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Samstag, 20.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kulturpolitik

Vorerst bleibt’s beim „Container“

Werkausschuss kann sich nicht auf Namensvorschlag für die Interimsspielstätte einigen

Von Frank Heindl

Beschlossen hatte man noch vor ein paar Tagen etwas ganz anderes: Ein „Runder Tisch“ aus Vertretern der Fraktionen, des Theaters und der am Auswahlverfahren beteiligten Augsburger Allgemeinen hatte sich auf vier Namensvorschläge für die im Volksgebrauch „Container“ getaufte Interimsspielstätte geeinigt, der Werkausschuss sollte sich am gestrigen Montag auf zwei Vorschläge einigen, dem Theater sollte die letzte Entscheidung vorbehalten, der Stadtrat sollte außen vor bleiben.

Namenlos: künftige Interimsspielstätte mit symbolisiertem Bühnenvorhang

(Grafik: Ing.-Büro Bestler)


Doch Sitzungen des Werk-/ Kulturausschusses laufen nach eigenen Gesetzen ab – meistens, und so auch gestern, herrscht ein großes Tohuwabohu, in dem erkennbare Absichten und politische Strategien schnell und unwiederbringlich verloren gehen. Die vier Vorschläge wurden demzufolge nicht auf einen „eingedampft“, sondern auf ein paar mehr „aufgeblasen“ – und der Stadtrat wird sich nun doch mit dem zukünftigen Namen der (vorläufigen) zweiten Spielstätte des Stadttheaters beschäftigen müssen.

Jetzt ist der Stadtrat gefragt

b-box, Brecht-Box, Brecht, Cubus – das waren die vier Vorschläge des „Runden Tisches“. Hinzu kamen im Laufe der Sitzung noch ein völlig inhaltsloses „BB“ und ein vom Personalrat des Theaters ins Gespräch gebrachtes „Intermezzo“, daneben auch noch die von der Brecht-Tochter Barbara Brecht-Schall in einem Schreiben an den Kulturreferenten Peter Grab ins Spiel gebrachten Lösungen „Brecht-Theater“ und „Brecht-Bühne“. Dass es im Rahmen der Sitzung zu keiner Entscheidungsfindung mehr kommen würde, stand schon relativ früh fest: Andreas Jäckel bekundete am deutlichsten weiteren Beratungsbedarf für die CSU-Fraktion, und da gegen dieses Procedere außer von der sichtlich fassungslosen Grünen Stadträtin Verena von Mutius und von dem hörbar genervten NCSM-Mann Dimitrios Tsantilas kein nennenswerter Widerstand zu hören war, durfte man sich frühzeitig auf eine Neuauflage der Verhandlungen im Stadtratsplenum am kommenden Donnerstag freuen. Ein Zeichen, dass der Werkausschuss gewillt wäre, im Vorfeld wenigstens zwei Pflöcke als Vorschlag einzurammen, unterblieb auch von der SPD, stattdessen verhedderte man sich in Diskussionen, die längst ausgestanden schienen (siehe untenstehender Kommentar) und legte dem Stadtrat zur Entscheidungsfindung die Vorschläge „BB“ und „Brechtbühne“ vor.

Theaterintendantin Juliane Votteler sah sich plötzlich allein im Regen und schien einmal mehr die politischen Realitäten unterschätzt zu haben. „Kommen wir auch noch vor?“, fragte sie hilflos in die Runde und befürchtete nun eine Neuauflage aller Diskussionen analog zum jahrelangen Gezerre um Bau des Containers, der nun immer noch so heißt, und an deren Ende eine Entscheidung des Stadtrates „gegen das Theater oder über das Theater hinweg“ stehen könnte. Warum die SPD an dieser Stelle einmal mehr den Mut zu konsequenter Opposition nicht aufbrachte und Karl-Heinz Schneider stattdessen bräsig realpolitisch den Stadtrat als Souverän hochhielt anstelle des Werkausschusses als kompetenten Entscheider – das blieb den Beobachtern nicht nur auf der Pressebank weithin unverständlich.

