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Mittwoch, 26.08.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Helmut-Haller-Platz wird neu gestaltet

Die vorbereitenden Arbeiten für die Neu­ge­staltung des Helmut-Haller-Platzes haben begonnen. Der eigent­liche Umbau des Oberhauser Bahnhofs­vor­platzes soll im Frühjahr 2027 starten und Ende 2028 abge­schlossen sein. Die Stadt investiert rund 7,74 Millionen Euro.

Von Bruno Stubenrauch

Lageplan (Quelle: Stadt Augsburg, BSV/25/61009 Anlage 2, Auszug; Bearbeitung: DAZ)

Noch ist vom neuen Helmut-Haller-Platz wenig zu sehen. Zunächst stehen vor­be­rei­tende Arbeiten an. Im west­lichen Bereich des Platzes werden auf der Fläche des ehe­maligen Kinder­spiel­platzes Zaun­elemente und Beleuch­tungs­masten entfernt. Noch Ende August beginnt dann der Bau eines neuen Flucht­treppen­hauses für die unter dem Platz liegende Tief­garage. Parallel verlegen die Stadt­werke Augsburg eine Wasser­leitung. Die Arbeiten sollen voraus­sicht­lich bis Ende Oktober dauern. Für Fußgänger kann es dabei zu klei­neren Umwegen kommen, der Ober­hauser Bahnhof bleibt aber erreichbar.

Mehr Grün, mehr Aufenthalt

Der eigentliche Umbau folgt ab Frühjahr 2027. Grundlage ist ein Entwurf des Büros bauchplan ).( Land­schafts­archi­tektur und Stadt­planung aus München, dem der Stadtrat bereits im Juni 2025 ein­stimmig zuge­stimmt hat. Der bisher vor allem als Verkehrs- und Querungs­raum wahr­ge­nommene Bahn­hofs­vorplatz soll dabei neu organi­siert und stärker als Aufent­halts­ort gestaltet werden.

Eine zentrale Rolle spielt der Baum­bestand. Die vor­han­denen Bäume sollen weit­gehend erhalten bleiben. Entlang der Graf­straße sind zusätz­liche Grün­inseln und Neu­pflan­zungen vor­gesehen. Ver­besserte Baum­quar­tiere sollen zugleich die beste­henden Robinien lang­fristig stärken.

Den Auftakt zum Platz bildet künftig eine Pergola aus Stahl mit Gründach. Sie soll Witte­rungs­schutz und Aufent­halts­mög­lich­keiten bieten und zugleich Fahrrad­stell­plätze sowie einen WC-Container aufnehmen.

Wasserspiel in der Platzmitte

Die Mitte des dreieckigen Platzes bleibt als groß­zügige, flexibel nutzbare Fläche erhalten. Sie soll weiterhin Raum für Märkte, Musik­ver­an­stal­tungen oder die Friedens­tafel bieten.

In den Sommermonaten soll ein Wasser­spiel mit Sprudel­düsen für Abkühlung sorgen und zugleich einen Bereich für Kinder­spiel schaffen. Bei Veran­stal­tungen kann das Wasser­spiel abge­schaltet werden, sodass die Fläche eben und voll­ständig nutzbar bleibt.

Auch der Zugang zum denkmal­geschütz­ten Bahnhofs­gebäude wird neu gestaltet. Er soll künftig barriere­frei sein. Direkt vor dem Gebäude ist außerdem ein kleiner Gast­garten für die Bahnhofs­gastro­nomie vorgesehen.

Neue Verkehrsführung und Mobility-Hub

Auch die Verkehrsflächen werden neu geordnet. Südlich des Bahnhofs entsteht eine neue Vorfahrt für Taxis und „Kiss & Ride“. Zudem werden Flächen für Schienen­ersatz­verkehr und tempo­räre Pendel­busse vorgesehen.

Im Bereich der bestehenden Tief­garagen­einfahrt an der Graf­straße ist ein soge­nannter Mobility-Hub mit zusätz­lichen Mobili­täts­ange­boten und zahl­reichen neuen Fahrrad­stell­plätzen geplant.

Mit der Neuordnung soll die bisher raum­greifende Verkehrs­situation vor dem Bahnhof redu­ziert werden. Der Entwurf sieht statt­dessen einen Platz vor, der unter­schied­liche Nutzungen – Mobilität, Aufent­halt, Gastro­nomie, Spiel und Veran­stal­tungen – mit­einander verbindet.

Rund 7,74 Millionen Euro

Für die Neugestaltung hat der Stadtrat ein Budget von rund 7,74 Milli­onen Euro beschlossen. Die Summe basiert auf der Kosten­berech­nung für 2025 und berück­sichtigt bereits eine ange­nommene Bau­kosten­stei­gerung von fünf Prozent für den Baubeginn 2026.

Die Stadt rechnet mit einem Abschluss der Gesamt­maß­nahme Ende 2028. Bis dahin soll aus dem heutigen Bahn­hofs­vorplatz ein deutlich stärker begrüntes und auf Aufent­halt ausge­rich­tetes Zentrum für Oberhausen werden.