Karin Kurzendörfer entführtdas Publikum im Foyer der Puppenkiste ins Berlin der Zwanziger Jahre
Von Halrun Reinholz
Karin Kurzendörfer und Stephan Kaller Foto: privat
Die Konzertreihe „Live in der Kiste“ im Foyer der Puppenkiste hat sich vom reinen Jazz-Programm verabschiedet und ist nun auch für andere musikalische Genres offen. Sehr zur Freude des Publikums, wie gleich die erste Veranstaltung im neuen Jahr gezeigt hat. Angekündigt war die Sängerin Karin Kurzendörfer mit ihrem Programm „Berlin – Lieder einer Großstadt“. Im aus allen Nähten platzenden Raum erschien die Künstlerin stilecht mit Federboa und der „feschen Lola“ auf den Lippen. Danach zündete sie „von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ ein Hit-Feuerwerk nach dem anderen, unterbrochen nur von ihrer eigenen charmant-schnoddrigen Moderation im Berliner O-Ton und dem frenetischen Applaus der Zuhörer. Der zweite Teil des Abends spielte sich nicht in den verruchten Varietés, sondern in den Hinterhof-Kneipen der Berliner Kieze ab. Hier zeigte die Sängerin nicht nur Berliner Schnauze, sondern auch, dass sie von der Bühne kommt. Ihr darstellerisches Talent versetzte so manchen Mann im Publikum in Angst und Schrecken, dem sie bitterböse Vorwürfe machte. („Ach Jott, was sind die Männer dumm!“).
Treu und kongenial an ihrer Seite der Pianist Stephan Kaller. Trotz der späten Stunde kamen die beiden nicht ohne Zugaben davon. Ein herrliches Vergnügen. Für künftige Veranstaltungen wird man sich rechtzeitig Karten besorgen müssen.
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