Rückkehr in den Staatsdienst: Eva Weber legt Stadtratsmandat nieder
Die ehemalige Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) wechselt ins Bayerische Innenministerium. Aus beamtenrechtlichen Gründen muss sie dafür vorübergehend in den städtischen Dienst zurückkehren – und verliert dadurch per Gesetz ihr Mandat im Augsburger Stadtrat.
Von Bruno Stubenrauch
Eva Weber und ihr neuer Dienstherr Innenminister Joachim Herrmann bei der Schlüsselübergabe der Polizeiinspektion Augsburg West im Januar 2026 (Bild: DAZ Archiv)Nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt der Oberbürgermeisterin tritt Eva Weber beruflich neu an: Wie die 48-Jährige am Wochenende über die sozialen Netzwerke mitteilte, wird sie künftig als Beamtin im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration tätig sein.
Gesetzliche Vorgaben erzwingen Mandatsverzicht
Der Wechsel zum Freistaat macht aus beamtenrechtlichen Gründen eine formale Reaktivierung über ihren bisherigen Dienstherrn, die Stadt Augsburg, erforderlich. Diese Rückkehr in den städtischen Dienst ist jedoch nach Artikel 31 der Bayerischen Gemeindeordnung nicht mit einem Stadtratsmandat vereinbar: Städtische Beamtinnen und Beamte dürfen nicht gleichzeitig dem Ratsgremium angehören.
Entgegen Spekulationen über politische Manöver im Nachgang des Machtwechsels im Rathaus ordnet Weber den Vorgang nüchtern ein. Die Abgabe des Mandats sei keine politische Entscheidung, sondern die direkte Konsequenz der Rechtslage. Gerne hätte sie ihre kommunalpolitische Erfahrung weiter eingebracht, der rechtliche Rahmen lasse dies bei der gewählten beruflichen Perspektive jedoch nicht zu.
Verena Hölzle rückt für die CSU nach
Für Eva Weber zieht Verena Hölzle in die CSU-Stadtratsfraktion nach. Weber dankte ihrer Fraktion, dem Fraktionsvorsitzenden Leo Dietz sowie den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung für die langjährige Zusammenarbeit. Ihrer Heimatstadt bleibt sie dabei auch ohne Mandat eng verbunden: Gemeinsam mit ihrem Ehemann wird sie weiterhin in Augsburg wohnen – und blickt positiv nach vorne. „Ich freue mich darauf, als Bürgerin das Stadtgeschehen weiter zu verfolgen“, betont die frühere Rathauschefin.