DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Mittwoch, 15.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Amtliches

Bombenalarm: Stadt Augsburg gibt Standorte der Notunterkünfte bekannt

In Augsburg sind rund 54.000 Menschen aufgrund des Fundes einer Fliegerbombe von einer Zwangsevakuierung am 1. Weihnachtsfeiertag betroffen. Insgesamt sind an diesem Tag in der Innenstadt von Augsburg rund 2000 bis 2500 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Hilfsdiensten zum Teil aus ganz Bayern im Einsatz.

Krisenstab: Stefanie Rohde, Michael Gebler, Norbert Zink, Kurt Gribl, Dirk Wurm, Frank Habermaier, Richard Goerlich (v.l.) Foto: DAZ)

Krisenstab: Stefanie Rohde, Michael Gebler, Norbert Zink, Kurt Gribl, Dirk Wurm, Frank Habermaier, Richard Goerlich (v.l.) Foto: DAZ)


Für zirka 3000 Menschen werden von der Stadt Notunterkünfte bereitgestellt. „Für Menschen, die nicht bei Familie, Freunden und Bekannten unterkommen, wird die Stadt Notunterkünfte zur Verfügung stellen“, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt. Als Notunterkünfte sind vorgesehen:

das Rudolf-Diesel-Gymnasium (Aufnahme-Kapazität ca. 250 Menschen),

die Hans-Adlhoch-Volksschule (Aufnahme-Kapazität ca. 250 Menschen),

die Berufsschule VI (Aufnahme-Kapazität ca. 250 Menschen),

die Turnhalle TSG Augsburg (Aufnahme Kapazität ca. 250 Menschen),

die Messe Augsburg (Schwabenhalle) (1100 Menschen und bei Bedarf mehr),

die WWK Arena (FCA Stadiongebäude) (ca. 1000 Menschen).

Wer den 1. Weihnachtsfeiertag weder im Familienkreis noch in einer angebotenen Notunterkunft  verbringen möchte, könnte auf der städtischen Plattform auf temporäre Gastfreundschaft stoßen.

Unter dem Hasthag #WillkommenImWarmen ist eine Facebookseite eingerichtet, auf der man  Gastfreundschaft anbieten und wahrnehmen kann. Die Seite dient dazu, Unterkunfts-Suchenden einen „Platz im Warmen“ anzubieten oder bei der Suche behilflich zu sein, sich zu verabreden oder einen Platz zu empfehlen.



Sicherheitsrechtliche Allgemeinverfügung der Stadt


Die Stadt Augsburg hat für die Evakuierung eine sicherheitsrechtliche Allgemeinverfügung erlassen. Entsprechend ist der Aufenthalt in der festgelegten Schutzzone am Sonntag, 25. Dezember 2016, ab 10 Uhr nicht mehr erlaubt. Zutritt haben nur die an der Kampfmittelbeseitigung beteiligten Personen, sowie die Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Integrierten Leitstelle und die Mitglieder der Führungsgruppe Katastrophenschutz.

Appell an die Bürger

Dringender Appell ergeht an alle betroffenen Bürger, sich eigenverantwortlich an der Evakuierung zu beteiligen. „Bitte denken Sie auch daran, Ihre Nachbarn zu benachrichtigen. Vor allem wenn es sich um alleinstehende und ältere Personen handelt oder die Nachbarn kein Deutsch sprechen“, so Ordnungsreferent Dirk Wurm.



Postwurf-Information an Betroffene


Alle in der Schutzzone liegenden Haushalte erhalten ab morgen ein amtliches Schreiben als Postwurfsendung, die zur anstehenden Evakuierung in den Sprachen Englisch, Türkisch, Rumänisch, Italienisch, Polnisch, Kroatisch und Griechisch informiert.

