Helmut-Haller-Platz wird neu gestaltet
Die vorbereitenden Arbeiten für die Neugestaltung des Helmut-Haller-Platzes haben begonnen. Der eigentliche Umbau des Oberhauser Bahnhofsvorplatzes soll im Frühjahr 2027 starten und Ende 2028 abgeschlossen sein. Die Stadt investiert rund 7,74 Millionen Euro.
Von Bruno Stubenrauch
Lageplan (Quelle: Stadt Augsburg, BSV/25/61009 Anlage 2, Auszug; Bearbeitung: DAZ)Noch ist vom neuen Helmut-Haller-Platz wenig zu sehen. Zunächst stehen vorbereitende Arbeiten an. Im westlichen Bereich des Platzes werden auf der Fläche des ehemaligen Kinderspielplatzes Zaunelemente und Beleuchtungsmasten entfernt. Noch Ende August beginnt dann der Bau eines neuen Fluchttreppenhauses für die unter dem Platz liegende Tiefgarage. Parallel verlegen die Stadtwerke Augsburg eine Wasserleitung. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Oktober dauern. Für Fußgänger kann es dabei zu kleineren Umwegen kommen, der Oberhauser Bahnhof bleibt aber erreichbar.
Mehr Grün, mehr Aufenthalt
Der eigentliche Umbau folgt ab Frühjahr 2027. Grundlage ist ein Entwurf des Büros bauchplan ).( Landschaftsarchitektur und Stadtplanung aus München, dem der Stadtrat bereits im Juni 2025 einstimmig zugestimmt hat. Der bisher vor allem als Verkehrs- und Querungsraum wahrgenommene Bahnhofsvorplatz soll dabei neu organisiert und stärker als Aufenthaltsort gestaltet werden.
Eine zentrale Rolle spielt der Baumbestand. Die vorhandenen Bäume sollen weitgehend erhalten bleiben. Entlang der Grafstraße sind zusätzliche Grüninseln und Neupflanzungen vorgesehen. Verbesserte Baumquartiere sollen zugleich die bestehenden Robinien langfristig stärken.
Den Auftakt zum Platz bildet künftig eine Pergola aus Stahl mit Gründach. Sie soll Witterungsschutz und Aufenthaltsmöglichkeiten bieten und zugleich Fahrradstellplätze sowie einen WC-Container aufnehmen.
Wasserspiel in der Platzmitte
Die Mitte des dreieckigen Platzes bleibt als großzügige, flexibel nutzbare Fläche erhalten. Sie soll weiterhin Raum für Märkte, Musikveranstaltungen oder die Friedenstafel bieten.
In den Sommermonaten soll ein Wasserspiel mit Sprudeldüsen für Abkühlung sorgen und zugleich einen Bereich für Kinderspiel schaffen. Bei Veranstaltungen kann das Wasserspiel abgeschaltet werden, sodass die Fläche eben und vollständig nutzbar bleibt.
Auch der Zugang zum denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude wird neu gestaltet. Er soll künftig barrierefrei sein. Direkt vor dem Gebäude ist außerdem ein kleiner Gastgarten für die Bahnhofsgastronomie vorgesehen.
Neue Verkehrsführung und Mobility-Hub
Auch die Verkehrsflächen werden neu geordnet. Südlich des Bahnhofs entsteht eine neue Vorfahrt für Taxis und „Kiss & Ride“. Zudem werden Flächen für Schienenersatzverkehr und temporäre Pendelbusse vorgesehen.
Im Bereich der bestehenden Tiefgarageneinfahrt an der Grafstraße ist ein sogenannter Mobility-Hub mit zusätzlichen Mobilitätsangeboten und zahlreichen neuen Fahrradstellplätzen geplant.
Mit der Neuordnung soll die bisher raumgreifende Verkehrssituation vor dem Bahnhof reduziert werden. Der Entwurf sieht stattdessen einen Platz vor, der unterschiedliche Nutzungen – Mobilität, Aufenthalt, Gastronomie, Spiel und Veranstaltungen – miteinander verbindet.
Rund 7,74 Millionen Euro
Für die Neugestaltung hat der Stadtrat ein Budget von rund 7,74 Millionen Euro beschlossen. Die Summe basiert auf der Kostenberechnung für 2025 und berücksichtigt bereits eine angenommene Baukostensteigerung von fünf Prozent für den Baubeginn 2026.
Die Stadt rechnet mit einem Abschluss der Gesamtmaßnahme Ende 2028. Bis dahin soll aus dem heutigen Bahnhofsvorplatz ein deutlich stärker begrüntes und auf Aufenthalt ausgerichtetes Zentrum für Oberhausen werden.




