Die Augsburger Zeitung

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DAZ-Archiv vom 11. Februar 2018 • www.daz-augsburg.de

Der Mensch denkt: Gott lenkt

Der Brechtkreis veranstaltete ein Konzert zum 120. Geburtstag des Augsburger Dichters

Von Halrun Reinholz

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Trommeln in der Nacht: Njamy Sitson

In der Augsburger Barfüßerkirche, nur ein paar Schritte weg von seinem Geburtshaus, wurde Bertolt Brecht getauft und später konfirmiert. Ein würdiger Ort, seinen 120. Geburtstag zu begehen. Der Brechtkreis um seinen Vorsitzenden Dr. Michael Friedrichs hatte dafür nicht nur ein angemessenes Programm vorbereitet, sondern auch zu einem Geburtstagsempfang eingeladen: Mit heißem „Schweden“-Punsch und Aufstrichen wurden die Brecht-Gratulanten verwöhnt. Der Punsch sollte sich als gute Vor-Wärmequelle für die doch sehr kalte Kirche erweisen.

Der Kirchenraum bot auch den Anlass für das Thema: Brechts Verhältnis zur Religion. „Der Mensch denkt: Gott lenkt. Keine Red davon!“ - Dieses Zitat des bekennenden Atheisten Bertolt Brecht lässt keinen Zweifel an seiner Haltung erkennen. Und dennoch hat er sich offensichtlich mit der Bibel und auch der Religion befasst – zumindest in seiner Kinder- und Jugendzeit. Die Barfüßerkirche spielte da eine wichtige Rolle. Pfarrer Martin Beck vom Augustanaforum erläuterte in einem kurzen theologischen Referat zum Thema der Geburtstagsveranstaltung die Umstände, die den jungen Brecht zu seiner pazifistischen und kirchenabgewandten Haltung geführt haben könnten. Die nationale Jubelstimmung im Vorfeld und zu Beginn des Ersten Weltkriegs – eine Zeit, die der junge Brecht mit wachem politischem Interesse verfolgte – wurde auch von den Kirchen mit verbreitet. Vor allem von den sogenannten „Nationalprotestanten“ unter den Pfarrern. Zu diesen gehörte auch Paul Detzer, der ab 1904 Pfarrer der Barfüßerkirche war und damit auch zuständig für den Konfirmandenunterricht von Bertolt Brecht.


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