Erstmals bieten die Stadtwerke Augsburg Produkte zum Trend-Thema Elektromobilität an. Auf der Augsburger Frühjahrsausstellung AFA, die heute beginnt, gibt es erste Informationen.
Was Anfang Februar noch Absichtserklärung war, ist ab heute Wirklichkeit: Die Stadtwerke Augsburg bieten Komplettpakete für ein neues, elektrisches Fahrerlebnis an. Im Februar war eine Kooperation zwischen Stadtwerken und der Siemens AG im Bereich der Entwicklung von Ladesystemen für Elektrofahrzeuge geschlossen worden (die DAZ berichtete): Bis Ende 2010 sollen zehn Ladestationen in der Stadt aufgestellt, im Echtbetrieb getestet und weiterentwickelt werden.
Ohne Kunden nützen die Ladestationen allerdings nichts. Um die Bürger für die Elektromobilität zu sensibilisieren und zu gewinnen, unterstützen die Stadtwerke Augsburg deshalb den Kauf von Elektro-Zweirädern durch einen Gutschein oder eine Null-Prozent-Finanzierung. Kooperationspartner ist hier Fahrrad Bäuml. Mit im Paket enthalten sind ein Nahverkehrs-Ticket und eine Flatrate zum Stromtanken an den Ladestationen. „Wir dürften die ersten in Deutschland mit solchen Produktpaketen sein“, erklärte Dr. Claus Gebhardt, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, gestern beim Pressetermin.
„Wir geben mächtig elektrisch Gas“
Nachdem die serienmäßige Fertigung von erschwinglichen Elektroautos noch auf sich warten lässt, setzen die Stadtwerke zunächst auf Zweiräder: Pedelecs, Elektroroller und Segways. Auf der AFA können die verschiedenen Fahrzeuge ausprobiert werden. Die Branche rechnet bei Elektro-Fahrrädern in diesem Jahr mit einem regelrechten Boom. Nach Expertenmeinung wird der Sprit aus der Steckdose Benzin und Diesel verdrängen – so wie einst die Dampfmaschine innerhalb kurzer Zeit dem Verbrennungsmotor weichen musste. „Wir sind bei diesem Thema nicht nur ganz vorn dran, sondern geben auch mächtig elektrisch Gas“, so Gebhardt.
„Wir müssen den raschen Wechsel zu umweltfreundlichen Antriebstechniken schaffen“, so der Stadtwerke-Geschäftführer weiter. Je schneller man den Wechsel schaffe, desto besser sei dies für das Klima in den Städten und weltweit. Deshalb sei auch selbstverständlich, dass der Strom an den Augsburger Ladestationen zu 100 Prozent aus regenerativer Erzeugung stamme.
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