DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Montag, 20.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

FCA: Herrlich geht, Weinzierl kommt

Der FC Augsburg hat nach den schwachen Leistungen gegen drei Abstiegsaspiranten reagiert und Heiko Herrlich freigestellt.

Wieder beim FCA: Markus Weinzierl

Einstimmigen Medienberichten zufolge übernimmt Markus Weinzierl beim FCA das Training und die sportliche Verantwortung für das Saisonfinale (Stuttgart, Bremen, Bayern). Der 46-jährige Niederbayer, der den FCA in seiner ersten Amtszeit zwischen 2012 und 2016 einmal die Europa League geführt hatte, blieb nach seinem Scheitern in Gelsenkirchen und Stuttgart zwei Jahre ohne Anstellung. Vor fast genau zwei Jahren verlor ein desolater VfB mit Trainer Weinzierl gegen den FCA mit 0:6, danach wurde Weinzierl beim VfB Stuttgart freigestellt.

Herrlich trat im März 2020 die Nachfolge von Martin Schmidt in Augsburg an und sicherte den Augsburgern den Klassenerhalt. Ein Kuriosum: In seiner gesamten Augsburger Amtszeit waren corona-bedingt nur einmal Zuschauer im Stadion. In der zweiten Saison beim FCA glückte Herrlich ein Traumstart mit Siegen gegen Union Berlin, Dortmund und einem Unentschieden gegen Wolfsburg. Danach ging es holprig weiter. Und dennoch konnte Herrlich in Augsburg nach dem Rückrundensieg gegen Hoffenheim auf Ergebnisse verweisen: Bei neun Punkten Vorsprung auf den Tabellen-16. schien der Abstieg in Augsburg kein Thema zu sein. Doch dann nahmen die Kellervereine (Mainz, Bielefeld, Köln) Fahrt auf, während der FCA immer fahriger spielte und zuletzt gegen Bielefeld, Schalke und Köln nur einen Punkt holte, weshalb der FCA wieder in Abstiegsgefahr geriet: Die Augsburger sind aktuell Tabellen-13. mit nur noch vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz, wobei der Vorletzte Hertha BSC drei Partien weniger gespielt hat.