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Montag, 26.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Ruck für ausgewogene Präsenz der Augsburger Polizei

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Christian Ruck äußerte sich gestern zur Diskussion um eine weitere Zusammenlegung von Polizeirevieren in Augsburg.

Dr. Christian Ruck

Dr. Christian Ruck


Bürgernähe und ausgewogene Präsenz in der ganzen Stadt müssten Leitgedanken für die Struktur der Augsburger Polizeireviere sein, so der Augsburger CSU-Parteichef. Die bayerische Polizei brauche für die Fortsetzung ihrer im bundesweiten Vergleich erfolgreichen Arbeit effiziente Strukturen. Dabei könne es durchaus sinnvoll sein, kleinere Polizeireviere zusammenzufassen, um Synergieeffekte zu nutzen. Die Ziele einer möglichst großen Bürgernähe der Polizei und einer ausgewogenen Präsenz von Revieren in der ganzen Stadt dürfe dabei aber keinesfalls aus den Augen verloren werden.

Befürchtungen der Lechhauser Bürger

Insbesondere müsse für die Augsburger Stadtteile östlich des Lechs eine sinnvolle Lösung gefunden werden, die auch das subjektive Sicherheitsgefühl der vielen dort lebenden Bürger befriedige, so Ruck. Die kürzlich von der Polizeiführung angedachte Schaffung einer gemeinsamen Polizeiinspektion für Pfersee, Oberhausen und Lechhausen macht für Ruck wegen der Größe dieses Einsatzgebiets und den weiten Anfahrtswegen keinen Sinn. Viel wichtiger sei, dass das Innenministerium Augsburg als Ballungsraum anerkenne, analog zu München und Nürnberg. Dadurch würde die Augsburger Polizei deutlich mehr Planstellen bekommen.

Die gemeinsame Polizeiinspektion für Pfersee, Oberhausen und Lechhausen ist auch polizeiintern nicht unumstritten. Nach Meinung von Reinhard Habesreiter, Bezirkschef der Gewerkschaft der Polizei, werde eine Zusammenlegung, bei der es dann kein Polizeirevier mehr auf der östlichen Seite des Lechs gebe, wenig Akzeptanz finden.