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Montag, 25.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

SPD: „Brecht-Festival sehr gelungen“

Die Augsburger SPD hat das zurückliegende Brecht-Festival unter der Ägide von Dr. Joachim A. Lang gestern als ein „sehr gelungenes Festival“ bewertet.

Von Siegfried Zagler



Die Festivalreihe sei ein richtiger Schritt gewesen, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Kiefer, da der Auftrag „von der Stadt, für die Stadt“ angemessen umgesetzt wurde. Bert Brecht sei durch die von Joachim Lang entwickelte Trilogie stärker im Bewusstsein der Stadt verankert worden und habe bei den Konservativen für eine gewisse „Entkrampfung“ gesorgt. Es sei zwar ein Unding, dass der wichtigste örtliche kulturschaffende Akteur, nämlich das Stadttheater, nicht eingebunden worden sei, was aber für viele andere nicht zutreffe. Die starke Einbindung der Augsburger Kulturszene, außerhalb des Theaters, sei ein großer Pluspunkt des 2012er Festivals gewesen, so Kiefer, der jedoch gewisse Defizite in der Außen- und Tiefenwirkung anmerkte: „Die Weiterentwicklung der Ausstrahlung sowie die Verankerung in der Tiefe und in der Breite lässt sich verstärken.“

„Die städtische Forschungsstelle muss stärker einbezogen werden“

Ähnlich bewertete der inoffizielle kulturpolitische Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion Karl-Heinz Schneider das am 12. Februar zu Ende gegangene Brecht-Festival. Schneider bedankte sich bei Joachim Lang und Eva-Maria Karl für das „insgesamt gute Festival“, zeigte sich von der künstlerischen Qualität überzeugt und evaluierte das Festival aufgrund seiner zahlreichen Besuche als „insgesamt ein gutes Festival“. Neben dem Theater müsse jedoch, so Schneider, die städtische Brecht-Forschungsstelle viel stärker in das Festival mit einbezogen werden. Dem wollte der kulturpolitische Sprecher der Augsburger SPD nicht viel hinzufügen. Die Veranstaltung hatte „hohe Festivalqualität“, so Dr. Frank Mardaus, der aber eine gewisse Diskrepanz zwischen Eigenwahrnehmung und der Presse konstatierte. „Wie kommt es dazu?“, so Mardaus augenzwinkernd. – Dieser Frage wird der Augsburger Presseclub am 14. März (19.30 Uhr) nachgehen.