Nach 8 Jahren gibt CSU-Stadtrat Dr. Volker Ullrich (33) den Posten als JU-Chef in Augsburg ab. Nachfolger wird Markus Ritter (29).

Volker Ullrich
Der unbequeme CSU-Stadtrat blickte gestern auf seine Amtszeit als Vorsitzender der Augsburger Jungen Union zurück. Sein Motto sei immer gewesen, nicht nur Staub aufzuwirbeln, sondern Spuren zu hinterlassen. Aufgabe und Selbstverständnis der Augsburger JU, die 8 Ortsverbände zwischen 20 und 50 Mitgliedern und 300 Mitglieder insgesamt hat, sei immer gewesen, unbequeme Dinge anzusprechen, nicht „vollkommen angepasst“ zu sein. Dieses Engagement stieß in der CSU, der Ullrich seit 1992 angehört, nicht immer auf Gegenliebe. Bis zur Androhung des Fraktionsrauswurfs hat er es geschafft, „eine übertriebene Reaktion“, so Ullrich gestern, der aber eigene Fehler durchaus einräumt.
Ullrich hätte noch einmal für zwei Jahre kandidieren können, der Rückhalt sei unverändert groß. Er habe aber gute Gründe, Jüngere ranzulassen: „Man kann nicht in der CSU den Generationswechsel verlangen und in der JU nicht vollziehen“.
„Ab morgen einfacher Stadtrat“
Ab morgen ist Ullrich „einfacher Stadtrat“, will sich aber „weiter stark einbringen“ und nicht von der Bildfläche verschwinden. „Ich bin gewählt, um zu reden, nicht um zu schweigen“. Für die CSU sieht er die Perspektive, als Großstadtpartei moderner zu werden, sich zu öffnen, junge Familien zwischen 25 und 40 anzusprechen. Die Handschrift der jungen Generation müsse zum Tragen kommen, so Ullrich im Hinblick auf die Konkurrenten FDP und Grüne. Ab 2014 oder 2020 könne er sich ganz andere Konstellationen für Augsburg vorstellen: „Schwarz-Grün darf kein Tabu sein“. Auf seine eigene Zukunft angesprochen erklärte der scheidende JU-Chef selbstbewusst: „Ich fühle mich durchaus berufen, in Augsburg auch mehr Verantwortung zu übernehmen“.
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Artikel vom
31.07.2009
| Autor: bs
Rubrik: Parteien
... während ver.di den Tarifabschluss noch absegnet
Wegen der monatelangen Streiks in den städtischen Kindertagesstätten (Kitas) erstattet die Stadt Augsburg Eltern anteilig das Betreuungsentgelt zurück. In einer Dringlichkeitsentscheidung hat Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl festgelegt, "dass für streikbedingte Ausfallzeiten bei der Betreuung von Kindern in städtischen Kindertagesstätten eine taggenaue Rückerstattung der Entgelte für Betreuung und Mittagessen erfolgt."
Die Stadt Augsburg ist Trägerin von 29 Kindertageseinrichtungen mit rund 400 Beschäftigten, vom Streik waren rund [...]
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Artikel vom
31.07.2009
| Autor: fh
Rubrik: Aktion, Sozialpolitik
Mit ihrer Wohnungsbaupolitik hält die Stadt Augsburg günstige Mietpreise für die Bewohner aufrecht. OB Kurt Gribl, MAN-Immobilien-Chef Georg Beil und WBG-Geschäftsführer Edgar Mathe erläuterten gestern ein Millionengeschäft im Rahmen des des sozialen Wohnungsbaus.
Die Verhandlungen um das Geschäft, bei dem 44.000 m2 Grundstücksfläche der MAN an die städtische Wohnungsbaugesellschaft verkauft wurden, waren zunächst ins Stocken geraten. Erst durch den Einsatz des OB als Mediator konnte ein fairer Kaufpreis gefunden werden. Im [...]
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Artikel vom
31.07.2009
| Autor: bs
Rubrik: Sozialpolitik, Städtebau, Wirtschaft
Karl Heinz Englet (Pro Augsburg) hat mit seiner Kritik an Kulturreferent Grab und an der Fraktionsvorsitzenden Beate Schabert-Zeidler für Aufregung gesorgt und durch sein Coming-Out in der DAZ einem seit geraumer Zeit schwelenden „stillen“ Konflikt innerhalb der Fraktion Pro Augsburg den Status der „Krise“ (Schabert-Zeidler) verpasst.
Gegenüber der Augsburger Allgemeinen erklärte Karl Heinz Englet gestern, dass er nach seiner geäußerten Kritik an Beate Schabert-Zeidler und Peter Grab erleichtert sei. Die [...]
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Artikel vom
30.07.2009
| Autor: sz
Rubrik: Parteien