DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Mittwoch, 29.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kulturreferent gesucht

Kommentar von Siegfried Zagler

Die Grünen sind in der gestrigen Kulturausschusssitzung mit ihrem Ansinnen gescheitert, Peter Grab von der Verantwortung in Sachen Theatersanierung zu entbinden. Mit 7:6 stimmten die Stadträte dafür, dass Peter Grab weiterhin so tun darf, als wäre er Kulturreferent. „Noch 111 Tage“, so Karl-Heinz Schneider (SPD), dann dürfte dieser Spuk vorbei sein.

Es war eine richtige Entscheidung des Kulturausschusses, es war eine richtige Entscheidung des Oberbürgermeisters, Peter Grab nicht formal aus der Verantwortung der Theatersanierung zu nehmen. Und zwar deshalb, weil die Möglichkeit bezüglich eines weiteren Bau-Desasters, das Grab verursachen könnte, praktische nicht besteht. Im Sommer ist der Kulturausschuss dem Ansinnen Grabs gefolgt, eine 80.000 Euro-Stelle für einen Theatersanierungsspezialisten zu schaffen. Die Mittel sind beim Theater und werden möglicherweise bereits im kommenden Wirtschaftsplan realisiert. Nach der Erfahrung der gescheiterten „Container-Ausschreibung“ hat sich Grab mit diesem Schachzug gegen sich selbst versichert, was nicht nötig gewesen wäre. Mit der Sanierung soll im Sommer 2016 begonnen werden. Die Kommunalwahl ist im März 2014. In knapp vier Monaten wird es Peter Grab nicht gelingen in Sachen Theatersanierung noch einen Bock zu schießen. Warum ihn also öffentlich demütigen?

OB Gribl und die „Stadtregierung“ würden, würden sie den Grünen in ihrem Ansinnen folgen und Peter Grab als Referent in dieser rigorosen Form einen Gesichtsverlust zufügen, auch mit dem Finger auf sich selbst zeigen. Sie haben nämlich zusammen mit Peter Grab die schweren Kollateralschäden in der Kulturlandschaft der Stadt zu verantworten. Die Grünen sind schon sehr früh beim OB mit der Bitte vorstellig geworden, dass er Grab von der Leitung des Kulturausschusses entbinden solle. Kurt Gribl lehnte ab. Er wollte auch damals einen Gesichtsverlust des Referenten vermeiden. Eine Entscheidung, die der Schreiber dieser Zeilen dem Oberbürgermeister mindestens einmal im Monat schwer übelnimmt, nämlich jedes Mal nach einer langen, schlecht vorbereiteten  und unstrukturierten Sitzung des Kulturausschusses.

Ebenfalls – etwa in der Mitte der zu Ende gehenden Stadtratsperiode – wurden Stimmen innerhalb der Verwaltung laut, Gribl solle die Stelle des Kulturreferenten umschreiben, sodass Grab zwar formal noch Kulturreferent, praktisch aber nur noch ein Grußonkel ist. Gribl dachte nicht daran, dem Impuls der Verantwortung zu folgen, sondern ließ Grab weiter werkeln. Bernd Kränzle und der OB spielten lieber Ausputzer, als das Problem konsequent am Schopf zu packen. Die Chance, Peter Grab zu entmachten, wurde nie ernsthaft verfolgt. Warum sollte ihn also der Oberbürgermeister in den letzten Monaten seiner Amtszeit mit einer Maßnahme halboffiziell zu einer Witzfigur erklären?

Es soll an dieser Stelle nicht aufgelistet werden, was der Referent alles in den Sand gesetzt hat, nicht angepackt hat oder nicht zu Ende gedacht hat, sondern lediglich darauf hingewiesen werden, dass er den Kulturausschuss zu einem von sich selbst genervten Tollhaus verkommen hat lassen, in dem er, wie gestern, seitenweise aus Verwaltungsunterlagen vorliest, um dann wie ein Kind fragend in die Runde zu blicken, ob es auch alle in seinem Sinne verstanden haben. Hätten die Grünen gestern einen Geschäftsordnungsantrag gestellt, Grab soll von der Sitzungsleitung entbunden werden, hätten sich die anwesenden Journalisten das Applaudieren nur schwer verkneifen können. Politisch wurde vom Kulturausschuss in den zurückliegenden Jahren ganz selten eine erhellende Debatte geführt. Das hat nicht nur der Referent zu verantworten, doch er ist es, der den Preis dafür zu zahlen hat. In der politischen Stadt wird seit Monaten nicht darüber nachgedacht, ob Peter Grab für eine zweite Amtszeit in Frage kommt, sondern darüber, wer sein Nachfolger wird.

