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Dienstag, 12.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Lokalpolitik

Englets Bekenntnis

Im Oktober 2010 haben im Augsburger Stadtrat die Freien Wähler eine Fraktion gebildet. Dies wurde möglich, weil CSU-Stadträtin Regina Stuber-Schneider die CSU verlassen hatte und bei den Freien Wählern eintrat. Dadurch haben sich im Stadtrat die Mehrheitsverhältnisse numerisch so entwickelt, dass der Regierungskoalition von CSU und Pro Augsburg eine Stimme zur Mehrheit im Stadtrat fehlt. Die Augsburger Allgemeine sah darin damals „ein politisches Beben“.

Von Siegfried Zagler

"Eine gute und verlässliche Zusammenarbeit": Karl Heinz Englet und OB Kurt Gribl

"Seit Amtsbeginn eine gute und verlässliche Zusammenarbeit": Karl Heinz Englet und OB Kurt Gribl


Das Beben blieb aus. Der von der Stadtregierung vorangetriebene Königsplatzumbau ist mit großer Mehrheit im Stadtparlament und an den Wahlurnen des Bürgerentscheids beschlossen worden, und der im Sommer 2009 aus der Stadtratsfraktion von Pro Augsburg ausgeschiedene Karl Heinz Englet vollzog in den vergangenen drei Monaten einen engen Schulterschluss mit OB Gribl, wodurch es faktisch bei der numerischen Mehrheit der bürgerlichen Stadtregierung geblieben ist. Ganz wie die DAZ damals prognostizierte: „Bei wichtigen Angelegenheiten wird sich OB Kurt Gribl mit dem fraktionslosen Karl Heinz Englet kurzschließen. Englet steht näher beim OB als bei der neuen Fraktion der Freien Wähler“, schrieb die DAZ am 15.Oktober 2010. Und in der Tat hat sich Englet in den zurückliegenden Wochen als sehr standfester Bundesgenosse Gribls erwiesen, und zwar nicht nur indem er dem Werben und Eintrittsangeboten beinahe aller Parteien widerstand, sondern in erster Linie auch deshalb, weil er inhaltlich bei allen Entscheidungen stets auf Regierungskurs lag – die Angelegenheit Interimsspielstätte ausgenommen. Gestern bestätigten gleich zwei Pressemitteilungen die DAZ-Einschätzung im vermeintlich „heißen Herbst“.

„Stadtrat Englet wird die Politik von OB Gribl weiterhin uneingeschränkt unterstützen“

Karl Heinz Englet wollte „nicht mehr drei Mal in der Woche den falschen Sachverhalt in der Zeitung lesen, dass der OB keine Mehrheit im Stadtrat mehr hat“. Das sei einfach falsch, und es sei längst überfällig gewesen, dies richtig zu stellen, so Englet gestern auf Anfrage zur DAZ. Ähnlich soll sich Englet in den vergangenen Tagen gegenüber Gribl geäußert haben. Augsburgs Oberbürgermeister fand das dergestalt bemerkenswert, dass ihm ums Haar eine „zweite Regierungserklärung“ aus der Feder floss: „Sein klares Bekenntnis für eine bürgerlich progressive Politik stützt die Position der Stadtregierung. Die damit verbundenen Mehrheitsverhältnisse führen zu neuen Gestaltungsmöglichkeiten. Das bedeutet auch ein ruhiges Fahrwasser für wichtige Themen in der Haushalts-, Verkehrs- und Personalpolitik. Mit Stadtrat Karl Heinz Englet verbindet mich persönlich schon seit Amtsbeginn eine gute und verlässliche Zusammenarbeit, geprägt von Sachlichkeit und Fachkompetenz. Unabhängig davon werde ich mich natürlich weiterhin um breite Mehrheiten und um die Einbindung anderer Fraktionen bemühen“, so Kurt Gribl gestern in einer städtischen Pressemitteilung.

