DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Donnerstag, 14.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Film

Zehn Filme über Mut

Filmfestival der „Aktion Mensch“ im Cinemaxx

Teenage Response - 13 Portraits von Berliner Jugendlichen, die der Kritik an ihrer Generation ihre eigenen Geschichten und Gedanken entgegensetzen.

Einer der zehn Filme: Teenage Response - 13 Portraits von Berliner Jugendlichen, die der Kritik an ihrer Generation ihre eigenen Geschichten und Gedanken entgegensetzen.


Für die Kandidaten um die französische Präsidentschaft ist es ein unbequemes Szenario: Im Herbst 2006 schlagen zahlreiche Obdachlose im Zentrum von Paris ihre Zelte auf. Eine Demonstration, initiiert von zwei engagierten Bürgern, den Brüdern Augustin und Jean-Baptiste Legrand. Selbst nicht wohnsitzlos, fordern sie Solidarität mit den rund 100.000 Menschen, die in Frankreich auf der Straße leben. Über das Internet rufen die Legrands die Pariser auf, einige Nächte bei den Obdachlosen zu verbringen. Die Aktion der Gruppe, die sich „Kinder von Don Quijote“ nennt, hat ein konkretes Ziel. Der Staat soll jedem Bürger dauerhaften Wohnraum zusichern. Unter dem öffentlichen Druck verspricht der Kandidat Nicolas Sarkozy Tausende neuer Wohnprojekte. Die Geschichte ist ein Beispiel dafür, was Wahlversprechen sein können. Der Dokumentarfilm über die Aktion der Brüder Legrand eröffnet am morgigen Donnerstag, 12.2., um 19 Uhr das Filmfestvial „Über Mut“ im Cinemaxx-Kino.

Das Festival zieht seit November 2010 und noch bis November 2011 durch Deutschland. In Augsburg haben der SKM Augsburg (der katholische Verband für soziale Dienste e.V.) und das Freiwilligen-Zentrum Augsburg die Partnerschaft für „Die Kinder von Don Quijote“ übernommen. Das Festival präsentiert aber auch eine Reihe weiterer, sehr sehenswerter Filme, in deren Mittelpunkt, der Programmatik der „Aktion Mensch“ zufolge, Menschen stehen, „die sich leidenschaftlich für ihren Traum von Veränderung einsetzen.“ Dabei geht es – wie bei den „Kindern von Don Quijotte“ – zum Beispiel um die Lebensbedingungen von obdachlosen Menschen in Frankreich, aber auch um Missbrauch und Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen in Südafrika oder Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in der Bundesrepublik. Die Filme zeigen aber auch Menschen, die mit ihren Ängsten mutig dem intimen Blick in der Kamera begegnen, den inneren und äußeren Kämpfen zum Trotz. Insgesamt zeigt das Festival von Donnerstag, 12. Mai bis Samstag, 21. Mai zehn Filme. Im Anschluss gibt es jeweils die Möglichkeit und Gesprächen und Diskussionen mit den jeweiligen Filmpartnern, in einigen Fällen auch mit Regisseuren.

Informationen über das Filmfestival gibt’s im Netz unter www.aktion-mensch.de/filmfestival, hier finden sich kurze Inhaltsangaben und Trailer zu allen Filmen. Schriftliche Programme liegen an den üblichen Stellen aus – zum Beispiel in der Stadtbücherei.

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Süßmuth lobt Augsburger Film über junge Migranten

Im November hatte er Premiere im Diakonischen Werk, im März wurde er im Evangelischen Fernsehen Augsburg gezeigt, nun erhält er sogar Lob von der ehemaligen Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süßmuth: Der Film „In Deutschland ankommen“. Im Film „In Deutschland ankommen“ kommen jugendliche Migranten zu Wort. Foto: Kleeblatt-Film.de Irina Rutz und Stefan Heinrich von Kleeblatt-Film.de haben […]

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„Aber in mir kommt wieder das Bild, dass es so war“

