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Mittwoch, 09.09.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Der Kommentar

Staatstheater Augsburg: Die Stadt muss auf das Münchner Modell bestehen

Augsburg bekommt ein Staatstheater – das ist kein Traum, sondern eine Absichtserklärung der Bayerischen Staatsregierung, die auch von der Opposition begrüßt wird. Man darf also sicher davon ausgehen, dass die Stadt Augsburg nach einer Bayerischen Staatsbibliothek, einer Bayerischen Universitätsklinik nun auch ein Bayerisches Staatstheater bekommt, und somit von den sprudelnden Steuereinnahmen des Freistaats und der anstehenden Landtagswahl profitiert.

Kommentar von Siegfried Zagler

Für die Kulturpolitik der Stadt Augsburg ist diese Nachricht seit dem Planungsbeschluss des Textilmuseums die erste positive Sensationsnachricht, aber nur dann, wenn man voraussetzt, dass der gesamte Augsburger Kulturetat auf dem derzeitigen Niveau bleibt, und die städtischen Fördermittel, die nun der Freistaat für das Theater übernimmt, nicht in kunstfremde Zwecke überführt werden. Was ein Staatstheater Augsburg für die Stadt Augsburg in finanzieller wie künstlerischer Hinsicht leistet, hängt nun von den Verhandlungen ab, die die Stadt mit dem Freistaat führen wird.

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