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Sonntag, 14.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kulturpolitik

Brecht: Rückkehr des verlorenen Sohnes

Das Ende der DDR und der anderen sozialistischen Länder machte eine Neuentdeckung Bertolt Brechts möglich – auch in Augsburg.

So die Grundannahme der Augsburger Brechtfestival-Macher Joachim Lang und Jan Knopf, die in Augsburg nicht unumstritten sind. Wie in Augsburg mit Bertolt Brecht umgegangen wurde und wird, schildert in einer Art kulturpolitischen Brecht-Reportage der Berliner Journalist Ralf Hutter. Es handelt sich bei der DAZ-Fassung um einen „Nachdruck“ . Der Text, der in ähnlicher Fassung bereits am Wochenende in der überregionalen Tageszeitung „Neues Deutschland“ erschien, zeigt einen entspannten Blick auf eine angespannte Situation. Hutters Blick aus der Ferne ist nicht oberflächlich, nicht aufgeregt oder ironisierend, sondern von einer wohltuenden Sachlichkeit bestimmt.



Von Ralf Hutter

Der verlorene Sohn Augsburgs ist zurück: Bert Brecht in der "Bleich" vor seinem Jugendhaus. (Foto: Stadt- und Staatsbibliothek)seinem

Der verlorene Sohn Augsburgs ist zurück: Bert Brecht in der "Bleich" vor seinem Jugendhaus. (Foto:  Stadt- und Staatsbibliothek)


Am vergangenen Freitag hat das jährliche Augsburger Brechtfestival begonnen. Überthema des zehntägigen Programms: Brecht im Exil. Damit ist die Zeit während des Nationalsozialismus gemeint. Doch der weltberühmte Dramatiker wurde auch danach, in Ost-Berlin, nicht wirklich heimisch. In seine Geburtsstadt Augsburg reiste er hingegen immer wieder gerne. Dort schlug ihm aber fast bis zum Ende des Jahrhunderts vor allem jene Ablehnung entgegen, die den vermeintlichen Regime-Dichter so oft traf.

Es ist sozusagen ein großer Konflikt der Weltliteratur, der sich in Augsburg im Kleinen abspielt. Es geht um einen der berühmtesten Dramatiker des 20. Jahrhunderts, der seit dem Untergang der Sowjetunion und der ihr angeschlossenen Staaten neu, unverfälscht gelesen werden kann und wird. Es geht um die richtige Art der Würdigung, um vermeintliche Verflachung, Vereinnahmung – und um Kommerz geht es auch. Es geht um Eugen Berthold Brecht, der heute im Internetauftritt der Stadt als „Augsburgs berühmtester Sohn“ bezeichnet wird. Seit der Jahrtausendwende wird Bertolt (wie er sich später nannte) Brecht in der Stadt seiner Kindheit, Jugend und ersten literarischen Arbeiten regelmäßig mit einem Festival gefeiert. Selbst die CSU kann etwas mit ihm anfangen. (mehr …)

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Brechtfestival: Risse hinter der Fassade

Trotz einer bemühten Feierlaune beherrschte die Ungewissheit über die Zukunft des Brechtfestivals die Tonart der Eröffnung. Von Halrun Reinholz Ja, die Besucherzahlen des Vorjahres konnten sich sehen lassen und auch die Eröffnung des Brechtfestivals 2015 fand vor vollem Haus statt. Vorausgegangen waren die Divergenzen über die künftigen Festivals im Stadtrat beziehungsweise mit dem Kulturreferenten Thomas […]

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Grüne: Brechtfestival inhaltlich neu aufstellen

Die Augsburger Grünen wollen ein anderes Brechtfestival und somit eine andere Festivalleitung und sie stellen für die Öffentlichkeit fest, dass sie das als Teil der Stadtregierung auch wollen dürfen. „Die Grüne Stadtratsfraktion stellt fest, dass sie sich beim Thema Brecht weiterhin für ihre Forderungen nach einer inhaltlichen Neuaufstellung des Brechtfestivals einsetzt“, so Martina Wild, Fraktionsvorsitzende […]

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Kulturausschuss: Brechtfestival abgesetzt

