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DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

„Der stille Architekt“ im Thalia

Architekt Volker Schafitel und Gastronom/Kinobetreiber Franz Fischer haben mit der Veranstaltungsreihe „architektur.film.jazz” im Thalia Kino Am Obstmarkt in Augsburg ein Format entwickelt, das Bildung, Kunst und Unterhaltung dergestalt aufregend verzahnt, sodass man versucht ist zu fragen, warum die stadtbekannten Grantler für dieses Projekt noch keine Ehrungen erhalten haben. Die Film- wie Musikvorstellungen sind montags stets gut besucht und das Cafe Thalia ist für ein paar Stunden der Nabel der Stadt.

Veranstalter Franz Fischer und Volker Schafitel - DAZ-Archiv

Veranstalter Franz Fischer und Volker Schafitel (v.l.) - DAZ-Archiv


Am morgigen Montag, den 5. Februar zeigt das Duo ab 19 Uhr den Film „Der stille Architekt“. Damit ist selbstverstänlich nicht Schaftitel gemeint, sondern Kevin Roche. Regisseur Mark Noonans Dokumentarfilm porträtiert Kevin Roche als einen bescheidenen Architekten, der sein Werk den Vorstellungen einer offenen Gesellschaft widmete. Der Eintritt für den Kinobesuch beträgt 7 Euro. Nach dem Film, gegen 20.30 Uhr gibt es im Cafe Live-Jazz (kostenfrei).

Der irisch-amerikanische Architekt Kevin Roche hat wegweisende und weltbekannte Gebäude wie die Ford Foundation, den Ausbau des Metropolitan Museum of Art, das Fine Arts Center Massachusetts, das Oakland Museum of California u.v.m. entworfen und wurde bereits 1982 mit den Pritzker-Preis ausgezeichnet, der höchsten Ehrung für einen Architekten. Roche hat mit seinem architektonischen Humanismus eine neue Denkungsart in die Architekturgeschichte eingeführt. Im Film kommen neben Roche, der charmant und gewitzt über sein Leben und Werk erzählt, Weggefährten, Kollegen, Kunden und Kunsthistoriker zu Wort.

Anschließend steht ein bemerkenswertes Musiker-Duo auf der Thalia-Bühne: „Latcho Due“. Dabei handelt es sich um ein Gypsy Jazz Projekt bestehend aus zwei jungen Gitarristen, die sich in der Regensburger Innenstadt einen veritablen Ruf mit ihrer Straßenmusik erworben haben. Andreas Köckerbauer (20) und Etienne Wittich (13) spielen beide Gitarre seit sie denken können. Ihr größtes Vorbild dabei ist der 1953 verstorbene Jazzgitarrist und Komponist Django Reinhardt. Mit ihrem Auftritt beim Regensburger Jazzweekend 2017 sorgten sie als jüngste Band für Furore. Am Bass werden sie von Etiennes Vater, Frank Wittich, begleitet.



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