Bus und Tram im Ferientakt

Schutzzone und Notunterkünfte

Schutzzone und Notunterkünfte


Zum Verlassen der Schutzzone stehen den Bürgern auch die Busse und Straßenbahnen der Stadtwerke Augsburg (swa) kostenlos zur Verfügung. Von Betriebsbeginn um etwa 5:00 Uhr bis 10:00 Uhr gilt der Ferienfahrplan (Montag bis Freitag). Es verkehren alle gewohnten Linien und alle Haltestellen werden angefahren. Je nach Bedarf werden flexibel Zusatzfahrzeuge eingesetzt. Fahrpläne finden Sie im Internet unter ww.sw-augsburg.de und an allen Haltestellen. Damit ist gewährleistet, dass die Bürger die offiziellen Notunterkünfte erreichen, aber auch zu Verwandten und Freunden außerhalb der Schutzzone mit dem ÖPNV gelangen können. Nach 10:00 Uhr und bis zum Ende der Entschärfung der Fliegerbombe verkehren in Augsburg keine Busse und Straßenbahnen der swa. Regionalbuslinien des AVV fahren außerhalb der Schutzzone soweit möglich. Für die Rückkehr der Bürger werden nach Freigabe der Schutzzone Busse eingesetzt, die bedarfsgerecht fahren werden.

Hotline für Transport von Bettlägerigen

Bettlägerige Personen, die selbst nicht in der Lage sind, das Evakuierungsgebiet zu verlassen, können unter der Rufnummer 0821/19222 einen Liegendtransport vereinbaren.

Mitnahme von Tieren

Auch die Mitnahme von Tieren ist ein großes Thema bei den Anfragen der Bürger, die bei der Stadt in großer Anzahl eingehen. Diese können in entsprechenden Transportboxen auch im öffentlichen Nahverkehr und in den Sammelunterkünften kostenlos mitgenommen werden. Das Tierheim Augsburg hat eine Facebookseite (@tierheimaugsburg) eingerichtet, auf der Angebote für Pflegestellen von Tieren für die Zeit der Evakuierung eingestellt werden können. Auch im Tierheim selbst können Kleintiere abgegeben werden. Auch für Hunde und Katzen werden Notplätze freigehalten. Abgabe ist an Heilig Abend bis 16 Uhr möglich, Abholung erst am 26. Dezember.

So informiert die Stadt die Bürger

Bürgertelefon: Seit dem heutigen Donnerstag, 22. Dezember, ist ab 12 Uhr ein Bürgertelefon eingerichtet, das 24 Stunden rund um die Uhr erreichbar ist. Telefonnummer: 0821 324 4444.

Städtische Webseite

Unter www.augsburg.de/evakuierung gibt es alle Informationen aktualisiert.

Soziale Medien

Die Stadt informiert gemeinsam mit der Polizei auch immer aktuell über die sozialen Medien unter www.facebook.de/augsburg, www.twitter.com/augsburgcity, WhatsApp (www.augsburg.de/whatsApp) oder per Telefon 0821/324 4444 (rund um die Uhr).

gesamten Beitrag lesen »



Bombenalarm: Augsburg steht vor einer Massenevakuierung

Ein Bombenfund in der Innenstadt Augsburgs macht die größte Evakuierungsaktion der Nachkriegsgeschichte notwendig. Nach dem Fund einer Fliegerbombe müssen am ersten Weihnachtsfeiertag zirka 54.000 Menschen evakuiert werden. Bei Bauarbeiten zu einer Tiefgarage in der Jakoberwallstraße wurde eine Fliegerbombe britischer Bauart aus dem zweiten Weltkrieg aufgefunden. Mit einem Gesamtgewicht von 3,8 Tonnen handelt es sich um […]

gesamten Beitrag lesen »



Begabtenförderung: Augsburg erhält Kompetenzzentrum

Das Gymnasium bei St. Stephan wird Kompetenzzentrum für Begabtenförderung Kompetenzzentren für Begabtenförderung gibt es an acht bayerischen Gymnasien: Bayreuth, Deggendorf, Gauting, München, Nürnberg, Weiden, Würzburg und seit dieser Woche auch in Augsburg  (Gymnasium bei St. Stephan). Mit dem Kompetenzzentrum bei St. Stephan will sich der Freistaat in Zukunft intensiver um die Förderung hochbegabter Schüler kümmern. […]

gesamten Beitrag lesen »



Verwaltungsgericht: „AfD-Veranstaltung steht im Einklang mit der kulturellen und kulturhistorischen Bedeutung des Rathauses“

