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Mittwoch, 26.01.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

KuSpo: „Wem dies nützen soll, bleibt weiterhin ein Rätsel“

Am vergangenen Wochenende startete im Rahmenprogramm von Rail & Road und der Einweihung der impuls arena auch das neue KuSpo-Projekt. Die Stadtratsfraktion der Grünen bezeichnete das Projekt in ihrer gestrigen Pressemitteilung als „teures Symbol einer falschen Schwerpunktsetzung.“

Bereits wenige Tage nach der ersten Präsentation war das Konzept für KuSpo auf kritische Kommentierung der DAZ gestoßen („Gaudi aus dem Hause Grab“). Die Grünen nahmen nun den Auftakt des sportlich-kulturellen Veranstaltungsreigens am Wochenende zum Anlass, die Konzeption von KuSpo insgesamt in Frage zu stellen.

Martina Wild

Martina Wild


„Die Veranstaltungen sind beliebig und ohne inneren Zusammenhang aneinander gereiht. Wem diese nützen sollen, bleibt weiterhin ein Rätsel“, so die Grüne Stadträtin Martina Wild, die nach wie vor ein „qualitätsvolles Konzept und einen nachhaltigen Ansatz“ vermisst. Für Verena von Mutius „erschließt sich nicht, warum städtische Gelder aus dem Kultur- und Sportetat herangezogen werden müssen“, wenn drei Tenöre bei der Stadioneinweihung die deutsche Nationalhymne singen. Dies sei bei sportlichen Großereignissen und eben auch bei Einweihungen von Fußballstadien Standard, weshalb nach Auffassung der Grünen Stadträtin diese Programmteile ins Veranstaltungsbudget gehörten.

Zur Erinnerung: KuSpo ist ein auf drei Jahre angelegtes Projekt, das von Kulturkoordinatorin Iris Steiner, Projektleiterin Karin Schubert, Sportamtschef Robert Zenner und Kulturreferent Peter Grab zusammengestellt wurde und die zwei wesentlichen Stützpfeiler des gesellschaftlichen Lebens, Kultur und Sport, miteinander verknüpfen und seinen Höhepunkt im Rahmenprogramm zur Frauen-Fußball-WM 2011 finden soll. Vor allem mit Blick auf dieses Ereignis will man im Kulturreferat zunächst nicht sein ganzes Pulver verschießen, sondern Steigerungsmöglichkeiten haben. Beim DFB sei man von der Konzeption begeistert.