Partielle Mondfinsternis am Freitag
Am frühen Freitagmorgen, den 28. August 2026, kommt es zu einer ausgeprägten partiellen Mondfinsternis. Obwohl der Mond nicht vollständig in den Erdschatten eintritt, verfinstert er sich zu Spitzenzeiten bis zu 93 Prozent.
Von Bruno Stubenrauch

Das Schauspiel beginnt in der zweiten Nachthälfte, zieht sich durch die morgendliche Dämmerung und erreicht sein Maximum kurz vor dem Monduntergang. Wer das Ereignis verfolgen möchte, muss allerdings früh aufstehen oder lange wach bleiben.
Der zeitliche Ablauf am 28. August
Der Auftakt erfolgt um 3.23 Uhr MESZ mit dem Eintritt in den Halbschatten der Erde. Diese Phase ist mit bloßem Auge jedoch noch kaum wahrnehmbar, da sich die Mondscheibe dabei nur unmerklich verdunkelt.
Der sichtbare Teil der Finsternis beginnt um 4.33 Uhr MESZ, wenn der Mond in den Kernschatten der Erde eintritt. Zu diesem Zeitpunkt steht er rund 16 Grad hoch über dem Südwest-Horizont, und der dunkle Erdschatten frisst sich schrittweise in die Mondscheibe.
Ab etwa 5.30 Uhr setzt langsam die morgendliche Dämmerung ein. Während sich der Himmel im Osten allmählich aufhellt, sinkt der Mond im Westen immer weiter ab.
Das Maximum der Finsternis wird um 6.12 Uhr MESZ erreicht. Zu diesem Zeitpunkt liegen rund 93 Prozent der Mondfläche im Kernschatten. Der Mond steht dann allerdings extrem tief – nur knapp 3 Grad über dem Horizont. Kurz darauf, um 6.34 Uhr, geht der verfinsterte Mond im West-Südwesten unter, während nahezu zeitgleich im Osten die Sonne aufgeht.
Rahmenbedingungen und Standortanforderungen
Die meteorologischen Voraussetzungen im Augsburger Raum sind nach aktuellen Vorhersagen günstig: Bei leicht lockerer Bewölkung, Niederschlagsfreiheit und milden Temperaturen zwischen 18 und 20 °C bestehen gute Chancen auf eine freie Sicht.
Da der Mond während der entscheidenden Phase sehr tief steht, ist ein Standort mit uneingeschränkt freiem Blick nach West-Südwesten Voraussetzung für die Beobachtung, beispielsweise von weitläufigen Feldern am Stadtrand oder aus hoch gelegenen Stockwerken.
Die Finsternis lässt sich problemlos mit bloßem Auge verfolgen. Wer ein Fernglas oder ein Teleobjektiv nutzt, sieht zwar wegen des steilen Sonnenlichts keine Kraterschatten, kann aber beobachten, wie der dunkle Erdschatten langsam über bekannte Mondformationen wie das große Tycho-Kraterfeld oder die dunklen Mondmeere zieht.