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Von der Satire zum Trauerspiel

Der Werkausschuss versagt bei der Namensfindung für den Theatercontainer Kommentar von Frank Heindl Über weite Strecken hätte man meinen können, der Werkausschuss agiere nach einem neuen Drehbuch für Sebastian Seidels im Rahmen des Brechtfestivals uraufgeführtes Stück „Plan B“. Seidel hatte alte Stadtratsakten aufgearbeitet, in denen es um den Umgang der Stadt mit „ihrem“ Dichter Bertolt […]

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SPD: „Brecht-Festival sehr gelungen“

Die Augsburger SPD hat das zurückliegende Brecht-Festival unter der Ägide von Dr. Joachim A. Lang gestern als ein „sehr gelungenes Festival“ bewertet. Von Siegfried Zagler Die Festivalreihe sei ein richtiger Schritt gewesen, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Kiefer, da der Auftrag „von der Stadt, für die Stadt“ angemessen umgesetzt wurde. Bert Brecht sei durch die von […]

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Sondersitzung Kulturausschuss/ Werkausschuss findet statt

„Die Sitzung des Kulturausschusses sowie des Werkausschusses Theater Augsburg finden wie ursprünglich geplant am Montag, 27. Februar, 17.30 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses statt“, wie es in der aktuellsten Pressemitteilung der Stadt heißt. Einziger Tagesordnungspunkt des Werkausschusses: Namensfindung für den Theatercontainer. Einziger Tagesordnungspunkt Kulturausschuss: Sparvorschläge des Kulturreferenten. Zur Sondersitzung des Kulturausschusses haben zahlreiche Kulturschaffende ihr […]

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Grüne fordern Konzept für städtische Kulturförderung

Am kommenden Montag werden von Peter Grab in einer Sondersitzung des Kulturausschusses neue Sparvorschläge im Kulturbereich bekannt gegeben. Treffen könnte es einige kleine und renommierte städtische Projekte. Vorauseilend hat die Stadtratsfraktion der Augsburger Grünen ein „abgestimmtes Konzept für die zukünftige Ausrichtung städtischer Kulturförderung“ gefordert. Ein wichtiger Schwerpunkt der städtischer Kulturförderung sei die Förderung von Augsburger Künstler  […]

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Bürgersprechstunde mit Peter Grab

Nach Finanzreferent Hermann Weber lädt nun auch der Dritte Bürgermeister und Kultur- bzw. Sportreferent Peter Grab zu Bürgersprechstunden ein. Am Mittwoch, 29. Februar und Mittwoch, 28. März, jeweils von 17 bis 18 Uhr, steht Peter Grab allen Bürgerinnen und Bürgern zu persönlichen Gesprächen im Kultur- und Sportreferat (Rathausplatz 1, 1. Stock, Zimmer 102) zur Verfügung. […]

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Brecht-Festival: Gewogen und für zu leicht befunden

Kommentar von Siegfried Zagler „Fugger-Päckchen“ hieß in den siebziger und achtziger Jahren in der Augsburger Drogenszene eine gestreckte Lieferung, mit der ein Dealer seine Kundschaft betrog. Der erste „intellektuelle Bruch“ mit der ersten und am nachhaltigsten gepflegten städtischen „Dachmarke“ kam aus den dunkelsten Winkeln der Stadt. Die Fugger waren reicher und mächtiger als die 100 […]

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Brennpunkt Brecht-Festival

Von Siegfried Zagler Die politische Debatte um das am Sonntag zu Ende gegangene Brecht-Festival hat am gestrigen Mittwoch Fahrt aufgenommen. Nachdem die Augsburger Grünen dem Festival am gestrigen Dienstag einen dramatischen Einbruch in der öffentlichen Wahrnehmung attestierten, meldete sich heute Bernd Kränzle, Fraktionsvorsitzender der Augsburger CSU zu Wort: „Der thematische Überbau des Brechtfestivals 2012 „Brecht […]

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Brecht: „Wahrnehmung des Festivals hat dramatisch nachgelassen“

Die Stadtratsfraktion der Augsburger Grünen hat sich gestern für ein neues Konzept in Sachen Brechtfestival ausgesprochen. „Die Herangehensweise von Herrn Lang ist legitim, aber ausgereizt. Die Resonanz in Augsburg, aber vor allem die überregionale Wahrnehmung des Festivals hat dramatisch nachgelassen“, so die kulturpolitische Sprecherin der Grünen Verena von Mutius, die in einer Pressemitteilung der Grünen […]

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Brecht-Festival: 9.000 Besucher und erste Statements

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