Die CSU-Fraktion hob in ihrer Pressemitteilung Englets Mitwirken beim Koalitionsvertrag hervor. Englet habe die Koalitionsvereinbarung zwischen der CSU-Fraktion und der Fraktion von Pro Augsburg maßgeblich mit gestaltet und auch unterzeichnet. „Stadtrat Englet wird insofern auch weiterhin die Politik von OB Dr. Gribl und die die Stadtregierung tragende Koalition aus CSU und Pro Augsburg uneingeschränkt unterstützen“, so die CSU-Fraktion in ihrer gestrigen Stellungnahme, deren Hintersinn – genau wie bei der städtischen Pressemitteilung – wohl am ehesten darin besteht, in der Sprache der Politik zu erklären, dass die Suche nach neuen Referenten begonnen und sich die Opposition dabei hinten anzustellen habe. Wie bereits mehrfach berichtet, ist nicht davon auszugehen, dass die beiden vakanten Referentenstellen (Wirtschafts- und Ordnungsreferat) von den erkrankten Amtsinhabern weitergeführt werden.

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Neujahrsempfang der Augsburger SPD: Wind von links

Der bayerische IG-Metall Chef Jürgen Wechsler zeichnete im Augsburger Rathaus auf dem Neujahrsempfang der SPD den Genossen den Weg zurück zu ihren sozialdemokratischen Wurzeln vor und bekam dafür von zirka 500 Gästen zustimmenden Applaus. Von Siegfried Zagler Vor Wechslers Festrede appellierte der Fraktionschef der Augsburger SPD, Stefan Kiefer an das Verantwortungsbewusstsein der politischen Kaste. Das […]

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Grüner Erfolg für mehr Datenschutz auf städtischer Internetpräsenz

Die Grüne Stadtratsfraktion begrüßt die Entscheidung von OB Kurt Gribl, nach der die Stadt Augsburg und die städtischen Töchter das Programm „Google Analytics“ nicht mehr verwenden. Damit folgt die Stadtregierung einem Antrag der Augsburger Grünen. Mit “Google Analytics” können Webseiten-Betreiber das Verhalten ihrer Nutzerinnen und Nutzer detailliert analysieren. Google bewirbt seinen kostenlosen Dienst als “die […]

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Ruck für ausgewogene Präsenz der Augsburger Polizei

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CFS-Debakel: Bauvorschriften verhindern Stehplätze

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„Die Fans sind nach Strich und Faden für dumm verkauft worden“

Kurz vor Jahreswechsel traf sich DAZ-Herausgeber Siegfried Zagler mit drei Vertretern der Panther-Fans, um das Auftreten der Panther in Iserlohn via TV zu verfolgen und um sich nebenbei über die Zukunft des Curt-Frenzel-Stadions zu unterhalten. Bernhard Kopp, Fanbeauftragter der Panther GmbH, Johann Albrecht und Werner Gillmann zeigten sich als an der Sache orientierte Diskutanten. Albrecht […]

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Maxfeste: Ein schlechteres Zeugnis kann man der politischen Kaste kaum ausstellen

Warum die Massenaufmärsche auf der Maximilianstraße für die Stadt schädlich sind Kommentar von Siegfried Zagler Jeder Pfannenverkäufer auf der Dult würde über die geringe öffentliche Aufmerksamkeit, die Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl bei der Eröffnung des letzten Maxfestes zuteil wurde, bittere Tränen vergießen. Als Augsburgs Stadtoberhaupt zur Eröffnung des Maxnullsoundso den Grußonkel gab, nahm im Sommer […]

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Max 11 ist mit „City of Peace“ nicht kompatibel

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Max11: Die Stadt will es

„Es gibt kein negatives Signal von der Stadt bezüglich Max11“, so der Pressesprecher des OB-Referates Ulrich Müllegger gestern auf Anfrage zur DAZ. Übersetzt heißt das, dass Oberbürgermeister Kurt Gribl das Maxfest im kommenden Jahr will, allerdings unter der Bedingung, dass alle Sicherheitsauflagen erfüllt werden. Alles andere ist zu kurz gedacht oder Spekulation. Die Sponsorenbedingungen und […]

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Auf zahlreiche Anfragen hin zeigt die WasserAllianz Augsburg den Film „Water Makes Money“ gegen Wasser-Privatisierung in einer Matinée. Der Film ist eine Dokumentation über die größten Wasserkonzerne in Europa und den Widerstand gegen sie. An verschiedenen Beispielen informiert er darüber, wie Wasserkonzerne die öffentliche Versorgung übernehmen und sie unter das Diktat des Profits setzen. Preiserhöhungen […]

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