht der FCA zwar nach wie vor auf dem 11. Tabellenplatz, doch ist der Abstand auf die zurückliegenden Teams so geschmolzen, dass ein weiterer Rückschlag im Abstiegsduell gegen Köln (Freitag, 20.30 Uhr) bereits den Anfang vom Ende einläuten könnte. 

FC Augsburg: Gikiewicz – Suchý, Oxford, Uduokhai – Gumny, Morávek (64. Strobl), Bénes (80. Vargas), Gruezo, Pedersen – Richter (65. Jensen), Niederlechner (65. Finnbogason)

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