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Dienstag, 12.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Lokalpolitik

Kö-Umbau: „Sich auf die Vernunft zu verlassen, wäre ein zu hohes Risiko“

Kommentar von Siegfried Zagler

Die Stadtregierung hat ihr drittes Bürgerbegehren abzuarbeiten. Nach dem „Stadtbadbegehren“, das die Stadtspitze zum Einlenken zwang und dem kürzlich vom Stadtrat die Zulässigkeit verweigerten Bürgerbegehren für die schnelle Maxstraßensanierung steht die Stadtregierung mit dem „Tunnelbegehren“ erstmals richtig unter Druck. Aber nicht nur die Stadtregierung. Falls sich die Augsburger Bürgerschaft für die Tunnellösung am Königsplatz entscheiden sollte, wäre auch die vom Regenbogen geplante und von CSU und Pro Augsburg fortgeführte Mobilitätsdrehscheibe zerschossen. Im November 2007 hat sich die Bürgerschaft bereits in einem von der CSU unterstützten Bürgerentscheid gegen das „Jahrhundertprojekt“ Mobilitätsdrehscheibe ausgesprochen. Zumindest konnte man damals davon ausgehen, dass dies der Fall sei. Der damalige Königsplatz-Slogan der CSU hatte die Mobilitätsdrehscheibe im Visier: „Tunnel statt Chaos“. Dann kam der Ideenwettbewerb und die Wengert´sche Mobilitätsdrehscheibe war wieder salonfähig.

Das Bürgerbegehren ist der denkbar stärkste Angriff auf die Stadtregierung

„Es wird höchste Zeit, dass das Wahlversprechen der CSU eingelöst wird“, so die Mitinitiatorin des Tunnelbegehrens und ehemalige CSU-Stadträtin Erika Still-Hackel, als das „Todeskommando Tunnel“ vor drei Monaten auf den Weg gebracht wurde. Dieses Bürgerbegehren ist der denkbar stärkste Angriff auf die aktuelle Stadtregierung. Ein positives Ergebnis im Sinne der Initiatoren wäre der Anfang vom Ende der CSU/Pro Augsburg Rathausregierung, die sich am Ende des Tages vom Wähler attestieren lassen müsste, in der wichtigsten verkehrlichen Frage am Schlingerkurs der CSU und somit an sich selbst gescheitert zu sein. In einem sehr tiefen Dilemma steckt allerdings auch die SPD. Während die Grünen geschlossen hinter den Umbauplänen der Stadtregierung stehen, da der Bebauungsplan 500 im hohen Maße ihrer „Verkehrsphilosophie“ entspricht, präferiert die SPD ihre nicht mehrheitsfähige Bypasslösung, an der sie wohl „auf Teufel komm raus“ festhalten möchte.

Es müsste im Stadtrat zum Schwur kommen

Ein Tunnel am Königsplatz wäre nicht nur städtebaulich und verkehrstechnisch ein Rückschritt in veraltete Konzepte, sondern auch eine politische Katastrophe. Ein halbes Jahrzehnt Planung und politisches Ringen, viele tausend Seiten Gutachten, Stellungnahmen und Verwaltungsarbeit um den besseren Königsplatz würden auf den Müllplatz der Geschichte wandern. Der Bahnhofsbau stünde in den Sternen, und die politische Glaubwürdigkeit aller Parteien wäre beschädigt. Sich auf die reine Vernunft der Augsburger zu verlassen, wäre in diesem Fall ein zu hohes Risiko. Die Argumente der Tunnelbefürworter sind leicht nachvollziehbar und das anachronistische Protestpotenzial in der Augsburger Bürgerschaft ist leichter aktivierbar als das der zukunftsorientierten Vernunft. Angesichts der Gefahr, verkehrlich und städtebaulich in die Steinzeit zurückgeworfen zu werden, müsste es im Stadtrat jenseits aller parteipolitischer Ränkespielchen zum Schwur kommen. Ein von allen Parteien mit Verve und Leidenschaft unterstütztes Ratsbegehren würde die Tunnelträume eines Teils der Bürgerschaft mit großer Wahrscheinlichkeit abwenden. Falls sich der Stadtrat darauf nicht verständigen sollte, wäre das ein politisches Armutszeugnis erster Güte.

» Königsplatzumbau: Bürger entscheiden über Tunnellösung

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Bald LKW-Mauteinnahmen für Augsburg?

