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Montag, 07.09.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Bun­des­wei­ter Warn­tag: Stadt Augs­burg tes­tet Warn­sys­te­me

Am Don­ners­tag, 10. Sep­tem­ber, ist wie­der Warn­tag in ganz Deutsch­land. Auch die Stadt Augs­burg be­tei­ligt sich um 11 Uhr am bun­des­wei­ten Pro­be­alarm.

Von Bruno Stubenrauch

Cell Broadcast-Warnmeldung auf Smartphones

„Auch die­ses Jahr be­tei­li­gen wir uns als Stadt Augs­burg wie­der gerne am bun­des­wei­ten Warn­tag, denn er ist eine gute Mög­lich­keit, unsere In­fra­struk­tur zu tes­ten und die Augs­bur­ger Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für das wich­ti­ge Thema zu sen­si­bi­li­sie­ren“, be­tont Ord­nungs­re­fe­rent Frank Pintsch. Die Stadt sei für einen Ka­ta­stro­phen­fall gut auf­ge­stellt. Trotz­dem gelte es, die vor­han­de­nen Kon­zep­te und die be­ste­hen­de In­fra­struk­tur stän­dig auf Ver­bes­se­rungs- und An­pas­sungs­be­dar­fe hin zu über­prü­fen.

Heul­ton be­deu­tet: Rund­funk­ge­rä­te ein­schal­ten

Mit einem Heul­ton von einer Mi­nu­te Dauer wird um 11 Uhr die Aus­lö­sung des Warn­sys­tems zur War­nung der Be­völ­ke­rung ge­probt. Der Pro­be­alarm dient dazu, die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der vor­han­de­nen Warn­sys­te­me zu über­prü­fen und die Be­völ­ke­rung auf die Be­deu­tung des Si­re­nen­si­gnals hin­zu­wei­sen. Der Heul­ton soll die Be­völ­ke­rung bei schwer­wie­gen­den Ge­fah­ren für die öf­fent­li­che Si­cher­heit dazu ver­an­las­sen, ihre Rund­funk­ge­rä­te ein­zu­schal­ten und auf Durch­sa­gen zu ach­ten. Eine Ent­war­nung er­folgt am 10. Sep­tem­ber um 11.45 Uhr.

Warn­in­fra­struk­tur aus­ge­baut

Vor dem Hin­ter­grund der Er­fah­run­gen bei Groß­scha­dens­er­eig­nis­sen wurde für Augs­burg ein um­fang­rei­ches Warn- und In­for­ma­ti­ons­sys­tem kon­zi­piert – elek­tro­ni­sche Hoch­leis­tungs­si­re­nen, mo­bi­le Laut­spre­cher und per­sön­li­che te­le­fo­ni­sche War­nung. Dank För­der­pro­gramm des Bay­e­ri­schen In­nen­mi­nis­te­ri­ums konn­te die In­fra­struk­tur um sieben Dach- und drei Mast­si­re­nen er­wei­tert wer­den – zehn neue Stand­orte im Si­re­nen­netz.

Cell Broad­cast kaum zu deaktivieren

Durch die Na­tio­na­le Warn­zen­tra­le des Bun­des­am­tes für Be­völ­ke­rungs­schutz und Ka­ta­stro­phen­hil­fe wird zu den be­ste­hen­den Warn­sys­te­men und Si­re­nen auch die Warn-App NINA sowie der so­ge­nann­te „Cell Broad­cast Alarm“ aus­ge­löst, also das Ver­sen­den von Be­nach­rich­ti­gun­gen auf Mo­bil­funk­ge­rä­te, die sich in Be­trieb be­fin­den und im Netz ein­ge­loggt sind.

Wer sich dem Schrillton auf seinem Handy nicht aussetzen will, hat schlechte Karten. Systemeinstellungen, Stummschaltungen, „Bitte-nicht-stören“-Modus, Deaktivieren der Internetverbindung und meist auch der Flugmodus verhindern die Alarmierung via Cell Broad­cast nicht. Es handelt sich nicht um App-Messages oder SMS. Der Alarm wird über einen dedizierten Signalisierungskanal vom Funkmast, bei dem das Handy eingeloggt ist, direkt übertragen, sogar an Geräte ohne SIM-Card.

Cell Broad­cast ist tief in die Betriebssysteme moderner Mobilfunkgeräte eingegraben. Wirksam ist nur das komplette Abschalten des Handys und ein Einschalten frühestens 60 Sekunden nach dem Alarmzeitpunkt. Die Nachricht wird vom Netz nicht für einzelne Geräte zwischengespeichert oder erneut zugestellt.