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Dienstag, 25.08.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Partielle Mond­finsternis am Freitag

Am frü­hen Frei­tag­mor­gen, den 28. Au­gust 2026, kommt es zu ei­ner aus­ge­präg­ten par­tiel­len Mond­fin­ster­nis. Ob­wohl der Mond nicht voll­stän­dig in den Erd­schat­ten ein­tritt, ver­fin­stert er sich zu Spit­zen­zei­ten bis zu 93 Pro­zent.

Von Bruno Stubenrauch

Bild: Monica Smekal / Gemini

Das Schau­spiel be­ginnt in der zwei­ten Nacht­hälf­te, zieht sich durch die mor­gend­li­che Däm­me­rung und erreicht sein Maximum kurz vor dem Mond­un­ter­gang. Wer das Er­eig­nis ver­fol­gen möch­te, muss al­ler­dings früh auf­ste­hen oder lan­ge wach blei­ben.

Der zeit­li­che Ab­lauf am 28. Au­gust

Der Auf­takt er­folgt um 3.23 Uhr MESZ mit dem Ein­tritt in den Halb­schat­ten der Er­de. Die­se Pha­se ist mit blo­ßem Au­ge je­doch noch kaum wahr­nehm­bar, da sich die Mond­schei­be da­bei nur un­merk­lich ver­dun­kelt.

Der sicht­ba­re Teil der Fin­ster­nis be­ginnt um 4.33 Uhr MESZ, wenn der Mond in den Kern­schat­ten der Er­de ein­tritt. Zu die­sem Zeit­punkt steht er rund 16 Grad hoch über dem Süd­west-Ho­ri­zont, und der dunk­le Erd­schat­ten frisst sich schritt­wei­se in die Mond­schei­be.

Ab et­wa 5.30 Uhr setzt lang­sam die mor­gend­li­che Däm­me­rung ein. Wäh­rend sich der Him­mel im Os­ten all­mäh­lich auf­hellt, sinkt der Mond im Wes­ten im­mer wei­ter ab.

Das Ma­xi­mum der Fin­ster­nis wird um 6.12 Uhr MESZ er­reicht. Zu die­sem Zeit­punkt lie­gen rund 93 Pro­zent der Mond­flä­che im Kern­schat­ten. Der Mond steht dann al­ler­dings ex­trem tief – nur knapp 3 Grad über dem Ho­ri­zont. Kurz da­rauf, um 6.34 Uhr, geht der ver­fin­ster­te Mond im West-Süd­wes­ten un­ter, wäh­rend na­he­zu zeit­gleich im Os­ten die Son­ne auf­geht.

Rah­men­be­din­gun­gen und Stand­ort­an­for­de­run­gen

Die me­te­o­ro­lo­gi­schen Vor­aus­set­zun­gen im Augs­bur­ger Raum sind nach ak­tuel­len Vor­her­sa­gen güns­tig: Bei leicht locke­rer Be­wöl­kung, Nie­der­schlags­frei­heit und mil­den Tem­pe­ra­tu­ren zwi­schen 18 und 20 °C be­ste­hen gu­te Chan­cen auf ei­ne frei­e Sicht.

Da der Mond wäh­rend der ent­schei­den­den Pha­se sehr tief steht, ist ein Stand­ort mit un­ein­ge­schränkt frei­em Blick nach West-Süd­wes­ten Vor­aus­set­zung für die Be­ob­ach­tung, bei­spiels­wei­se von weit­läu­fi­gen Fel­dern am Stadt­rand oder aus hoch ge­le­ge­nen Stock­wer­ken.

Die Fin­ster­nis lässt sich pro­blem­los mit blo­ßem Au­ge ver­fol­gen. Wer ein Fern­glas oder ein Te­le­ob­jek­tiv nutzt, sieht zwar we­gen des stei­len Son­nen­lichts kei­ne Kra­ter­schat­ten, kann aber be­ob­ach­ten, wie der dunk­le Erd­schat­ten lang­sam über be­kann­te Mond­for­ma­tio­nen wie das gro­ße Tycho-Kra­ter­feld oder die dunk­len Mond­mee­re zieht.