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hält die Forderung des Augsburger CSU-Bezirksvorsitzenden Dr. Christian Ruck, die Kommunen an den Einnahmen aus der LKW-Maut für Bundesstraßen zu beteiligen, für interessant. Ruck hatte anlässlich der Pläne Ramsauers, die LKW-Mautpflicht auf vierstreifige Bundesstraßen auszuweiten, auf die Baulast Augsburgs mit seinen Bundesstraßen B17, B10, B300 und B2 hingewiesen und eine angemessene Beteiligung […]

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Tunnel-Begehren erreicht Etappenziel

Das erste Ziel des Bürgerbegehrens „Tunnel statt Chaos“ ist erreicht: 10.900 Unterschriften für einen Autotunnel unter dem Kö sind beisammen und sollen am 1. September bei der Stadt eingereicht werden. 9.730 Unterschriften – 5 Prozent der Wahlberechtigten – beträgt das Quorum, das ein Bürgerbegehren in Augsburg erfüllen muss. 1.200 hat man zusätzlich gesammelt und alles […]

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Nutzungsrichtlinien für öffentliche Plätze bleiben unverändert

Der Ferienausschuss des Stadtrats hat am Donnerstag darauf verzichtet, die städtischen Nutzungsrichtlinien für Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen und Plätzen zu verschärfen. Mit der Anpassung der Richtlinien sollte ein zusätzliches Regularium für das vor der City Galerie geplante „Winterland“ geschaffen werden. Zum Verzicht auf die Erweiterung der Richtlinien kam es, nachdem die im Publikum anwesenden Veranstalter […]

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Heimatpfleger: Bachhuber wirft seinen Hut in den Ring

Der Architekt Walter Bachhuber ist nach dem überraschenden Rücktritt von Eberhard Hilbich von der SPD als neuer Stadtheimatpfleger ins Gespräch gebracht worden. Gestern hat sich Bachhuber via Pressemitteilung erstmalig zu Wort gemeldet. „Ich bin gefragt worden – und ich habe es mir überlegt, und ich habe ja gesagt, dabei bleibe ich“, so Walter Bachhuber zur DAZ. […]

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Stadtrat: Es wird noch nicht getwittert

Der Ferienausschuss des Stadtrats hat in seiner gestrigen Sitzung den Punkt „Selbstverpflichtungsvereinbarung zwischen den Stadträten zum Thema ‚Twitter’“ von der Tagesordnung genommen. Der Antrag, sich nicht im 14köpfigen Ferienausschuss, sondern im Plenum des Stadtrats mit dem Kurznachrichtendienst Twitter zu befassen, kam von der CSU. Bei „Twitter“ handelt es sich um einen neuartigen Kurznachrichtendienst, mit dem […]

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„Winterland“: Unterstützung von der FDP

Im Vorfeld der Stadtratsentscheidungen um das geplante „Winterland“ vor der City Galerie meldete sich gestern die Augsburger FDP-Bundestagsabgeordnete Miriam Gruß zu Wort. Beim „Winterland“ handelt es sich um ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt einer Eislaufbahn mit Bewirtung, die jeweils von Anfang November bis Anfang Januar auf dem Willy-Brandt-Platz errichtet werden soll. Investitionskosten laut Angaben […]

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Richtig twittern: Augsburgs Stadträte geben sich Regeln

Am Donnerstag befassen sich die Stadträte des Ferienausschusses mit dem Twittern aus Stadtrats- und Ausschusssitzungen. Es wird mit der Verabschiedung einer Selbstverpflichtungserklärung gerechnet. Auslöser für die Befassung des Stadtrats mit dem Kurznachrichtendienst Twitter, mit dem Texte live und weltweit lesbar ins Internet gestellt werden können, war das „Twittern“ von Stadtrat Christian Moravcik (Grüne) aus der […]

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Heimatpfleger: Was soll er können?

Kommentar von Siegfried Zagler Professor Eberhard Paul Hilbich ist als Heimatpfleger aus seinem Amt gedrängt worden. Er selbst hätte gerne weiter gemacht, doch die SPD, einige CSU-Stadträte, die Linken sowie die Stadträte Englet, Schönberg und Kranzfelder-Poth haben sich mehr oder weniger öffentlich gegen eine Vertragsverlängerung mit Hilbich ausgesprochen. Hilbich wollte eine beschädigende Diskussion um seine […]

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Heimatpfleger: Hilbich gibt auf

Prof. Eberhard Paul Hilbich, Heimatpfleger der Stadt Augsburg, legt keinen Wert mehr auf die Fortführung seines Amtes. Hilbich begründet in einem Brief an Oberbürgermeister Kurt Gribl seine Entscheidung mit dem politischen Gezerre um seine Person. Zuletzt hatte die SPD vorgeschlagen, Hilbichs Vertrag nicht die üblichen fünf, sondern nur 2,5 Jahre zu verlängern. Hilbich war damit […]

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