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Heißer Jazzabend ohne Abkühlung danach

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Mein blaues Licht

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Mi. 27.11.2013, 20.00 Uhr
Zeughaus, Filmsaal

Anlässlich des Internationalen Tages „Nein zu Gewalt an Frauen“ laden Christine Kamm (MdL) und die Stadträtin Martina Wild zu einem Film- und Diskussionsabend mit Fadumo Korn ein.



Die gebürtige Somalierin lebt seit ihrem 14. Lebensjahr in Deutschland und kämpft gegen genitale Beschneidung von Mädchen und Frauen.

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FCA vs. Hoffenheim 2:0

In der 13. Runde der Fußballbundesliga gewann der FC Augsburg in der heimischen SGL Arena vor 28.000 Zuschauern mit 2:0. Beide Tore erzielte Halil Altintop in der 17. und 23. Minute. In der ersten Halbzeit erspielte sich der FCA gegen eine schwache Hoffenheimer Defensive Torgelegenheit im Minutentakt. Die Hoffenheimer hielten dagegen, sodass sich ein munteres […]

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Impressionen vom neuen Kö In gut drei Wochen, am 15. Dezember, wird der Nahverkehrs­knoten Königsplatz seinen Betrieb wieder aufnehmen. Grund für die Stadtwerke Augsburg, die Presse zu einem Rundgang im neuen Königsplatzgebäude einzuladen. Roland Rehm, Projektleiter Hochbau, führte am gestrigen Nachmittag durch und um das futuristische Kundenzentrum. Der Hochbau von Norden – hier ist der Eingang […]

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Augsburg erhält Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2013

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Musste sich Augsburg im vergangenen Jahr noch der „Schwarz­wald­metropole“ geschlagen geben, […]

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AfD Augsburg mit prominentem Unterstützer

Gottfried Neumann, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Augsburger Aktienbank AG und jahrzehntelang in verschiedensten Ehrenämtern engagiert, wird die AfD bei den Europa- und Kommunalwahlen 2014 unterstützen. Neumann zu seiner Entscheidung: „Ich bin Europäer und habe nichts gegen Europa und teile die Auffassung der AfD. Die tiefe Sorge um die Zukunft der nachfolgenden Generationen veranlasst mich, meine Stimme […]

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„Vielfalt sucht Rat“

„Vielfalt sucht Rat“

Diskussionsveranstaltung
Montag 25.11.2013, 19.00 Uhr
in den Räumen von Tür an Tür
(Wertachstr. 29 – Rückgebäude)

Im Mittelpunkt steht eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung. Referent für Migrationsfragen, Mekonnen Mesghena, wird die Ergebnisse der bundesweiten Erhebung präsentieren. In der anschließenden Diskussion wird es auch darum gehen, wie die Repräsentanz von Migrant/-innen in Augsburg verbessert werden kann. Diskussionspartner sind unter anderem Cemal Bozoglu und Reiner Erben, Fraktions­vorsitzender der GRÜNEN Stadtratsfraktion.
» http://bit.ly/1flOR6g

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Theatersanierung: Grab bleibt in der Verantwortung

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„Wir gehen davon aus, dass das CFS 37 Millionen kosten wird“

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15-Jähriger aus Augsburg vermisst



Seit Dienstag (28.04.2026) wird der 15-jährige David Baidinger aus Augsburg vermisst. Der 15-Jährige wurde zuletzt im Bereich Augsburg Oberhausen gesehen. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Der Vermisste wird wie folgt beschrieben: Der 15-Jährige ist ca. 175 cm groß, ca. 75 kg schwer und hat kurze Haare. Er trägt vermutlich eine dunkle Jogginghose, einen […]

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Zurzeit herrschen ideale Bedingungen für die Apfelblüte. 2026 könnte ein gutes Apfeljahr werden! Foto: Apfelblüte in Lechhausen.

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„Drunter und drüber“: Kinder­fotopreis Augsburg 2026 startet



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Augsburg verpasst Sieg knapp – Kade trifft, Dahmen rettet Punkt



Der FC Augsburg hat sich in einem intensiven Duell mit Eintracht Frankfurt ein 1:1 erarbeitet – und dabei lange wie der mögliche Sieger ausgesehen. Nach einer zerfahrenen ersten Hälfte brachte Anton Kade die Fuggerstädter kurz vor der Pause verdient in Führung. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Augsburg zunächst gefährlich, verpasste es aber, trotz guter Chancen […]

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Halbzeit: Kade belohnt Augsburg spät – verdiente Führung gegen harmlose Frankfurter



Der FC Augsburg zeigt in einer insgesamt zähen ersten Hälfte die reifere Leistung und geht mit einer verdienten 1:0-Führung in die Pause. Von Beginn an traten die Fuggerstädter engagiert auf, setzten die Gäste aus Frankfurt früh unter Druck und erspielten sich leichte Feldvorteile – auch wenn klare Torchancen zunächst Mangelware blieben. Defensiv stand der FCA […]

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