Harald Mundig, Sprecher einer Gruppierung mit der eingängigen Bezeichnung „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisverband Augsburg“ nimmt die heutige Vereidigung des Stadtratnachrückers Juri Heiser (CSU) zum Anlass, um in einem Offenen Brief an OB Gribl eine Distanzierung der Stadt vom Witikobund zu fordern.

Rückt für Volker Ullrich im Stadtrat nach: Juri Heiser
Hintergrund der Forderung ist der Sachverhalt, dass die Stadt im Rahmen des Sudetendeutschen Tages dem Witikobund in der Schwabenhalle und im Rathaus „eine Plattform“ geboten habe. „Der Witikobund, von NSDAP-Mitgliedern gegründet, mit engen Beziehungen zur NPD in den sechziger Jahren und Beteiligung der Wiking-Jugend an seinen ‚Reichsgründungsfeiern‘ in den siebziger Jahren, mit Geschichtsrevisionisten und Holocaustleugnern in seinen Reihen und immer wieder zahlreichen rechten und rechtsextremen Politikern und Publizisten im Vorstand, repräsentiert einen höchst einflussreichen Flügel der Sudetendeutschen Landsmannschaft und versucht diese zu radikalisieren und auf eine völkische Linie zu leiten“, so zitiert Mundig in seinem Schreiben einen Wikipedia-Artikel.
Die Stadt solle Veranstaltungen der Sudetendeutschen Landsmannschaft in städtischen Räumen nicht mehr dulden, solange solche Kräfte ganz offiziell teilnehmen und so lange sich die Sudetendeutsche Landsmannschaft nicht ausdrücklich vom Witikobund distanzierte, so Mundig, der in der Vereidigung von Juri Heiser als Stadtrat dafür eine günstige Gelegenheit erkannt haben will. „Heiser soll von Anfang an klarmachen, wo es lang geht.“ Juri Heiser ist stellvertretender Vorsitzender des BdV (Bund der Vertriebenen), dem Dachverband der Sudetendeutschen Landsmannschaft.
» Der Offene Brief des VVN-BdA im Wortlaut
(pdf 23 kB, via forumaugsburg.de)
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