Das Augsburger Verwaltungsgericht hat heute den geplanten Neujahrsempfang der AfD als rechtmäßig erklärt. Das Verwaltungsgericht Augsburg hat im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes dem Eilantrag der Augsburger AfD-Stadträte gegen die von der Stadt Augsburg widerrufene Nutzungsgenehmigung stattgegeben. Übersetzt heißt das, dass das von der Stadt gegenüber der AfD verhängte „Nutzungsverbot des Rathauses“ vom Verwaltungsgericht aufgehoben wurde. […]

gesamten Beitrag lesen »



Alfred Müllner wird neuer Energie-Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg

Eine wichtige Personalie für das städtische Tochterunternehmen Stadtwerke Augsburg ist entschieden: Alfred Müllner wird auf Beschluss des Stadtratsausschusses für Wirtschaftsförderung, Beteiligungen und Liegenschafen neuer Geschäftsführer der Bereiche Energie und Wasser bei den Stadtwerken Augsburg (swa). Wie bereits Dr. Walter Casazza wird auch Alfred Müllner ebenfalls Geschäftsführer der swa-Holding. Der 54jährige ist derzeit Alleingeschäftsführer der Stadtwerke […]

gesamten Beitrag lesen »



Theatersanierung: Bürgermeisterin Eva Weber geht auf Ausschussgemeinschaft los

Mit ungewöhnlicher Schärfe reagierte Finanzbürgermeisterin Eva Weber auf eine  Pressemitteilung der Vierer-Ausschussgemeinschaft, die das städtische Finanzierungskonzept zur Theatersanierung kritisiert. Die Finanzreferentin der Stadt Augsburg wirft der Ausschussgemeinschaft „Realitätsverlust und ungezügelte Wichtigmacherei“ vor. „Das Finanzierungskonzept für die Theatersanierung ist solide berechnet“, so Eva Weber. Das Finanzierungskonzept zur geplanten Theatersanierung beschreibt laut Finanzbürgermeisterin Eva Weber die Systematik, […]

gesamten Beitrag lesen »



Bürgerentscheid: Einfache Mehrheit allein reicht nicht

Am Sonntag stimmen die Augsburger über die Fusion der Energiesparte der Stadtwerke mit erdgas schwaben ab. Die Mehrheit der abgegebenen Stimmen allein ist dabei nicht ausschlaggebend. Rund 210.000 Stimmberechtigte sind dazu aufgerufen, am 12. Juli in 130 Abstimmungslokalen ihre Stimme abzugeben. Fällt die Wahlbeteiligung allerdings zu gering aus und wird das so genannte Quorum nicht […]

gesamten Beitrag lesen »



Einwohnerzahl im Jahr 2014 um über 5.000 gestiegen

Die Einwohnerzahl Augsburgs ist im Jahr 2014 um 1,8 Prozent von 278.473 auf 283.544 Personen gestiegen. Während die Zahl der deutschen Einwohner ohne Migrations­hinter­grund nur um 650 auf rund 160.000 stieg und auch die Zahl der deutschen Einwohner mit Migrations­hinter­grund nur um 773 zunahm, stieg die Zahl der Ausländer um 3.678 auf jetzt 54.285 an. […]

gesamten Beitrag lesen »



CFS-Desaster: Landgericht sieht Architekten in der Haftung

Das Landgericht Augsburg hat heute in Sachen CFS im Kern entschieden, dass die beklagten Architekten schadensersatzpflichtig sind. Die politische Verarbeitung der schlechten Sichtverhältnisse des CFS und die damit verbundenen wesentlich höheren Umbau-Kosten wurde von Augsburgs Oberbürgermeister durch die Bildung eines Dreierbündnisses „abgeschlossen“. Die ehemalige Opposition, allen voran die Grünen, gehören nun zur Regierung und die […]

gesamten Beitrag lesen »



Sozialticket: Stadt muss neu entscheiden

Der Stadtratsbeschluss in Sachen Sozialticket vom Januar 2014 ist hinfällig. Das Augsburger Verwaltungsgericht hat vier Klägern Recht gegeben, deren Antrag auf ein Sozialticket abschlägig entschieden wurde. Die Stadt kann nun Berufung beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München einlegen oder dem Stadtrat einen neuen Beschluss vorlegen. Bei den Klägern handelt es sich um arbeitssuchende Hartz-IV-Empfänger, die gemäß […]

gesamten Beitrag lesen »