Der von Kulturreferent Thomas Weitzel vorgesehene Tagesordnungspunkt bezüglich des zukünftigen Brechtfestivals (nach 2015) wurde auf Wunsch der SPD von der Tagesordnung des kommenden Kulturausschusses genommen. Am kommenden Dienstag, den 9.12. hätte im Kulturausschuss nach Vorstellung von Kulturreferent Thomas Weitzel erstmalig im dafür zuständigen Gremium darüber diskutiert werden sollen, wie es nach Ablauf des städtischen Vertrages […]

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Brechtfestival: „Uraufführung“ geplatzt

„Die Reisen des Glücksgotts“ unter der Regie der Brecht-Enkelin Johanna Schall firmieren im Rahmen des kommenden Brechtfestivals nun doch nicht unter dem Begriff „Uraufführung“, wie noch vom Festivalleiter Joachim Lang im Kulturausschuss angekündigt. Von Siegfried Zagler Wie gestern auf Anfrage von Susanne Lindner (Brechtbüro) in Erfahrung zu bringen war, solle der Begriff „Uraufführung“ ohnehin nur […]

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Brechtfestival: Uraufführung oder Etikettenschwindel?

Bleibt es beim Etikett „Uraufführung“ oder lässt die Stadt diese Klassifizierung bei der Inszenierung des Brecht-Fragmentes „Die Reisen des Glücksgotts“ streichen? Von Siegfried Zagler Es geht um das Brecht-Fragment „Die Reisen des Glücksgotts“, das als „Textcollage“ im Rahmen des Augsburger Brechtfestivals inszeniert werden soll und als Uraufführung kürzlich im Kulturausschuss angekündigt wurde. Verkünder der sensationellen […]

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Zukunfts­werkstatt Gaswerk: Öffentlicher Abschluss der ersten Phase

Am heutigen Samstag, 15. Novem­ber, werden von 14 bis 18 Uhr im Oberen Fletz des Rathauses die Themen und Ergebnisse aus den vorbereitenden Workshops sowie der Online-Beteiligung zur Weiter­entwicklung des ehemaligen Gaswerk-Geländes öffentlich vorgestellt. Zu den Workshops eingeladen waren Anwohner, Kreative, Gewerbe und Dienstleister, Kultur-, Kreativwirtschaft und Gastronomie, Künstler, Musiker, Vertreter der Universität und Hochschule, […]

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Kulturausschuss: Mehr als 80.000 Euro für die Filmtage sind nicht möglich

Das Team der Augsburger Filmtage versuchte am vergangenen Dienstag die Mitglieder des Kulturausschusses davon zu überzeugen, dass es im kommenden Jahr sinnvoll wäre, den städtischen Zuschuss der Filmtage auf 190.000 Euro zu erhöhen. Das Ansinnen von Franz Fischer, Ellen Gratza, Harald Munding, Erwin Schletterer und Wolfgang Schick wurde vom Ausschuss mit einem Federstrich vom Tisch […]

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CSM stellt Förderantrag für Bluespots Productions

Die CSM-Fraktion macht sich für Bluespots Productions stark. „In unserer Stadt gibt es seit drei Jahren ein originelles, anspruchsvolles und innovatives multimediales Theater-Ensemble, das nicht nur in Augsburg eine Besonderheit darstellt, sondern weit über unsere Stadtgrenzen hinauswirkt“, so beginnt der CSM-Antrag, der wie ein PR-Text aufgebaut ist: „Das Bluespots Productions Ensemble ist ein junges und […]

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Kulturausschuss: schnell, sachlich und nichtssagend

Der Augsburger Kulturausschuss, der in der zurückliegenden Stadtratsperiode ein Skandalausschuss war, bearbeitete gestern eine kurz gehaltene Agenda. Stadtrat Andreas Jäckel (CSU) leitete den Ausschuss souverän. Debatten gab es keine. Das ist nur deshalb bemerkenswert, weil sich der Kulturausschuss offensichtlich auf dem besten Weg befindet, den Komödienstadel der vergangenen Jahre in eine neue Ära der Sachlichkeit […]

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