„Verborgen in Schnuttenbach“: bewegender Dokumentarfilm um ein Kriegsgefangenenlager in Schwaben Von Frank Heindl Thomas Majewski ist in Schnuttenbach aufgewachsen, einem kleinen Dorf im Landkreis Günzburg. 1998 erfährt er aus einer Chronik von einem Kriegsgefangenenlager in seinem Dorf und beginnt mit Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm. Elf Jahre arbeitet er an diesem Projekt, hat am Ende 300 […]

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Energie-Revolution im Filmsaal

attac zeigt einen sehenswerten Dokumentarfilm Den Dokumentarfilm „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ von Carl-A. Fechner zeigt attac Augsburg am heutigen Donnerstag, 14.4. um 19 Uhr im Filmsaal des Zeughauses, Zeugplatz 4. Fechners Film steht für eine sehr aktuelle und umstrittene Vision: Eine Welt-Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist – […]

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Keine Scheuklappen vor der Wirklichkeit

Die Tage des Unabhängigen Films: ästhetischer und intellektueller Hochgenuss Von Frank Heindl Manchem Event hat das gute Wetter der vergangenen Tage gar nicht in den Kram gepasst – die Veranstalter der afa auf dem Messegelände etwa sehen in sommerlichen Temperaturen den Hauptgrund dafür, dass sie in diesem Jahr 11.000 Besucher weniger gezählt haben. Ein bisschen […]

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Das Leben geht weiter – für manche

„Un homme qui crie“ – eine Vater-Sohn-Geschichte aus dem Tschad Von Frank Heindl „La vie continue“, sagt der Koch, nachdem er entlassen worden ist – das Leben geht weiter. Doch das ist nicht sicher, denn schon wenig später liegt er mit Herzbeschwerden im Krankenhaus. Auch Adam, der Protagonist in Mahamat-Saleh Hamouds Film „Un homme qui […]

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„Verantwortung bedeutet Antworten geben“

Regisseur Mahamad-Saleh Haroun im Interview DAZ: Monsieur Haroun, Sie haben im Publikumsgespräch nach der Präsentation Ihres Filmes erwähnt, dass auch Sie selbst im Bürgerkrieg im Tschad verwundet wurden … Haroun: Das ist richtig. 1997, ich war damals 19, wollte mein Vater mich in Kamerun vor dem Bürgerkrieg im Tschad in Sicherheit bringen. Auf dieser Flucht […]

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Gescheiterter Rollenwechsel

Filmfest: In „Abel“ aus Mexico will ein Neunjähriger den Vater ersetzen Von Frank Heindl Ein Neunjähriger, der den erwachsenen Macho spielt – Diego Lunas „Abel“ Kein Wort kommt über Abels Lippen. Seit zwei Jahren nicht – seit der Vater die Familie verlassen hat. Trotzdem holt die Mutter ihn nun heim aus der Kinderklinik, denn ins […]

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Länge: 36 Bilder. Drehzeit: 12 Sekunden

Volker Gerlings Daumenkino-„Filme“: eine poetische Sensation Von Frank Heindl Viele Filme, meistens nur eine Person zeigend, bestehend aus 36 Bildern, hergestellt in jeweils zwölf Sekunden – das sind Volker Gerlings Daumenkinos. Es sind künstlerische Preziosen voller Poesie, voller Leben, voller Aussagekraft – minimale Mittel, maximale Wirkung. Am Sonntagabend stellte der Fotograf, Kameramann und Berufswanderer seine […]

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„Ich suche die Geschichten nicht, die suchen mich“

Fotokünstler und „Daumenkinograph“ Volker Gerling im Gespräch Filmfestregisseure treffen alle früher oder später im Thalia-Café ein – dem zentralen Ort der Augsburger Filmtage. Auf Volker Gerling, der sich selbst „Daumenkinograph“ nennt (siehe obenstehender Artikel) musste man am Samstag ein bisschen länger warten. Er baute erst mal höchstpersönlich seine Projektionsanlage im Mephisto ab, transportierte alles eigenhändig […]

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