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Samstag, 23.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Zehn Filme über Mut

Filmfestival der „Aktion Mensch“ im Cinemaxx

Teenage Response - 13 Portraits von Berliner Jugendlichen, die der Kritik an ihrer Generation ihre eigenen Geschichten und Gedanken entgegensetzen.

Einer der zehn Filme: Teenage Response - 13 Portraits von Berliner Jugendlichen, die der Kritik an ihrer Generation ihre eigenen Geschichten und Gedanken entgegensetzen.


Für die Kandidaten um die französische Präsidentschaft ist es ein unbequemes Szenario: Im Herbst 2006 schlagen zahlreiche Obdachlose im Zentrum von Paris ihre Zelte auf. Eine Demonstration, initiiert von zwei engagierten Bürgern, den Brüdern Augustin und Jean-Baptiste Legrand. Selbst nicht wohnsitzlos, fordern sie Solidarität mit den rund 100.000 Menschen, die in Frankreich auf der Straße leben. Über das Internet rufen die Legrands die Pariser auf, einige Nächte bei den Obdachlosen zu verbringen. Die Aktion der Gruppe, die sich „Kinder von Don Quijote“ nennt, hat ein konkretes Ziel. Der Staat soll jedem Bürger dauerhaften Wohnraum zusichern. Unter dem öffentlichen Druck verspricht der Kandidat Nicolas Sarkozy Tausende neuer Wohnprojekte. Die Geschichte ist ein Beispiel dafür, was Wahlversprechen sein können. Der Dokumentarfilm über die Aktion der Brüder Legrand eröffnet am morgigen Donnerstag, 12.2., um 19 Uhr das Filmfestvial „Über Mut“ im Cinemaxx-Kino.

Das Festival zieht seit November 2010 und noch bis November 2011 durch Deutschland. In Augsburg haben der SKM Augsburg (der katholische Verband für soziale Dienste e.V.) und das Freiwilligen-Zentrum Augsburg die Partnerschaft für „Die Kinder von Don Quijote” übernommen. Das Festival präsentiert aber auch eine Reihe weiterer, sehr sehenswerter Filme, in deren Mittelpunkt, der Programmatik der „Aktion Mensch“ zufolge, Menschen stehen, „die sich leidenschaftlich für ihren Traum von Veränderung einsetzen.“ Dabei geht es – wie bei den „Kindern von Don Quijotte“ – zum Beispiel um die Lebensbedingungen von obdachlosen Menschen in Frankreich, aber auch um Missbrauch und Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen in Südafrika oder Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in der Bundesrepublik. Die Filme zeigen aber auch Menschen, die mit ihren Ängsten mutig dem intimen Blick in der Kamera begegnen, den inneren und äußeren Kämpfen zum Trotz. Insgesamt zeigt das Festival von Donnerstag, 12. Mai bis Samstag, 21. Mai zehn Filme. Im Anschluss gibt es jeweils die Möglichkeit und Gesprächen und Diskussionen mit den jeweiligen Filmpartnern, in einigen Fällen auch mit Regisseuren.

Informationen über das Filmfestival gibt’s im Netz unter www.aktion-mensch.de/filmfestival, hier finden sich kurze Inhaltsangaben und Trailer zu allen Filmen. Schriftliche Programme liegen an den üblichen Stellen aus – zum Beispiel in der Stadtbücherei.